Merkel hat Macrons Leuchten gedimmt – von MANFRED LACHNIET

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Bistro,Cafe,Eisdielen,Cocktailbar

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Gastronomie

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geralt / Pixabay


NRZ:

Essen (ots) – Gibt es einen neuen Krieg im Nahen Osten. Was bedeutet das für unser Land und für Europa? Die Sorgen sind groß. Denn unsere Staatengemeinschaft erscheint derzeit gleichgültig bis orientierungslos. Wenn Trump mal eben das Atom-Abkommen mit dem Iran kündigt, dann fällt Europa – außer Empörung – nicht viel dazu ein. Alle Welt hat daher bei der Verleihung des Karlspreises wegweisende Worte der Kanzlerin erwartet. Doch Merkel ließ die Gunst der Stunde verstreichen. Macron bleibt damit der einzige, der das Modell Europa enthusiastisch vertritt. Natürlich ist auch bei ihm nicht alles Gold, was glänzt. Aber er hat eine Idee von einem starken und einigen Europa. Während andere sich abwenden oder ihr Heil in Nationalismus suchen, glüht Macron förmlich für ein neues Selbstbewusstsein auf dem Kontinent. Dieses Leuchten hat Merkel durch ihre kühle Art nicht verstärkt, sondern leider nur gedimmt. Es war unklug, in Aachen auf Haushaltsdisziplin zu pochen. Schließlich weiß auch Merkel nur zu gut, dass Deutschlands wirtschaftliche Stärke kein Wert an sich bedeutet, sondern andere erdrückt. Überhaupt sollte es beim Thema Frieden nicht um Geld gehen, sondern um gemeinsames Handeln. Wenn die EU tatsächlich mit einer Stimme sprechen würde, dann hätte sie Gewicht in der Welt, die immer unruhiger erscheint. Die EU entstanden nach den furchtbaren Erfahrungen aus dem 2. Weltkrieg aus dem entschlossenen Satz, dass so etwas „Nie wieder“ passieren dürfte. Es wird höchste Zeit, dass sich die Staats- und Regierungschefs – inklusive Merkel – daran erinnern.

 

Original-Content von: Neue Ruhr Zeitung / Neue Rhein Zeitung, übermittelt durch news aktuell

Original Quelle Presseportal.de

Bildergalerie Altweiberfasching Kreuzwertheim , 16.02.2012