Neue Kaufkraftanalyse liegt vor – Wertheim steht als Einzelhandelsstandort gut da

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Neue Kaufkraftanalyse liegt vor / Top bei Zentralität

Die IHK Heilbronn-Franken erarbeitet alle zwei Jahre eine Kaufkraftanalyse, um Entwicklungen im Bereich Einzelhandel aufzuzeigen. Jetzt liegt die aktuelle Ausgabe 2017 vor. Sie beleuchtet die einzelhandelsrelevante Kaufkraft, den stationären Einzelhandelsumsatz und die Einzelhandelszentralität. In allen drei Kategorien steht Wertheim gut da, so das Ergebnis der Auswertung. Im Vergleich der acht Mittelzentren in der Region Heilbronn-Franken, zu denen Wertheim gehört, hat sich die Main-Tauber-Stadt gut behauptet.

Die einzelhandelsrelevante Kaufkraft ist zwischen 2015 und 2017 in der Region Heilbronn-Franken um 4,6 Prozent gestiegen. Sie hat damit ein höheres Wachstum als Baden-Württemberg (plus 4,4 Prozent) und Deutschland (plus 4,1 Prozent). Das Mittelzentrum Wertheim kann sogar eine Steigerung um 5,9 Prozent vorweisen. Mit einer Kaufkraftsumme von rund 153 Mio. Euro liegt Wertheim auf Platz 5 der insgesamt acht Mittelzentren – gegenüber dem Jahr 2015 eine Verbesserung um einen Rang.

Das Titelbild der Präsentation zur Kaufkraftanalyse 2017

Der stationäre Einzelhandelsumsatz (ohne Onlinehandel) in der Region ist seit 2015 ebenfalls gewachsen. Das Wachstum fällt allerdings mit 3,2 Prozent für die Region Heilbronn-Franken geringer aus als bei der einzelhandelsrelevanten Kaufkraft (Baden-Württemberg plus 3,2 Prozent, Deutschland plus 3,5 Prozent). In Wertheim lag der Zuwachs mit 3,3, Prozent leicht über dem regionalen Durchschnitt. Mit einem Betrag von rund 229 Mio. Euro hat die Main-Tauber-Stadt ihren vierten Platz im Vergleich der acht Mittelzentren verteidigt.

Die Einzelhandelszentralität gibt wieder, wie attraktiv ein Einzelhandelsstandort für Auswärtige ist. Bei einem Wert über 100 fließt mehr Geld in den Einzelhandel einer Region oder Stadt als gleichzeitig abfließt, weil auch Kunden von außerhalb zum Einkaufen kommen. In der Region Heilbronn-Franken liegt der Wert mit 95 unter dem Landesdurchschnitt (96,8) und ist im Vergleich zu 2015 um 0,7 Punkte leicht gesunken.

Wertheim hingegen gehört mit einer Zentralitätskennziffer von 168,8 zu den „Top 10 –Kommunen mit der höchsten Einzelhandelszentralität“ in der gesamten Region. Sie musste zwar einen Rückgang um 3,2 Punkte im Vergleich zu 2015 (172,0) hinnehmen, hat aber wieder die zweithöchste Einzelhandelszentralität nach dem Mittelzentrum Neckarsulm (195,6) und liegt damit noch vor dem Oberzentrum Heilbronn (155,0). Für die hohe Einzelhandelszentralität ist auch das Outlet-Shopping-Center „Wertheim Village“ mit seiner überregionalen Ausstrahlung und seinem weiten Einzugsbereich verantwortlich.

Die Differenz zwischen einzelhandelsrelevanter Kaufkraft und stationärem Einzelhandelsumsatz steigt in der Region von Jahr zu Jahr, so eine wichtige Erkenntnis der neuesten Kaufkraftanalyse. Die Menschen haben zwar mehr Geld für den Konsum zur Verfügung als noch vor zwei Jahren, geben aber im stationären Einzelhandel weniger aus. Der Onlinehandel hingegen wächst, sein Anteil am Einzelhandelsumsatz steigt. Diese Entwicklung, so die IHK, führt zu enormen Veränderungen der Innenstädte. Deren interessante und abwechslungsreiche Gestaltung und Vitalität bleibe eine wichtige Aufgabe, der sich alle lokalen Akteure mit neuen Ideen und Konzepten gemeinsam stellen müssten.

Die neue Kaufkraftanalyse mit Kennzahlen für die Region Heilbronn-Franken 2017 steht auf der Internetseite der IHK Heilbronn-Franken unter www.heilbronn.ihk.de/infothek/ihkhnhandelkaufkraftanalyse.aspx.

 

Stadtverwaltung Wertheim

Bilder 50 Jahre Jubiläum Schwimmbad Wertheim-Bestenheid Sonntag 05.07.2015