POL-DO: Polizei warnt vor neuer Masche im Zusammenhang mit Phishing – Betrüger legen …

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Polizei Dortmund

Dortmund (ots)

Lfd. Nr.: 1042

Die Polizei warnt vor einer neuen Masche im Zusammenhang mit Phishing. Durch beispielsweise betrügerische E-Mails erlangte Zugangsdaten nutzen Betrüger in immer mehr Fällen dazu eine digitale Kredit- oder auch EC-Karte anzulegen. Mit dieser werden im Anschluss missbräuchlich zum Beispiel Käufe getätigt. Der wichtigste Tipp, um sich zu schützen: Werden Sie sofort misstrauisch, wenn Sie telefonisch oder gar per SMS dazu aufgefordert werden, im Rahmen Ihres Online-Bankings Vorgänge zu bestätigen!

Doch zunächst zur Vorgehensweise der Täter: Der neuen Masche vorausgegangen sein muss ein klassischer Phishing-Vorgang. Eine Phishing-Mail zum Beispiel, die den Empfänger veranlasst persönliche Daten wie zum Beispiel Zugangsdaten zum Online-Banking, Passwörter oder Transaktionsnummern preiszugeben. Zumeist ködern Internetbetrüger ihre Opfer mit fingierten Mails und führen sie auf professionell gestaltete Internetseiten. Dort sollen sie ihre Zugangsdaten zum Online-Banking eingeben. Mit den abgefischten persönlichen Daten können Betrüger Missbrauch betreiben und mit der vorgegaukelten Identität im Namen des Geschädigten online Geschäfte abwickeln.

Nun gehen die Täter jedoch noch weiter: Mit den betrügerisch erlangten Zugangsdaten wird beim Geldinstitut des Opfers eine digitale Kredit- oder EC-Karte beantragt. Bei Einrichtung dieser wird einmalig eine Autorisierung durch den Kunden erforderlich, die sich nach den jeweiligen Autorisierungsmethoden der Bank richtet (zum Beispiel Push TAN). Um diese Autorisierung herbeizuführen, rufen die Betrüger entweder an und geben sich als Mitarbeitende des Geldinstitutes aus oder schicken eine SMS. Für die Anrufe wird so genanntes „Call-ID-Spoofing“ genutzt, damit im Display tatsächlich die Nummer der jeweiligen Bank erscheint und keine Zweifel aufkommen. Unter einem Vorwand bringen die Anrufer die Bankkunden dazu, eine Autorisierung durchzuführen. Zum Beispiel soll dadurch ein Update bestätigt werden.

Ab diesem Zeitpunkt können die Täter die digitale Karte so lange nutzen, bis sie gesperrt wird. Dies tun sie in den bekannten Fällen zum Beispiel, um Einkäufe zu tätigen und die so erstandene Ware entweder selbst zu nutzen oder weiter zu verkaufen. Für das Geldinstitut entsteht zunächst der Eindruck, dies geschehe durch den Kunden selbst.

Die Polizei warnt vor diesen Maschen und betont daher: Kein Geldinstitut wird am Telefon, per E-Mail oder per SMS vertrauliche Daten anfordern oder Dinge erledigen, die einer Autorisierung in der Banking App bedürfen. Hier finden Sie Ratschläge, wie Sie sich vor den Betrügern schützen können:

   -	Sollten Sie von einem angeblichen Vertreter Ihrer Bank 
kontaktiert und zum Beispiel zu einem Update gedrängt werden, werden 
Sie sofort misstrauisch. Kontaktieren Sie Ihre Bank unter den 
gängigen Erreichbarkeiten und hinterfragen Sie die Maßnahme.
   -	Übermitteln Sie keine persönlichen oder vertraulichen Daten 
(bspw. Passwörter oder Transaktionsnummern) per E-Mail.
   -	Folgen Sie niemals einem Link, um sich in Ihr Online-Banking 
einzuloggen. Rufen Sie dies nur über den Ihnen bekannten Weg auf.
   -	Vergewissern Sie sich immer, mit wem Sie es zu tun haben. 
Überprüfen Sie bei Links und Internetseiten die Adressleiste in Ihrem
Browser. Bei geringsten Abweichungen sollten Sie stutzig werden.
   -	Klicken Sie nicht auf den angegeben Link in einer übersandten 
E-Mail. Versuchen Sie stattdessen, die in der E-Mail angegebenen 
Seiten über die Startseite Ihrer Bank zu erreichen (ohne diese in die
Adresszeile einzutippen).
   -	Folgen Sie Aufforderungen in E-Mails, Programme herunterzuladen,
nur dann, wenn Sie die entsprechende Datei auch auf der 
Internet-Seite des Unternehmens finden (Starten Sie keinen Download 
über den direkten Link). Öffnen Sie insbesondere keine angehängten 
Dateien.
   -	Nutzen Sie Antivirenprogramme und Firewalls.
   -	Beenden Sie die Online-Sitzung bei Ihrer Bank immer, indem Sie 
sich abmelden. Schließen Sie nicht lediglich das Browserfenster und 
wechseln Sie vor Ihrer Abmeldung nicht auf eine andere Internetseite.
   -	Kontrollieren Sie regelmäßig Ihren Kontostand sowie Ihre 
Kontobewegungen. So können Sie schnell reagieren, falls ungewollte 
Aktionen stattgefunden haben.

Journalisten wenden sich mit Rückfragen bitte an:

Polizei Dortmund
Pressestelle
Nina Kupferschmidt
Telefon: 0231-132 1026
Fax: 0231-132 9733
E-Mail: pressestelle.dortmund@polizei.nrw.de
https://dortmund.polizei.nrw/

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