Moorbrand bei Meppen: Grüne wollen Veröffentlichung aller Luftmessungen

Comfreak / Pixabay Symbolbild Tierleid


NOZ:

Osnabrück (ots) – Moorbrand bei Meppen: Grüne wollen Veröffentlichung aller Luftmessungen

Fraktion fordert von Innenminister Pistorius und Sozialministerin Reimann Aufklärung

Osnabrück. Angesichts anhaltender Unklarheiten über die Luftbelastung durch den Moorbrand bei Meppen haben die Grünen mehr Transparenz von den Behörden gefordert. Die Fraktionsvorsitzende im Landtag, Anja Piel, forderte im Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ die sofortige Offenlegung aller Messergebnisse. „Bis jetzt warten wir auf die Veröffentlichung der Schadstoffmessungen. Bis jetzt ist unklar, wie schädlich der Rauch für die Anwohner und Einsatzkräfte wirklich ist. Fachleute und Behörden widersprechen sich dabei konsequent“, sagte Piel nach einer Sitzung des Umweltausschusses am Montag in Hannover. Sie sieht nicht nur die Bundeswehr, sondern auch die Landesregierung in der Pflicht. „Die Groko muss hier für Klarheit sorgen, wenn die Bundeswehr dazu ganz offensichtlich entweder nicht willens oder in der Lage ist“, sagte Piel der NOZ.

Am Freitag hatte Niedersachsen ein Messfahrzeug aus Nordrhein-Westfalen angefordert, welches über das Wochenende eigene Messungen durchführte. Diese Daten sollen nach Angaben des Umweltministeriums zeitnah veröffentlicht werden. Die Grünen gehen aber davon aus, dass es unter Umständen noch weitere Messungen aus der vergangenen Woche gibt, die bisher nicht offiziell bekannt gegeben wurden. Bundeswehr und niedersächsisches Innenministerium hatten bisher betont, der Rauch sei ungefährlich.

Die Grünen fordern für den kommenden Donnerstag (27.9.) eine gemeinsame Unterrichtung des Landtags durch Innenminister Boris Pistorius und Gesundheitsministerin Carola Reimann (beide SPD). Dazu sollten die an diesem Tag getrennt geplanten Sitzungen von Innen- und Sozialausschuss zusammengelegt werden. Piel begründet das mit den bisher spärlichen Informationen aus der Landesregierung: „In beiden Ausschüssen wurde zwar schon in der vergangenen Woche jeweils unterrichtet. Viel ist dabei aber weder rausgekommen, noch ist danach viel passiert in Sachen Informationsfluss. Das ist angesichts des seit Wochen brennenden Moors in Meppen schon ein Kunststück“, sagte Piel. Die Partei fordert vom Land auch Informationen über die Unterbringung, Versorgung und Gesundheitsgefährdung der aktuell mehr als 1600 Einsatzkräfte vor Ort. „Fehler der Bundeswehr dürfen nicht die vielen Helferinnen und Helfer oder Anwohner mit ihrer Gesundheit bezahlen. Hier sehen wir die Landesregierung in der Verantwortung“, sagte Piel.

 

Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

Original Quelle Presseportal.de

Bildergalerie Altweiberfasching Kreuzwertheim , 16.02.2012