Polizei-Berichte für MSP , Region Mainfranken , Unterfranken und Rhön , 09.06.2017

Über 100 Gramm Amphetamin und Drogengeld sichergestellt – ein Tatverdächtiger in Untersuchungshaft

Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg vom 09.06.2017

ASCHAFFENBURG. Nach Ermittlungen im Rauschgiftbereich konnte die Kriminalpolizei Aschaffenburg bereits am 31.05.17 zwei Tatverdächtige festnehmen, die im Verdacht standen mit Amphetamin und Kokain zu handeln. Bei den Tatverdächtigen konnten über 100 Gramm Amphetamin und ca. 10 Gramm Kokain sowie Drogengeld sichergestellt werden. Einer von ihnen befindet sich derzeit in Untersuchungshaft.

 

Anfang Mai diesen Jahres nahmen die Rauschgiftfahnder die Ermittlungen gegen einen 20- und einen 19-Jährigen aus Aschaffenburg auf. Hierbei erhärtete sich der Verdacht, dass der Jüngere ein Drogenversteck in der Wohnung seines Onkels in dessen Unkenntnis hatte. Als die beiden Tatverdächtigen diese Wohnung am 31.05.17 nachmittags aufsuchten, von der aus sie offensichtlich ihrem Handel nachgingen, konnten sie durch die Beamten vorläufig festgenommen werden. Im Rahmen der Festnahme stellten die Ermittler über 100 Gramm Amphetaminpulver, ca. 10 Gramm Kokain sowie eine Kleinmenge Haschisch sicher. Bei einer anschließenden richterlich angeordneten Durchsuchung der Wohnung wurden 1600 Euro Drogengeld aufgefunden, neben dem auch zwei Messer zugriffsbereit abgelegt waren.

Im weiteren Verlauf wurde der 19-Jährige nach der Durchführung polizeilicher Maßnahmen zwar entlassen, er muss sich dennoch seiner Verantwortung im Strafverfahren stellen. Letztlich kristallisierte sich der 20-Jährige als Haupttatverdächtiger und mutmaßlicher Drahtzieher des Rauschgifthandels heraus. Er wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Aschaffenburg vorgeführt, welcher gegen den Heranwachsenden die Untersuchungshaft anordnete. Die Kripo Aschaffenburg führt die weiteren Ermittlungen in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts des unerlaubten bewaffneten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge.

Im Weinberg von eigenem Pkw überrollt – 56-Jähriger stirbt

DETTELBACH, LKR. KITZINGEN. Nachdem ein 56-Jähriger am Freitagmorgen nicht von Arbeiten aus seinem Weinberg nach Hause zurückkehrte, suchte ein Bekannter auf Bitten der Ehefrau nach dem Mann. Er fand ihn regungslos unter seinem Pkw liegend auf einem Weinbergsweg. Die Rettungskräfte konnten nur noch den Tod des Mannes feststellen.

Am frühen Donnerstagabend verließ der Würzburger sein zu Hause um in seinem Weinberg zu arbeiten. In den frühen Morgenstunden des Freitags vermisste die Ehefrau ihren Mann und verständigte einen Bekannten. Dieser suchte den Vermissten in seinem Weinberg und fand ihn dort ohne Lebenszeichen unter seinem Pkw liegend vor.

Die verständigten Rettungskräfte der örtlichen Feuerwehren sowie des Rettungsdienstes konnten dem 56-Jährigen nicht mehr helfen. Der Notarzt stellte vor Ort den Tod des Mannes fest. Der Leichnam wurde geborgen und ein Sachverständiger hinzugezogen.

Nach derzeitigem Erkenntnisstand kann davon ausgegangen werden, dass der Würzburger seinen Pkw auf einem unbefestigten Weg im Weinberg abgestellt hatte und dieser aus bislang ungeklärter Ursache ins Rollen kam. Hierbei wurde der Gesuchte offenbar vom Fahrzeug erfasst und mit tödlichem Ausgang überrollt.

Die genaue Klärung des Unfallhergangs ist nun Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen, die von der Polizeiinspektion Kitzingen geführt werden. Bislang ergaben sich keine Hinweise auf Fremdverschulden.

Garagenbrand bei Motorradreparatur – Mann schwer verletzt – mehrere Fahrzeuge beschädigt – hoher Sachschaden

HAIBACH – OT GRÜNMORSBACH, LKR. ASCHAFFENBRUG. Am frühen Donnerstagabend kam es bei Reparaturarbeiten an einem Motorrad in einer Mietshausgarage zum Brand, bei dem sich der Bastler mittelschwere Hautverletzungen zuzog. Durch das Feuer wurden auch vier weitere Fahrzeuge in Mitleidenschaft gezogen. Die Feuerwehr konnte den Brand erfolgreich löschen.

Ein 51-jähriger Mann führte in der Garage eines Mehrfamilienhauses an seinem Motorrad Reparaturen durch, als im Rahmen dessen gegen 18.30 Uhr ein Feuer ausbrach. Der Mann wurde von den Flammen an Armen und Beinen verletzt, konnte sich jedoch selbst aus der Gemeinschaftsgarage retten. Er wurde zur ärztlichen Behandlung in ein Krankenhaus gebracht und aufgrund der schweren Brandverletzungen von dort aus mit einem Hubschrauber in eine Spezialklinik geflogen. Nach derzeitigen Erkenntnissen besteht keine Lebensgefahr.

Die Garage des Mietshauses brannte fast vollständig aus, zwei Krafträder und drei Pkw, die dort abgestellt waren, wurden ebenfalls Opfer der Flammen. Die örtlichen Feuerwehren konnten den Brand erfolgreich löschen und ein Übergreifen auf das darüber befindliche Wohnhaus verhindern.

Der geschätzte Gesamtsachschaden liegt im unteren sechsstelligen Bereich. Die genaue Brandursache ist nun Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen, die die Kripo Aschaffenburg wegen des Verdachts der fahrlässigen Brandstiftung aufgenommen hat.

Vorsicht Enkeltrick! Aktuell Anrufe in Unterfranken

UNTERFRANKEN. Aktuell sind in Unterfranken wieder Enkeltrickbetrüger aktiv. Die Anrufer geben sich bei Seniorinnen und Senioren als Angehörige bzw. Bekannte aus und fordern hohe Geldbeträge, zum Beispiel für bevorstehende Wohnungskäufe. Es ist mit weiteren Anrufen zu rechnen. Informieren Sie bitte Ihre Angehörigen!

Seit dem Vormittag gehen bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken Mitteilungen über Enkeltrick-Versuche in Würzburg und im Landkreis Kitzingen ein. Aktuell dürften die Betrüger auch weiterhin versuchen, mit der dreisten Masche Seniorinnen und Senioren um ihr Erspartes zu bringen.

Das Polizeipräsidium Unterfranken rät:

  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht eindeutig erkennen.
  • Fragen Sie den Anrufer nach persönlichen oder familiären Einzelheiten, die er wissen sollte.
  • Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis.
  • Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald ihr Gesprächspartner Geld fordert.
  • Halten Sie nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen bei Familienangehörigen Rücksprache.
  • Lassen Sie keine fremden Personen in ihre Wohnung.
  • Übergeben Sie niemals Geld oder andere Wertgegenstände an unbekannte Personen.
  • Informieren Sie unter der Notrufnummer 110 sofort die Polizei, wenn Ihnen eine Kontaktaufnahme verdächtig vorkommt.

Brennender Lkw auf der A3 – Einstündige Vollsperrung Richtung Frankfurt

RANDERSACKER, LKR. WÜRZBURG. Vermutlich aufgrund eines technischen Defekts hat am Freitagmorgen ein Getränke-Transporter auf der A3 Feuer gefangen. Der Fahrer konnte noch rechtzeitig anhalten und sich ins Freie retten. In Richtung Frankfurt war die Autobahn etwa eine Stunde lang komplett gesperrt. Aktuell wird der Verkehr einspurig an der Brandstelle vorbeigeleitet (Stand 09.45 Uhr).

 

Gegen 08.30 Uhr war der Getränke-Lieferant aus Schweinfurt im Baustellenbereich an der Anschlussstelle Randersacker in Richtung Frankfurt unterwegs. Aus einem vorbeifahrenden Fahrzeug heraus wurde der Fahrer des 7,5-Tonners darauf aufmerksam gemacht, dass an seinem Fahrzeug etwas nicht stimmt. Kurz darauf stellte er fest, dass unterhalb des Führerhauses ein Feuer ausgebrochen war.

Der 54-Jährige konnte gerade noch rechtzeitig auf der rechten Fahrspur anhalten und sich ins Freie retten. Er blieb unverletzt. Die Berufsfeuerwehr Würzburg und die Freiwillige Feuerwehr Randersacker waren rasch vor Ort und hatten den Brand im vorderen Bereich des mit Leergut beladenen Lastwagens schnell abgelöscht. Der Sachschaden an Lkw dürfte im fünfstelligen Bereich liegen.

Für die erforderlichen Bergungs- und Aufräumarbeiten war die Autobahn in Richtung Frankfurt bis etwa 09.30 Uhr komplett gesperrt.

Schwerer Verkehrsunfall auf der A3 – Zwei Schwerverletzte – Stundenlange Vollsperrung

MARKTHEIDENFELD, LKR. MAIN-SPESSART. Am späten Donnerstagabend ist es auf der A3, im eingeengten Baustellenbereich bei Marktheidenfeld (sechsspuriger Ausbau), zu einem schweren Verkehrsunfall mit vier beteiligten Fahrzeugen gekommen. Zwei Personen wurden schwer verletzt. Die Autobahn war in beide Richtungen bis in die Morgenstunden gesperrt. Die Unfallaufnahme erfolgte durch die Verkehrspolizeiinspektion Aschaffenburg-Hösbach.

Unfallstelle
Foto: Polizei

Gegen 22.00 Uhr hat sich der folgenschwere Verkehrsunfall zwischen den Anschlussstellen Rohrbrunn und Marktheidenfeld ereignet. Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen war eine 41-Jährige aus dem Main-Taunus-Kreis mit einem Klein-Lkw in Richtung Frankfurt unterwegs. Als der Verkehr auf dem rechten Fahrstreifen stockte, wich die Lkw-Fahrerin nach links aus. Dabei verlor sie offenbar die Kontrolle über ihr Fahrzeug, streifte das Heck eines vor ihr fahrenden Fords und durchbrach anschließend die Mittelleitplanke. Auf der Gegenfahrbahn kam es dann zum Zusammenstoß mit einem Seat, der auf der linken Spur in Richtung Nürnberg unterwegs war. Dann wurde der Klein-Lastwagen noch von einem entgegenkommenden Lkw frontal erfasst und etwa 100 Meter weit mitgeschleift.

Am Steuer des beteiligten Seat saß ein 30-Jähriger aus dem Landkreis Eichstätt. Sowohl er als auch die 41-jährige Lkw-Fahrerin wurden in ihren Fahrzeugen eingeklemmt. Beide wurden von der Feuerwehr aus den Wracks befreit und kamen nach einer Erstversorgung durch den Rettungsdienst schwer verletzt mit Rettungshubschraubern in Krankenhäuser. Die Fahrer der anderen beiden beteiligten Fahrzeuge kamen offenbar mit dem Schrecken davon. Die Gesamtschadenshöhe dürfte sich auf mehrere zehntausend Euro belaufen.

In den folgenden Stunden nach dem Verkehrsunfall waren umfangreiche Bergungs- und Aufräumarbeiten notwendig. Die Autobahn war bis etwa 05.45 Uhr in beide Richtungen komplett gesperrt. Es bildeten sich kilometerlange Rückstaus.

Die Unfallaufnahme erfolgte durch die Verkehrspolizeiinspektion Aschaffenburg-Hösbach. Um den Unfallhergang exakt rekonstruieren zu können, wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft auch ein Sachverständiger eingeschaltet. Im Einsatz befanden sich neben Polizei und Rettungsdienst auch die Autobahnmeisterei sowie ein Großaufgebot der örtlichen Feuerwehren.

PP Unterfranken