Neckar-Odenwald-Kreis : Odenwald-Kreis | Sozialminister Lucha betonte die Bedeutung der IBB-Stellen als niedrigschwellige Anlaufstellen


Neckar-Odenwald-Kreis. Seit über drei Jahre gibt es im Neckar-Odenwald-Kreis die Informations-, Beratungs- und Beschwerdestelle (IBB-Stelle) für Menschen mit psychischen Erkrankungen und deren Angehörige. Grundlage dafür war das Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz (PsychKHG), das am im Januar 2015 in Baden-Württemberg in Kraft getreten ist.

Mit der Einrichtung von IBB-Stellen verfolgt der Gesetzgeber das Ziel, die Rahmenbedingungen für eine bedarfsgerechte psychiatrische Versorgung zu gewährleisten und die Rechte psychisch kranker Menschen zu stärken. Der Patientenfürsprecher ist Mitglied der IBB-Stelle.

Der regelmäßige Austausch mit den Mitgliedern der Landesarbeitsgemeinschaft der IBB-Stellen in Baden-Württemberg sowie mit der Ombudsstelle des Ministeriums für Soziales und Integration in Stuttgart gehören zu den weiteren Aufgaben des IBB-Teams. In einem jährlich zu erstellenden Bericht an das Ministerium wird die Arbeit der IBB-Stelle dokumentiert und reflektiert.

In diesem Jahr begrüßte Manne Lucha, Minister für Soziales und Integration, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und betonte die Bedeutung der IBB-Stellen als niedrigschwellige Anlaufstellen. Er sprach den Mitarbeitenden in den IBB-Stellen seinen Dank für die wichtige und erfolgreiche Arbeit aus.

Neben Information und Beratung von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen und deren Angehörigen besteht eine wichtige Aufgabe der IBB-Stelle darin, den regelmäßigen Kontakt und Austausch mit anderen Beratungsstellen im Neckar-Odenwald-Kreis zu pflegen. Im Geschäftsjahr 2019 war dies u. a. die neu eingerichtete „Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung“ (EUTB) in Mosbach für Menschen mit Behinderung.

Besucht wurden auch die Neckar-Odenwald-Werkstätten der Johannes-Diakonie in Mosbach. Sie bieten rund 60 Menschen mit chronisch psychischen Beeinträchtigungen vielfältige Qualifizierungs-, Teilhabe- und Beschäftigungsmöglichkeiten in unterschiedlichen Arbeitsfeldern an. Zusätzlich ergänzen arbeitsbegleitende Maßnahmen das Angebotsspektrum. Zuletzt konnte man den neu eingerichteten Pflegestützpunkt und dessen Angebote in Buchen kennen lernen.

Ein weiteres wichtiges Anliegen ist die regelmäßige Fortbildung. Deshalb nahmen einzelne Vertreter des IBB-Teams am Tag der seelischen Gesundheit zum Thema „Psychopharmaka – Segen oder Fluch?“ in Mosbach teil oder besuchten Veranstaltungen des Landesverbandes „Psychiatrie-Erfahrener Baden-Württemberg e. V.“.

Die IBB-Stelle ist telefonisch (06261 9368805) immer erreichbar. Ein Anrufbeantworter ist Tag und Nacht geschaltet und die Betroffenen werden zeitnah von einer der Mitarbeiterinnen oder einem der Mitarbeiter angerufen. Zudem kann man sich über Mail () mit der Stelle in Verbindung setzen.

Der Telefondienst wechselt wöchentlich zwischen den vier Mitarbeitern.

Persönliche Termine erfolgen auf Wunsch nach telefonischer Vereinbarung. Die erfahrenen, ehrenamtlich tätigen Mitarbeiter der IBB-Stelle geben Auskunft über eine möglichst wohnortnahe Versorgung und individuelle Unterstützungsmöglichkeiten und arbeiten bei konkreten Beschwerden auf eine Problemlösung hin. Sie verstehen ihre Tätigkeit als unabhängige Vermittler, beraten kostenfrei und unterliegen der Schweigepflicht. Eine Rechtsberatung kann die Stelle nicht leisten.

Zusätzliche Informationen gibt es auf der Homepage der IBB-Stelle auf der Seite des Neckar-Odenwald-Kreises (www.neckar-odenwald-kreis.de). Hinweise und weitere Informationen zur IBB-Stelle sowie zum Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz (PsychKHG) findet man unter der Rubrik „Bürgerservice“. Dort sind auch Email-Adressen und Telefonnummer der IBB-Stelle sowie weitere Adressen von Hilfsangeboten für psychisch kranke Menschen und deren Angehörige zu finden.



Original Quelle : Neckar-Odenwald-Kreis.de

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