Polizei-Berichte für MSP , Region Mainfranken , Unterfranken und Rhön , 13.06.2017

Radlader erfasst beim Linksabbiegen Fahrradfahrerin – 76-Jährige verstorben

POPPENHAUSEN OT MAIBACH, LKR. SCHWEINFURT. Bei einem Verkehrsunfall ist am Dienstagnachmittag eine 76-jährige Schweinfurterin verstorben. Sie wurde dem Sachstand nach von einem abbiegenden Radlader erfasst. Die Ermittlungen hinsichtlich des exakten Unfallhergangs werden von der Polizeiinspektion Schweinfurt geführt.

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Gegen 15.45 Uhr hat sich der Verkehrsunfall in Maibach ereignet. Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen war ein 47-jähriger Landkreisbewohner mit einem Radlader im Niederwerrner Weg unterwegs. Er kam aus Richtung B286 und wollte nach links auf einen land- und forstwirtschaftlichen Weg in Richtung Poppenhausen abbiegen. Dabei erkannte er offenbar zwei entgegenkommende Fahrradfahrer zu spät.

Während ein 80-Jähriger gerade noch rechtzeitig von seinem Fahrrad abspringen konnte, wurde seine Lebensgefährtin von dem abbiegenden Radlader erfasst. Sie erlitt so schwere Verletzungen, dass sie noch an der Unfallstelle verstarb. Der eintreffende Notarzt konnte nur noch den Tod der 76-Jährigen feststellen.

Die Unfallaufnahme erfolgte durch die Polizeiinspektion Schweinfurt. Um den Unfallhergang exakt rekonstruieren zu können, wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft auch ein Sachverständiger eingeschaltet.

Neben den Polizeibeamten waren auch zwei Notfallseelsorger sowie die Freiwilligen Feuerwehren Maibach und Poppenhausen im Einsatz. Der Rettungsdienst war unter anderem auch mit einem Rettungshubschrauber an der Unfallstelle.

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Gefahrguttransporter rast nachts über Autobahn – Bußgeld in vierstelliger Höhe

WIESENTHEID, LKR. KITZINGEN. In der Nacht zum Freitag haben Beamte der Gefahrgutkontrollgruppe auf der A 3 einen 40-Tonner vorübergehend aus dem Verkehr gezogen. Der Fahrer war so schnell unterwegs gewesen, dass ihm ein Bußgeld in vierstelliger Höhe auferlegt wurde.

 

Gegen 02:00 Uhr kontrollierten die Spezialisten der Autobahnpolizei einen Sattelzug mit türkischer Zulassung. Unter anderer nicht gefährlicher Fracht hatte der 40-jährige Fahrer auch etwas über 4 Tonnen ätzende und umweltgefährdende Stoffe geladen, die von England in die Türkei gebracht werden sollten.

Als sich die Beamten die technischen Aufzeichnen ansahen, staunten sie nicht schlecht: Ständig war der Fahrer viel zu schnell gefahren. Mehrmals war die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h erheblich – zwischen 19 und 47 km/h – überschritten worden. Einmal hatte das Kontrollgerät sogar 137 km/h aufgezeichnet. Außerdem stellten sie fest, dass die ungefährliche Ladung nicht ausreichend gesichert war.

Die Kontrolleure berechneten ein Gesamtbußgeld von rund 1.700 Euro. Da der Mann keinen ständigen Wohnsitz in Deutschland hat, musste er eine Sicherheitsleistung hinterlegen. Zudem erhält er zwei Punkte in der Flensburger Verkehrssünderkartei und muss zusätzlich mit einem zweimonatigen Fahrverbot rechnen.

Alte Bekanntschaft und Notlage vorgetäuscht – Rentner um 2.000 Euro betrogen

SCHWEINFURT. Am Montagmittag erschlich sich ein bislang unbekannter Täter mit vermeintlichen Geschenken das Vertrauen eines Rentners. Dann wurde eine finanzielle Notlage vorgetäuscht und Bargeld als Leihgabe erbeten. Nachdem der 85-Jährige dann Geld übergab, suchte der Täter zügig das Weite.

Gegen 11:00 Uhr sprach der Täter den Rentner in der Zehntstraße an und umarmte ihn gleich. Er gab vor, ein Bekannter eines ehemaligen Arbeitskollegen des Rentners zu sein und erlangte so dessen Vertrauen. Die beiden Männer suchten zusammen die Wohnung des Rentners auf, wo der Täter dann vier minderwertige Lederjackenimitate verschenkte, die er als Echtlederware ausgab. Hiernach behauptete er, in einer finanziellen Notlage zu sein und noch das vor der Wohnung stehende Leihauto bezahlen zu müssen. Die Männer fuhren dann gegen 14:30 Uhr mit dem Leihauto des Täters zu einem Bankinstitut in der Luitpoldstraße. Dort übergab der Rentner dem mutmaßlichen Betrüger 2.000 Euro, der sich sofort mit seinem Pkw aus dem Staub machte und den 85-Jährigen stehen ließ.

Die Kriminalpolizei Schweinfurt hat nun die Ermittlungen aufgenommen und sucht nach dem Täter sowie seinem Fahrzeug. Hierzu liegt folgende Personenbeschreibung vor:

  • 25 bis 40 Jahre alt
  • ca. 175 cm groß
  • hatte dunkles volles Haar
  • war Anzugträger

Unterwegs war er mit einem dunkelgrauen Pkw Audi A4 (Baureihe ab 2009, in Facelift-Version).

Wer Beobachtungen in diesem Zusammenhang gemacht hat oder sonst sachdienliche Hinweise geben kann, wird gebeten, sich unter Tel. 09721/202-1731 zu melden.

 

Unbekannter Täter hängt Flagge an Kirche – Kripo ermittelt

HAßFURT, LKR. HAßBERGE. Am Montagmorgen wurde am Eingang der evangelisch-lutherischen Kirche eine Fahne entdeckt, die der des Islamischen Staates nachempfunden war. Die Flagge wurde sichergestellt und die Kripo Schweinfurt hat die Ermittlungen aufgenommen.

 

Gegen 06:30 Uhr fiel einem Verkehrsteilnehmer die ca. 60 x 120 cm große Flagge auf, die mit Kabelbindern am Türgriff der Haupteingangstür der evangelisch-lutherischen Kirche am Heideloffplatz befestigt war. Der Mann wählte hieraufhin den Notruf der Polizei und Beamte der Polizeiinspektion Haßfurt stellten die selbst hergestellte Fahne sicher. Die Fahne wurde offensichtlich der Flagge des Islamischen Staates nachempfunden.

Die weiteren Ermittlungen wegen des Verdachts eines Vergehens nach dem Vereinsgesetz führt die Kripo Schweinfurt. Wer Beobachtungen in diesem Zusammenhang gemacht hat oder sonst sachdienliche Hinweise geben kann, wird gebeten, sich unter Tel. 09721/202-1731 zu melden.

 

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Verdacht der Volksverhetzung – Onlineportal stillgelegt – rechtsextremistische Bilder und Musik im Internet verbreitet

Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg vom 13.06.2017

MILTENBERG. Die Aschaffenburger Kripo hat ein Onlineportal zum Herunterladen von rechtsextremistischer Musik und Fotos stillgelegt. Den Ermittlungen der Beamten und der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg zufolge hatte ein 38-Jähriger seit Mitte 2013 tausende von Dateien über das Internet vertrieben. Strafrechtlich laufen die Ermittlungen wegen des Verdachts der Volksverhetzung.

 

Portal
Symbolbild

Aufgrund eines anderweitigen bundesweiten Ermittlungsverfahrens waren die Beamten auf die Spur des 38-Jährigen gekommen, der im Raum Miltenberg wohnhaft ist. Nachdem sich der Tatverdacht zunehmend erhärtet hatte, wurde auf Antrag der Aschaffenburger Staatsanwaltschaft bereits Anfang November 2016 ein richterlicher Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung des Mannes erlassen. Mit diesem ausgestattet standen Ermittler der Aschaffenburger Kripo kurze Zeit später vor dessen Haustüre. In der Wohnung des 38-Jährigen fanden die Beamten zwei Laptops, einen PC, ein Tablett und diverse Speichermedien, die allesamt sichergestellt wurden.

Im Zuge akribischer computerforensischer Untersuchungen und zeitaufwändiger Auswertungen konnten nicht nur rechtsextremistische und gewaltdarstellende Dateien gesichert werden. Vielmehr gelang es auch, den Verdacht gegen den 38-Jährigen, als Administrator das Portal verantwortlich betrieben zu haben, zu erhärten. Die Seite ist seitdem stillgelegt. Die abschließenden Ermittlungen der Kripo Aschaffenburg dauern in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg noch an.

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Einbruch in Kfz-Werkstatt – unbekannter Täter stiehlt Bargeld

BERGRHEINFELD, LKR. SCHWEINFURT. Von Samstag auf Sonntag wurde in eine Kfz-Werkstatt eingebrochen und dort ein geringer Bargeldbetrag entwendet. Vom Täter fehlt bislang jede Spur.

 

Nach derzeitigen Erkenntnissen verschaffte sich der Täter in der Zeit von Samstag, 18:30 Uhr bis Sonntag, 13:00 Uhr über eine aufgehebelte Tür Zutritt in die Kfz-Werkstatt in der Goethestraße. Der Täter durchsuchte neben dem Büro auch alle anderen Räume der Werkstatt und erbeutete einen geringen Bargeldbetrag. Der geschätzte Sachschaden liegt bei mehreren hundert Euro.

Die Kripo Schweinfurt hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet jetzt um sachdienliche Hinweise in dem Fall. Wer zu verdächtigen Fahrzeugen oder Personen Beobachtungen gemacht hat, wird gebeten, sich unter Tel. 09721/202-1731 zu melden.

 

Frontalzusammenstoß mit Lkw – Motorradfahrer bei Verkehrsunfall verstorben

MELLRICHSTADT, LKR. RHÖN-GRABFELD. Bei einem schweren Verkehrsunfall ist am Montagabend ein 19-jähriger Motoradfahrer verstorben. Er war mit seiner Yamaha offenbar in den Gegenverkehr geraten und frontal mit einem Lkw kollidiert. Die Unfallaufnahme erfolgte durch die Polizeiinspektion Mellrichstadt.

 

Gegen 18.30 Uhr hat sich der Verkehrsunfall auf der Staatsstraße zwischen Eußenhausen und Henneberg ereignet. In diesem Bereich verläuft die Staatsstraße in Richtung Thüringen zweispurig. Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen fuhr der 19-Jährige aus dem Landkreis Rhön-Grabfeld auf der linken Fahrspur in Richtung Henneberg, um einen rechts fahrenden Pkw zu überholen. Als plötzlich ein Lkw entgegenkam, verlor der Motorradfahrer offenbar die Kontrolle über sein Fahrzeug. Er geriet weiter nach links in den Gegenverkehr. Dort prallte er frontal gegen den entgegenkommenden Lkw.

Der 19-Jährige erlitt bei dem Verkehrsunfall so schwere Verletzungen, dass er noch an der Unfallstelle verstarb. Der 60-jährige Lkw-Fahrer, der aus Sachsen-Anhalt stammt, blieb unverletzt.

Beamte der Polizeiinspektion Mellrichstadt haben den Verkehrsunfall aufgenommen. Um den Unfallhergang exakt rekonstruieren zu können, wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft auch ein Sachverständiger eingeschaltet. Neben Polizei und Rettungsdienst befanden sich auch Notfallseelsorger und die Freiwillige Feuerwehr Eußenhausen im Einsatz.

Bis zum Abschluss der Unfallaufnahme und der erforderlichen Bergungsmaßnahmen bleibt die Staatsstraße zwischen Eußenhausen und Henneberg komplett gesperrt. Der Verkehr wird von den Einsatzkräften vor Ort umgeleitet. Auch die Thüringer Polizei ist unterstützenderweise in den Einsatz mit eingebunden.

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PP Unterfranken