Neckar-Odenwald-Kreis : Odenwald-Kreis | „Corona-Prämie“ für Beschäftigte der Neckar-Odenwald-Kliniken


Geschäftsführer Frank Hehn: „Ein kleines Zeichen der Anerkennung in schwierigen Zeiten“

Mosbach/Buchen. Die von der Bundesregierung im Herbst beschlossene sogenannte „Corona-Prämie“ kommt auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Neckar-Odenwald-Kliniken zugute. Allerdings wurde nur der Standort Buchen berücksichtigt. Er erhält rund 175.000 Euro. Damit die Beschäftigten des Standortes Mosbach nicht leer ausgehen, werden dort jene 100.000 Euro aus Eigenmitteln ausgezahlt, die der Aufsichtsrat vorgeschlagen und bereits im Sommer beschlossen hatte.

„Wir wissen, dass auch die Gesamtsumme von 275.000 Euro auf jeden Einzelnen bezogen kein vollumfänglicher Ausgleich für die anhaltend große Belastung sein kann. Außerdem ist es sehr bedauerlich, dass gemäß den vom Bund vorgegebenen Ausschüttungsregeln leider nicht alle von dem Bonus profitieren werden. Dennoch freuen wir uns, dass wir zusammen mit dem Betriebsrat einen Weg gefunden haben, der es ermöglicht, möglichst viele unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu berücksichtigen. Sie alle leisten angesichts der nicht enden wollenden Corona-Pandemie Übermenschliches für unsere Patienten. Wir hätten sehr gerne mehr getan, aber es ist wenigstens ein, wenn auch kleines, Zeichen der Anerkennung der Leistung in schwierigen Zeiten“, erklärte Frank Hehn, Geschäftsführer der Neckar-Odenwald-Kliniken.

Gemeinsam mit dem Betriebsrat wurde ausgearbeitet, welche Beschäftigte die vom Bund vorgegebenen Anforderungen erfüllen und ein nachvollziehbarer Verteilungsschlüssel festgelegt. Geschäftsführer Hehn weist darauf hin, dass es sich bei diesem Bonus nicht um die zwischen den Tarifvertragsparteien ausgehandelten Prämien, sondern um tatsächlich zusätzliches Geld handelt.

Die Bundesregierung hatte die Krankenkassen im Herbst dazu verpflichtet, insgesamt 100 Millionen Euro für die „Corona-Prämie“ bereitzustellen. Anspruch haben 433 Kliniken, die zwischen Januar und Mai 2020 bei der Behandlung von Covid-19-Patienten besonders viel geleistet haben. Rund 70 Prozent der Krankenhäuser in Deutschland gehen allerdings leer aus. Das Prämiengeld variiert von knapp 50.000 bis zu über einer Million Euro pro Krankenhaus. Bereits im Sommer profitierten verschiedene Berufsgruppen von einer anderen staatlichen Sondergratifikation, während die Akutkliniken damals komplett leer ausgingen.



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