Polizei-Berichte für MSP , Region Mainfranken , Unterfranken und Rhön , 23.06.2017

Trickbetrüger täuscht Seniorin am Telefon

HÖCHBERG, LKR. WÜRZBURG. Ein Anrufer versprach einer Dame am Dienstagvormittag am Telefon einen Lottogewinn. Vorab sollte die Frau eine Gebühr mit Hilfe von Guthabenkarten eines Internetdienstanbieters zahlen. Die Kriminalpolizei Würzburg ermittelt und warnt erneut vor Betrügern am Telefon.

 

Gegen 10:00 Uhr erhielt die Seniorin den Anruf des Betrügers, der ihr einen Gewinn in Höhe von fast 30.000 Euro in Aussicht stellte. Das Geld sollte angeblich mit einem Geldtransportfahrzeug zu ihr gebracht werden. Dem Transportfahrer sollte die Dame dann eine Gebühr in Höhe von 1.000 Euro bezahlen und im Gegenzug ihren Gewinn erhalten. Diese Gebühr sollte in Form von Guthabenkarten eines Internetshops übergeben werden. Die Dame schenkte dem Anrufer Glauben und erwarb in einem Geschäft in der Nähe die entsprechenden Karten. Kurz darauf meldete sich der Anrufer erneut und bat zur Prüfung vorab um die Nummern der Gutscheine. Die Seniorin nannte ihm die gewünschten Nummern. Da sie im weiteren Verlauf nichts mehr von dem Anrufer hörte und dieser auch auf Rückrufe nicht reagierte, schöpfte sie Verdacht und verständigte die Polizei.

Die Kriminalpolizei Würzburg ermittelt nun gegen den unbekannten Täter und warnt zugleich vor dieser Masche des Betruges am Telefon. Die Verwendung der Gutscheincodes im Internet funktioniert ohne weitere Sicherheitsprüfungen. Die Eingabe der Nummern reicht aus, um die Guthabenkarte einlösen zu können. Die Gutscheine können auch nicht gesperrt oder das Guthaben zurückgebucht werden. Der Seniorin in Höchberg entstand so ein finanzieller Schaden in Höhe von 1.000 Euro.

Dieser und weitere Fälle in der Vergangenheit zeigen, dass Betrüger nach wie vor versuchen, mit Hilfe von Telefonanrufen Bargeld zu erbeuten. Gehen Sie keinesfalls auf derartige, telefonischen Forderungen ein und beenden Sie das Gespräch. Geben Sie keine vertraulichen Daten, Kontonummern oder Adressen am Telefon preis. Übergeben Sie niemals Bargeld oder Wertgegenstände an Unbekannte. Notieren sie sich die übertragene Telefonnummer des Anrufers und wenden Sie sich an die Polizei.

Lkw-Fahrer fährt auf Stauende auf – Autobahn während Rettungseinsatz komplett gesperrt

RÜDENHAUSEN, LKR. KITZINGEN. Am Donnerstagmorgen ist ein Lkw-Fahrer auf der A 3 an der Anschlussstelle Wiesentheid auf das Ende eines Staus in Fahrtrichtung Nürnberg aufgefahren. Er wurde dabei verletzt. Den Sachschaden schätzt die Autobahnpolizei auf etwa 80.000 Euro.

Unfall
Foto: Polizei

Gegen 07:25 Uhr war ein 26-jähriger Kraftfahrer aus Hessen auf der A 3 in Richtung Nürnberg unterwegs. Wegen eines Staus bremste der 65 Jahre alter Fahrer eines Sattelzuges vor ihm bis zum Stillstand ab. Dies erkannte der junge Mann, der später einräumte, eingeschlafen gewesen zu sein, zu spät. Er versuchte noch nach rechts auszuweichen, konnte einen Aufprall aber nicht mehr verhindern. Das Führerhaus seines Lkw prallte gegen die Kante des Aufliegers. Die Fahrerkabine wurde dabei erheblich demoliert. An dem stehenden Sattelzug riss die Seite des Aufliegers auf. Der auffahrende Lastzug wurde weiter nach rechts abgelenkt und kam erst mehrere Meter weiter zum Stehen.

Der 26-Jährige Fahrer wurde zunächst in seinem Führerhaus eingeklemmt, konnte sich aber selbst befreien. Der andere Lkw-Fahrer blieb unverletzt. Beide Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden.

Zur Erstversorgung des Verletzten war der Notarzt mit dem Helikopter zur Unfallstelle gebracht worden und auf der Fahrbahn gelandet. Während seines Einsatzes sperrte die Autobahnpolizei kurzzeitig die Fahrbahn in Richtung Nürnberg komplett. Danach leiteten die Polizisten den Verkehr links an der Unfallstelle vorbei. Zum Glück wurde der Mann nicht schwer verletzt. Sanitäter brachten ihn dann mit einem Rettungswagen in eine Klinik.

Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren aus Wiesentheid und Stadtschwarzach, sowie Mitarbeiter der Autobahnmeisterei Geiselwind unterstützten die Beamten bei der Absicherung der Unfallstelle. Die Bergungs- und Reinigungsarbeiten dauerten mehrere Stunden. Der Verkehr staute sich – ca. 20 Kilometer – bis zum Biebelrieder Kreuz zurück.

Fahrzeugbrand in Breitendiel führt zu hohem Sachschaden

MILTENBERG, OT BREITENDIEL. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag brannte im Miltenberger Ortsteil Breitendiel ein Pkw. Die Feuerwehr löschte das Feuer, die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Ursache aufgenommen.

Gegen 01:20 Uhr wurde der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken der Brand eines Opels in der Straße Am Felsenkeller gemeldet. Die Feuerwehr Breitendiel rückte aus und löschte die Flammen. Dennoch entstand Totalschaden an dem Fahrzeug in Höhe von über zehntausend Euro.

Die Kriminalpolizei Aschaffenburg hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen und kann derzeit auch Brandstiftung nicht ausschließen. Zeugen, die zwischen 01:00 Uhr und 01:30 Uhr verdächtige Wahrnehmungen in der Nähe des Brandortes gemacht haben oder Personen und Fahrzeuge in diesem Bereich gesehen haben, werden gebeten, sich unter Tel. 06021-857-1732 zu melden.

 

PP Unterfranken