Polizei-Berichte für MSP , Region Mainfranken , Unterfranken und Rhön , 16.06.2017

Auseinandersetzung in Asylbewerberunterkunft – Ermittlungen wegen wechselseitigen Körperverletzungsdelikten

SCHWEINFURT. In der Nacht zum Freitag ist es in einer Schweinfurter Asylbewerberunterkunft offenbar zu einer größeren Auseinandersetzung zwischen Bewohnern gekommen. Unter anderem soll ein 19-Jähriger von sieben jungen Männern angegriffen und geschlagen worden sein. Die Polizeiinspektion Schweinfurt ermittelt nun unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung.

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Dem Sachstand nach waren ein 16- und ein 19-jähriger Bewohner in der Unterkunft im Kasernenweg in Streit geraten. Nach einer zunächst verbalen Auseinandersetzung soll der Jüngere gemeinsam mit sechs Freunden, die ebenfalls im Kasernenweg untergebracht sind, auf den 19-Jährigen losgegangen sein. Dieser schilderte, von den sieben Mitbewohnern festgehalten und geschlagen worden zu sein. Er wurde leicht im Gesicht verletzt und musste vom Rettungsdienst behandelt und vorsorglich zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden.

Da auch der 19-Jährige seinen drei Jahre jüngeren Kontrahenten mit einem Kopfstoß im Gesicht verletzt haben soll, wird auch gegen ihn wegen Körperverletzung ermittelt. Die Ermittlungen hinsichtlich der exakten Tatabläufe sowie der Hintergründe, die zu der Auseinandersetzung geführt haben, dauern noch an.

Passanten belästigt und Widerstand geleistet – Ermittlungen gegen 20-Jährigen

SCHWEINFURT. Ein Zeuge hat am Donnerstagabend die Schweinfurter Polizei gerufen, weil ein 20-Jähriger vor einem Döner-Laden herumgeschrien und Passanten belästigt haben soll. Da sich der Mann auch von der eintreffenden Streifenbesatzung nicht beruhigen ließ, nahmen ihn die Beamten in Gewahrsam. Dabei leistete der Mann Widerstand und versuchte auch, die Polizisten zu schlagen.

Gegen 17.00 Uhr war die Mitteilung bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken eingegangen. Die Beamten der Polizeiinspektion Schweinfurt konnten den 20-jährigen Syrer in der Wolfsgasse ausfindig machen. Noch während der Personalienfeststellung zog der Mann sein T-Shirt aus, lief in Richtung Roßmarkt und schrie herum. Im Zuge der Sachverhaltsaufnahme ergaben sich Hinweise darauf, dass der 20-Jährige möglicherweise unter dem Einfluss von Drogen stand. Da er sich von den Beamten nicht beruhigen ließ, wurde er in Gewahrsam genommen.

Bei der Gewahrsamnahme leistete der 20-Jährige erheblichen Widerstand gegen die eingesetzten Polizisten. Er versuchte unter anderem, die Beamten zu schlagen und beleidigte eine Beamtin. In der Arrestzelle im Dienstgebäude trat der Tatverdächtige dann noch gegen die Toilettenschüssel und urinierte zu allem Überfluss noch auf den Zellenboden.

Aufgrund der Erkenntnis hinsichtlich des möglichen Drogenkonsums musste der 20-Jährige noch eine Blutentnahme über sich ergehen lassen. Gegen ihn wird nun wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, versuchter Körperverletzung und Beleidigung ermittelt.

Sattelanhänger mit Möbelteilen entwendet – Schaden im hohen fünfstelligen Eurobereich – Polizei sucht Zeugen

SCHONDRA OT SCHILDECK, LKR. BAD KISSINGEN. Bei einem Diebstahl eines Sattelanhängers mit mehreren Möbelteilen entstand hoher Beuteschaden. Unbekannte hatten den Anhänger mit der wertvollen Ladung über das vergangene Wochenende gestohlen. Inzwischen führt die Kriminalpolizei in Schweinfurt die weiteren Ermittlungen.

Nach derzeitigem Ermittlungstand muss sich der Diebstahl in der Zeit von Freitag, 16:30 Uhr, bis Montag, 07:00 Uhr, ereignet haben. Der Anhänger der Marke Schmitz Cargobull mit dem amtlichen Kennzeichen HN-MX 774 war auf einem Firmengelände Im Baumgarten abgestellt worden. Von dort entwendeten die Täter den mit mehreren Möbelteilen beladenen Sattelanhänger, bevor sie unerkannt entkamen. Der Gesamtbeuteschaden des Sattelaufliegers mit geladenem Mobiliar dürfte sich nach ersten Schätzungen auf einen hohen fünfstelligen Betrag belaufen. Nach anfänglichen Ermittlungen der Polizeiinspektion Bad Brückenau übernimmt die Kriminalpolizeiinspektion Schweinfurt die weitere Sachbearbeitung.

Die Ermittler erhoffen sich nun weitere Hinweise aus der Bevölkerung, die zur Aufklärung der Tat beitragen können:

  • Wer hat in der Zeit von Freitag, 16:30 Uhr, bis Montag, 07:00 Uhr, Verdächtiges Im Baumgarten im Schondraer Ortsteil Schildeck beobachtet?
  • Wer kann sonst sachdienliche Angaben machen, die zur Aufklärung beitragen können?

Mögliche Zeugen werden dringend gebeten, sich bei der Kripo Schweinfurt unter Tel. 09721 / 202-1731 zu melden.

 

Brand in Wohnhaus verursacht Sachschaden im fünfstelligen Eurobereich

WÖRTH A. MAIN, LKR. MILTENBERG. Bei einem Zimmerbrand in einem Wohnhaus in der Beethovenstraße am vergangenen Donnerstag um die Mittagszeit entstand hoher Sachschaden. Es wurde niemand verletzt. Inzwischen führt die Kriminalpolizei in Aschaffenburg die Ermittlungen zur Brandursache.

 

Der Brand wurde gegen 12:00 Uhr mitgeteilt. Bei Eintreffen der sofort alarmierten Einsatzkräfte schlug dichter Rauch aus einem Dachfenster. Verletzt wurde bei dem Brand im Obergeschoss glücklicherweise niemand. Das Feuer muss ausgebrochen sein, als die Wohnungsinhaber außer Haus waren. Ein aufmerksamer Nachbar, der den Brand mitbekommen hatte, versuchte noch zu löschen. Jedoch musste er seine tatkräftigen Löschversuche aufgrund des dichten Rauchs abbrechen, um sich nicht selbst in Gefahr zu bringen.

Die Feuerwehr brachte das Feuer unter Kontrolle und löschte den Brand. Nachdem mehrere Streifen der Obernburger Polizei erste Maßnahmen vor Ort trafen, übernahm die Kriminalpolizei Aschaffenburg die weiteren Ermittlungen. Der Spurenlage nach brach das Feuer in einem Zimmer im Obergeschoss aus. Dieses brannte vollständig aus. Nach derzeitigem Sachstand dürfte ein technischer Defekt eines elektronischen Geräts in dem Zimmer den Brand ausgelöst haben. Das schnelle Eingreifen der Feuerwehr verhinderte Schlimmeres. Ob weitere Zimmer durch den Brand beschädigt wurden, steht noch nicht fest. Der durch den Brand entstandene Sachschaden dürfte sich nach ersten Schätzungen auf mehreren zehntausend Euro belaufen.

Sicher Einkaufen im Netz – Vorsicht vor Fake-Shops!

UNTERFRANKEN. Immer wieder melden sich Bürgerinnen und Bürgern bei der Polizei, nachdem sie beim Einkaufen im Internet auf einen Fake-Shop hereingefallen sind. Ob Schuhe, Waschmaschine oder Fernseher – auf der Jagd nach einem Schnäppchen lauern auch Betrüger. Ware gibt es dann keine und auch das bezahlte Geld ist in der Regel verloren.

Bei sogenannten „Fake-Shops“ handelt es sich um gefälschte Homepages von Firmen oder Verkaufsportalen im Internet. Die Betrüger kopieren gerne Bilder von Waren echter Anbieter, deren Impressum oder die AGBs, und stellen (kurzzeitig) ihr gefälschtes Portal online. Dort werben sie dann in der Regel mit Niedrigpreisen, um ihre Opfer anzulocken.

Wie die folgenden Beispiele aus dem Regierungsbezirk zeigen, geht es nicht nur um hochwertige Elektrogeräte, sondern auch um Mode oder Werkzeuge:

In der Region Main-Rhön bestellte ein Rentner aus Zeil a.Main Ende März 2017 einen Hochdruckreiniger über die Homepage einer Firma im Internet. Nachdem er den Kaufpreis in Höhe von 156 Euro überwiesen, die Ware aber längere Zeit nicht geliefert bekommen hatte, wendete er sich an die Polizei. Schließlich stellte sich heraus, dass er auf einen Fake-Shop hereingefallen war.

Ähnlich erging es einem Kitzinger in der Region Mainfranken, der Anfang Januar ein iPad in Höhe von 364 Euro im Netz erworben hatte. Auch er hatte die Ware nicht zugesandt bekommen. Alle sich anschließenden Versuche mit dem Verkäufer Kontakt aufzunehmen waren gescheitert, die Internetseite schon wieder gelöscht.

Am Untermain erwarb Ende Mai eine Goldbacherin Sommerschuhe im Wert von gut 100 Euro bei einem Online-Shop. Nach ihrer Kreditkartenzahlung stellte sie fest, dass der Anbieter das Portal gelöscht hatte. Die Ware kam nicht. In Großostheim erwarb ein Rentner Anfang April einen Laptop für gut 400 Euro im Internet und fiel auf die Betrüger herein. Anfang März und Mai ging es bei einem anderen Portal um einen Rasenmäher und eine Waschmaschine.

Tipps gegen Betrug beim Online-Kauf:

  • Keine Spontankäufe bei auffallend niedrigen Preisen! Vergleichen Sie die Angebote vorher im Netz oder beim Händler vor Ort!
  • Geben Sie den Namen des Anbieters in eine Suchmaschine ein! So erfahren Sie am schnellsten, ob bereits andere schlechte Erfahrungen gemacht haben.
  • Eine zweite Möglichkeit ist, die Adresse des Anbieters in eine Suchmaschine einzugeben. Dabei kann sich herausstellen, dass es diese tatsächlich nicht gibt oder in einem Privathaus ist. Dies sollte misstrauisch machen.
  • Wählen Sie sichere Zahlungswege: Der Kauf auf Rechnung kann vor Betrug durch Fake-Shops schützen. Vorsicht ist auch bei Western Union, Ukash oder paysafe geboten. Im Zusammenhang mit PayPal sollte man bei Fremden nie auf die Zahlungsvariante „Freunde an Freunde“ eingehen.
  • Überprüfen Sie das Impressum – falls es überhaupt eines gibt!
  • Seien Sie misstrauisch, wenn der Verkäufer ausschließlich per E-Mail mit Ihnen kommunizieren kann oder will!
  • Im Zweifel kein Einkauf: Wenn Sie sich unsicher sind, kaufen Sie nicht, sondern beim Händler Ihres Vertrauens.

Was tun, wenn man Opfer geworden ist?

  • Sollten Sie bereits Geld für Ihren Kauf überwiesen haben, informieren Sie sich umgehend bei Ihrer Bank, ob Sie die Zahlung rückgängig machen können.
  • Sichern Sie alle Beweise für Ihren Online-Kauf: Ob Kaufvertrag, Bestellbestätigung oder E-Mails, bewahren Sie alle Belege für Ihren Kauf auf. Drucken Sie diese aus.
  • Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei: Mit den gesicherten Unterlagen sollten Sie sich möglichst sofort an die Polizei wenden und Strafanzeige erstatten. Auch wenn die strafrechtliche Verfolgung von Tätern schwierig ist, weil diese oftmals aus dem Ausland agieren, sollten Sie sich nicht von einer Anzeige abbringen lassen.

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