Polizei-Berichte für MSP , Region Mainfranken , Unterfranken und Rhön , 03.06.2017

Brand im Keller eines Einfamilienhauses – 68-Jähriger schwer verletzt

STEINFELD, LKR. MAIN-SPESSART. Bei dem Brand in der Waschküche eines Einfamilienhauses ist am Samstagvormittag ein 68-Jähriger schwer verletzt worden. Ein Rettungshubschrauber brachte ihn in eine Klinik. Zur Ursache ermittelt die Kripo Würzburg.

 

Gegen 09.00 Uhr war es im Bereich eines Herdes in dem betroffenen Waschraum zu einem Brand gekommen, bei dem auch mehrere Spraydosen und Campinggasflaschen zündeten. Beim Versuch das Feuer zu löschen erlitt der 68-jährige Hausbesitzer Verbrennungen. Ein Hubschrauber brachte ihn nach einer Erstversorgung durch den Rettungsdienst vor Ort in eine Klinik. Ein weiterer Bewohner erlitt durch Scherben leichte Schnittverletzungen.

Die Freiwilligen Feuerwehren aus Steinfeld und Roden waren rasch vor Ort und hatten das Feuer gelöscht. Der Schaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf einige zehntausend Euro.

Entlaufene Hunde greifen Spaziergänger an – Schusswaffengebrauch der Polizei

ASCHAFFENBURG. Zwei entlaufene Hunde haben am Samstagvormittag im Stadtteil Strietwald für Aufsehen gesorgt. Nachdem die beiden einen Hundehalter und seinen Golden Retriever angriffen und verletzt hatten, verständigte dieser die Polizei. Die Ordnungshüter taten in der Folge alles, um die beiden aggressiven Kangale einzufangen. Letztlich gelang dies aber nur bei einem.

Gegen 08.45 Uhr meldete sich ein Spaziergänger über Notruf mitten aus dem dortigen Wohngebiet. Er war mit seinem angeleinten Golden Retriever in der Strietwaldstraße unterwegs, als er und sein Vierbeiner von zwei freilaufenden und sich aggressiv verhaltenden Kangalen (Türkische Hirtenhunde) angegriffen wurden. Der Spaziergänger wurde angesprungen, stürzte und zog sich Schürfwunden zu. Sein Retriever wurde mehrfach gebissen und kam in tierärztliche Behandlung.

Weiterhin wurde ein 36-jähriger Anwohner der Dorfstraße von dem Kangal-Rüden gebissen, als er die beiden Hunde in seinem Hof erblickte. Dabei erlitt er eine Bisswunde und Hämatome am rechten Oberschenkel. Der Geschädigte wurde im Klinikum Aschaffenburg behandelt.

Die Aschaffenburger Polizei rückte mit mehreren Streifenwagen an, außerdem kam ein speziell auch für derartige Einsätze ausgebildeter und sachverständiger Diensthundeführer vor Ort. Alle sich anschließenden Bemühungen die Tiere zu beruhigen und einzufangen schlugen zunächst fehl. Vielmehr griffen die beiden Vierbeiner auch die Beamten an, welche unter Einsatz von mehreren Pfeffersprays die Tiere auf Distanz halten mussten. Mit Bissschutz ausgestattet gelang es dem Diensthundeführer einen der beiden Hunde, die Hündin, im Bereich der Lohmühlstraße einzufangen und zu bändigen. Das Tier wird bis auf weiteres im Tierheim untergebracht.

Nachdem der Diensthundeführer von dem zweiten Tier, einen Rüden, ebenfalls mehrfach attackiert wurde und sämtliche Möglichkeiten das Tier einzufangen ausgeschöpft waren und nicht zum Erfolg geführt hatten, mussten die Ordnungshüter als letztes Mittel von der Schusswaffe Gebrauch machen. Das Tier wurde dabei tödlich verletzt. Dies war erforderlich und unausweichlich, um Anwohner, weitere Spaziergänger und auch die Einsatzkräfte selbst vor dem Rüden zu schützen.

Die Beamten ermitteln nun u.a. bei dem Halter bzw. Verantwortlichen wie es zum Entweichen der Tiere kommen konnte. Dabei wird in der kommenden Woche aus das zuständige Ordnungsamt eingeschaltet.

Unbekannter Mann geht auf zwei Jungen im Freibad los – zwei Verletzte nach Prügelattacke

WÜRZBURG/STEINBACHTAL. Am Montagabend war es zu einer Körperverletzung in einem Freibad in der König-Heinrich-Straße gekommen. Zwei Jungs wurden hierbei von einer unbekannten, männlichen Person ins Gesicht geschlagen und dabei leicht verletzt. Nun haben sich neue Hinweise ergeben.

Gegen 18:15 Uhr befanden sich die beiden 13 und 14 Jahre alten Jungen zusammen mit einem weiteren 13-Jährigen im Bereich der Liegewiese an einer dort befindlichen Umkleidekabine. Während sich einer der Jungen umgezogen hat, zogen die zwei vor der Kabine befindlichen Jungen im Spiel am Sichtschutzvorhang. Nach bisherigem Sachstand fasste ein ca. 25-Jähriger die Situation falsch auf und vermutete offensichtlich seine Freundin in der Ankleide, was jedoch nicht der Fall war.

In seiner Rage ging er auf die Minderjährigen los und schlug dem einen 13-Jährigen mit der Faust ins Gesicht. Dem 14-Jährigen schlug er anschließend mit der flachen Hand auf die Backe. Als der Schläger bemerkte, dass sich seine Freundin überhaupt nicht in der Umkleidekabine befand, wollte er sich vom Tatort entziehen. Die Jungs informierten im Anschluss den Bademeister über den Vorfall. Durch die Schläge trugen beide leichte Gesichtsverletzungen davon. Bei Eintreffen der eingesetzten Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt, befand sich der Täter nicht mehr vor.

Personenbeschreibung des Tatverdächtigten:
Der gesuchte Mann ist etwa 25 Jahre alt, ca. 180 cm groß, schlank, trägt braune kurze Haare und einen „Ziegenbart“. Bekleidet war der Mann zur Tatzeit mit einem roten Hemd und einer kurzen hellen Hose.

Die Polizeiinspektion Würzburg-Stadt bittet nun um Zeugenhinweise zur Täterermittlung unter Tel. 0931/457-2230.

Auf der Flucht einen Schuh verloren – Aschenputtel lässt grüßen

ALZENAU, LKR. ASCHAFFENBURG. Ein dreister Fahrgast erschlich sich am frühen Samstag den Fahrpreis in Höhe von 80 EUR für eine Taxifahrt von Frankfurt nach Alzenau.

Gegen 02:25 Uhr verständigte der Taxifahrer die Polizei. Sein männlicher Fahrgast im Alter von etwa 25-28 Jahren mit weißer Hose und weißem T-Shirt bekleidet, hatte sich vom Frankfurter Hauptbahnhof nach Alzenau kutschieren lassen. Auf dem Burgparkplatz angekommen, gab der unbekannte Fahrgast an, an einem dortigen Geldautomat zu wollen. Stattdessen suchte er schleunigst das Weite. Zunächst ging die Flucht über eine Treppe in Richtung Kahl und dann dem Ufer entlang in Richtung Innenstadt.

Auf seiner Flucht verlor der Unbekannte seinen linken, grau-silbernen, Turnschuh, Typ Torsion der Marke Adidas. Wie in Aschenputtels Märchen wird nun der passende Fuß zum Schuh gesucht. Für den Verlierer wird es allerdings, anders wie im Märchen, kein Happyend geben. Statt der Hand des Prinzen wartet auf den Mann der lange Arm der Justiz mit einer Strafanzeige. Hinweise bitte an die Alzenauer Polizei unter Tel. 06023/9440.

PP Unterfranken