Polizei-Bericht für MSP , Region Mainfranken , Unterfranken und Rhön , 01.01.2017

Bilanz der Silvesternacht – Unterfränkische Polizei stark aufgestellt – Jahreswechsel verläuft größtenteils friedlich

UNTERFRANKEN. Aus Sicht der Unterfränkischen Polizei verlief der Jahreswechsel sehr erfreulich, insgesamt liefen die Feierlichkeiten in Unterfranken meist friedlich ab und es kam zu weniger Einsätzen für die Polizei. Bis auf die zu erwartenden Einsätze, die zum Teil auf unsachgemäße Handhabung der Feuerwerkskörper oder übermäßigen Alkoholgenuss zurückzuführen waren, blieben größere Sicherheitsstörungen erneut aus. Insgesamt mussten die Beamten in Unterfranken in der Silvesternacht 267 Einsätze und somit rund 80 Einsätze weniger als im Vorjahr bewältigen.

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Die Erfahrungen aus den letzten Jahren haben gezeigt, dass es bis Mitternacht relativ ruhig bleiben würde. Dies hat sich auch bei diesem Jahreswechsel wieder bestätigt. Bis 24:00 Uhr waren 70 Einsätze zu verzeichnen, danach mussten die Ordnungshüter bis 07:00 Uhr weitere 241 Mal anrücken. Direkten Bezug zu Silvester gab es in 106 Fällen. Die Unterfränkische Polizei zieht also ein positives Fazit aus dem Silvestergeschehen, auch wenn die Vorfälle, bei denen gerade bei Jugendlichen zu viel Alkohol geflossen ist, auch in diesem Jahr nicht ausblieben. Trotzdem ist im Vergleich zu 2016 ein deutlicher Rückgang zu verbuchen. Hier waren Streifenbesatzungen rund 350 Mal in der Nacht zum Jahreswechsel eingesetzt.

In der Würzburger Innenstadt trafen sich wieder mehrere tausend Menschen, um das neue Jahr gemeinsam zu begrüßen. Die Veranstaltung verlief insgesamt harmonisch und es gab keine größeren Zwischenfälle. Lediglich die Ludwigbrücke musste wegen Überfüllung von 23.50 Uhr bis 00.45 Uhr von beiden Seiten durch Polizeikräfte gesperrt werden.

Die Vielzahl von Einsätzen, die für die Unterfränkische Polizei zu bewältigen waren, gingen im Großen und Ganzen reibungslos über die Bühne. Einen großen Anteil hatte daran mit Sicherheit der Mehreinsatz an Beamten und die damit verbundene Polizeipräsenz auf den Straßen.

Lediglich drei größere Brände hielten die Polizei und die Feuerwehr in Atem. So kam es bereits kurz nach Mittenacht zu einem Brand auf der Dachterrasse eines Mehrfamilienhauses in Würzburg. Die Feuerwehr hatte den Brand jedoch schnell gelöscht und die vorsorglich evakuierten Bewohner konnten in ihre Wohnungen zurück. Der vermutlich unvorsichtige Umgang mit Feuerwerk führte an der Hochrhönstraße im Bereich der Polizeiinspektion Bad Neustadt a. d. Saale zu einem vier Hektar großen Flächenbrand. Ein Brand eines Einfamilienhauses ereignete sich in den frühen Morgenstunden in Goldbach. Dort griff der Brand in einem Carport auf das Einfamilienhaus über. Zwei Anwohner erlitten eine Rauchgasvergiftung und mussten in einem Krankenhaus behandelt werden. An dem vorläufig unbewohnbar gewordenen Haus entstand ein Sachschaden im sechsstelligen Bereich.

Die Unterfränkische Polizei ist mit dem Verlauf der Silvesternacht insgesamt zufrieden. Gut auf die Einsatzlage vorbereitet und mit starker Präsenz auf den Straßen sind die Streifen ins neue Jahr gestartet – dies hat sicherlich seinen Anteil daran, dass größere Sicherheitsstörungen ausgeblieben sind und die meisten Bürger gut und sicher ins neue Jahr gekommen sind. Das Polizeipräsidium Unterfranken wünscht allen ein gesundes und glückliches neues Jahr 2017!

Brand eines Einfamilienhauses – zwei Leichtverletzte – Schaden im sechsstelligen Bereich

GOLDBACH, LKR. ASCHAFFENBURG. Aus bislang ungeklärter Ursache ist es am Sonntagmorgen im Carport eines Einfamilienhauses zu einem Brand gekommen. Von dort aus griff das Feuer auf das Wohnhaus über. Die Bewohner verließen noch vor dem Eintreffen von Feuerwehr und Polizei das Haus, zwei Personen erlitten jedoch eine Rauchgasvergiftung.

Mehrere Anrufer teilten der Integrierten Leitstelle Untermain und der Polizei gegen 04:50 Uhr einen Brand in der Raiffeisenstraße mit. Noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr und Polizei hatten sich die Bewohner aus dem Haus begeben. Trotz des schnellen Eintreffens der örtlichen Feuerwehren konnte ein Übergreifen der Flammen auf das Wohnhaus nicht verhindert werden. Die in dem Carport geparkten Fahrzeuge, ein Ford, ein Kia und ein Kleinkraftrad, gerieten ebenfalls in Brand und brannten vollständig aus. Die große Rauch- und Hitzeentwicklung führte außerdem zu Schäden an der Fassade und den Fenstern des benachbarten Hauses. Vorsorglich hatten die Einsatzkräfte die Bewohner bereits zum Einsatzbeginn aufgefordert das Haus zu verlassen. Vor Ort kümmerte sich der Rettungsdienst um die Evakuierten. Da bei zwei Bewohnern eine Rauchgasvergiftung diagnostiziert wurde, brachte sie der Rettungsdienst in ein Krankenhaus. Während die Anwohner des Nachbarhauses nach Abschluss der Löscharbeiten in ihre Wohnungen zurückkehren konnten, ist das Einfamilienhaus vorläufig unbewohnbar.

Die Brandursache, wie auch die genaue Schadenshöhe, ist nun Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen, welche noch in der Nacht die Aschaffenburger Kripo übernommen hat. Nach dem derzeitigen Sachstand in von einer Schadenshöhe im sechsstelligen Bereich auszugehen.

Vier Hektar Wiese in Flammen – Polizei bittet um Hinweise

OBERELSBACH, LKR. RHÖN-GRABFELD. Zum Brand einer ca. vier Hektar großen Wiese ist es in den frühen Sonntagmorgenstunden gekommen. Die genaue Brandursache und Schadenshöhe ist momentan Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen durch die Polizeiinspektion Bad Neustadt an der Saale.

Der integrierten Rettungsleitstelle in Schweinfurt ist gegen 01:30 Uhr der Brand einer Wiese entlang der Hochrhönstraße, Staatsstraße 2288, unterhalb des Fernsehsenders Heidelstein mitgeteilt worden. Ein größeres Aufgebot der örtlichen Feuerwehren brachte den Brand unter Kontrolle. Die ersten Ermittlungen der Polizei deuten auf ein abgefeuertes Silvesterfeuerwerk als Brandursache hin.

Zeugen, die im Bereich der Hochrhönstraße am Fernsehsender Heidelstein verdächtige Personen oder Fahrzeuge gesehen haben, werden gebeten sich mit der Polizeiinspektion Bad Neustadt an der Saale, Tel. 09771/606-0, in Verbindung zu setzen.

Brand auf Dachterrasse – 35 Anwohner mussten Haus verlassen – keine Verletzten

WÜRZBURG. Zu einem Brand auf einer Dachterrasse ist es kurz nach Mitternacht in der Silvesternacht gekommen. Da anfänglich von einem Dachstuhlbrand ausgegangen werden musste, räumte ein Großaufgebot der Feuerwehr und Polizei das Mehrfamilienhaus. Noch in der Nacht übernahm die Kripo Würzburg die weiteren Ermittlungen zur Brandursache und zur Schadenshöhe.

Der Einsatzzentrale der Feuerwehr und der Polizei teilten gegen 00:20 Uhr mehrere Anrufer einen Dachstuhlbrand in der Luxemburger Straße mit. Die Würzburger Feuerwehr, wie auch die Polizei, war innerhalb kürzester Zeit mit einer Vielzahl an Einsatzkräften vor Ort. Die Räumung des Mehrfamilienhauses wurde durch einen kompletten Stromausfall in dem Haus erschwert und führte zu einer zeitintensiveren Kontrolle der Fahrstühle nach eingeschlossen Personen. Die 35 Anwohner konnten unverletzt das Haus verlassen und sich während der Löscharbeiten in dem benachbarten Stadtteilkaffee aufwärmen. Gegen 01:30 Uhr konnten die Anwohner dann wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Die ersten Ermittlungen der Würzburger Kripo lassen auf einen Brandausbruch im Bereich eines Metallschuppens auf der Dachterrasse schließen.

Die genaue Brandursache und die Ermittlung der exakten Schadenshöhe ist nun Gegenstand der kriminalpolizeilichen Ermittlungen, welche die Würzburger Kripo übernommen hat.

PP Unterfranken