Polizei-Berichte für MSP , Region Mainfranken , Unterfranken und Rhön , 26.06.2017

Unfall auf dem Main – 23-Jähriger von Motorboot überfahren

MARKTBREIT, LKR. KITZINGEN. Bei einem Unfall auf dem Main ist am Sonntagnachmittag ein 23-Jähriger schwer verletzt worden. Er wurde von einem Motorboot auf einem Reifen gezogen, als ihn ein weiteres Sportboot erfasste. Mit einem Rettungshubschrauber kam der junge Mann in eine Klinik. Die Unfallermittlungen führt die Wasserschutzpolizei Würzburg.

 

Nach ersten Erkenntnissen zum Unfallhergang war es kurz vor 14.30 Uhr, als der 23-Jährige aus dem Landkreis Heidenheim von einem 48-jährigen Bootsführer auf der Wasserskistrecke gezogen wurde. Aus bislang unklaren Gründen überfuhr ein sich von hinten näherndes Motorboot in der Folge den auf dem Reifen liegenden jungen Mann.

Der 23-Jährige erlitt dem Sachstand nach vor allem schwere Beinverletzungen. Mehrere Zeugen konnten ihn an Land bringen und Erste Hilfe leisten bis der Rettungsdienst samt Notarzt eingetroffen war. Ein Hubschrauber brachte den 23-Jährigen schließlich in eine Klinik. Alle anderen Beteiligten und Zeugen standen unter Schock und wurden neben dem Rettungsdienst auch von einem Kriseninterventionsteam betreut.

Die Wasserschutzpolizei übernahm die Unfallermittlungen. Im Zuge dessen wurde neben dem Reifen und weiterer Ausrüstung auch das Boot des mutmaßlichen Unfallverursachers sichergestellt. Alkohol war nicht im Spiel. Die Ermittlungen gegen den 45-Jährigen laufen u.a. wegen des Verdachts der Fahrlässigen Körperverletzung. Auch das zuständige Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt wurde informiert.

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Einbruch in Lagerräume – Kripo ermittelt

GEMÜNDEN, LKR. MAIN-SPESSART. Unbekannte Täter drangen in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag in die Lagerhalle einer Firma in der Gemündener Keßlerstraße ein. Sie entwendeten Kfz-Teile. Die Kriminalpolizei ermittelt und sucht nach Zeugen.

 

Zwischen Mittwoch, 23:00 Uhr, und Donnerstag, 00:50 Uhr, gelangten die Unbekannten über im Hof stehende Gitterboxen an ein höher gelegenes Fenster. Dieses drückten sie vollständig aus dem Rahmen und stiegen in die Lagerräume der Firma ein. Sie entwendeten Fahrzeugteile und reichten diese offenbar durch das Fenster an Mittäter nach draußen. Nach dem derzeitigen Kenntnisstand wurde das Diebesgut offenbar auf ein Fahrzeug außerhalb der Umzäunung an der Rückseite des Firmengeländes geladen. Dieses Fahrzeug muss über den Radweg zwischen dem Main und der Bahnlinie an das Gelände heran- und auch wieder weggefahren sein.

Die Täter wurden offenbar bei der Tatausführung gestört, denn sie ließen mehrere zum Abtransport verpackte Autoteile am Einstiegsfenster und am vermutlichen Standort des Fahrzeuges zurück. Der entstandene Beuteschaden kann derzeit noch nicht beziffert werden.

Die Kriminalpolizei Würzburg ermittelt und bittet Zeugen, die in der angegebenen Zeit Verdächtiges beobachtet oder Fahrzeuge auf dem genannten Radweg bemerkt haben, um Hinweise unter Tel. 0931/457-1732.

 

Rauschgift aufgefunden – Verdacht des Handeltreibens

WÜRZBURG. Eine Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt fand bei einer Personenkontrolle eine geringe Menge Rauschgift. Nachdem der Kontrollierte angab, zuhause noch mehr zu haben, durchsuchten die Beamten auch dessen Wohnung. Dabei fanden sie eine größere Menge Marihuana sowie Hilfsmittel zum Portionieren und Verpacken. Die Kriminalpolizei ermittelt nun wegen des Verdachts des Rauschgifthandels.

 

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag wurde der 21-jährige Würzburger von einer Zivilstreife in Heidingsfeld kontrolliert. Er machte auf die Beamten einen sichtlich alkoholisierten Eindruck. Bei einer Durchsuchung fanden sie einige Gramm Marihuana in einer der Hosentaschen des Mannes. Gegenüber den Polizisten äußerte der 21-Jährige, dass er zuhause noch ein bisschen mehr von dem Rauschgift aufbewahren würde. Dies nahmen die Beamten zum Anlass, auch die Wohnung des Mannes in Heidingsfeld zu durchsuchen.

Insgesamt fanden sie fast 150 Gramm Marihuana sowie Rauschgiftutensilien, eine Waage, ein Vakuumiergerät und Druckverschlusstütchen, die offenbar zum Portionieren von Rauschgift verwendet wurden.

Die Kriminalpolizei Würzburg übernahm die weitere Sachbearbeitung und ermittelt nun wegen des Verdachts des Handeltreibens mit Betäubungsmitteln.

Erhebliche Missachtung der Lenk- und Ruhezeiten – 10.000 Euro Sicherheitsleistung fällig

HAUSEN, LKR. WÜRZBURG. Zahlreiche Verstöße stellten Beamte der Verkehrspolizeiinspektion Schweinfurt-Werneck bei einem Lkw-Fahrer fest, den sie vergangene Woche auf der A7 stoppten. Auf seiner Fahrt durch Europa hatte er seine Ruhezeiten erheblich missachtet. 10.000 Euro als Sicherheitsleistung waren daraufhin fällig.

Gegen 18.00 Uhr stoppten die Beamten den Fahrer des türkischen Sattelzuges auf der A7 an der Tank- und Rastanlage Riedener Wald-West. Im Zuge der allgemeinen Verkehrskontrolle überprüften die Ordnungshüter auch die Aufzeichnungen über die Lenk- und Ruhezeiten des Kraftfahrers. Dabei stellten sie eine außergewöhnlich hohe Anzahl von Verstößen gegen die entsprechenden Sozialvorschriften fest.

So hatte der Fahrer bei seiner Fahrt durch mehrere Länder Europas unter anderem seinen 40-Tonner statt erlaubter 10 Stunden ganze 21 Stunden ohne ausreichende Pausen geführt. Weiterhin hatte der 49-Jährige mehrmals seine vorgeschriebenen täglichen Ruhezeiten von mindestens 11 Stunden auf bis zu 8,5 Stunden verkürzt.

Insgesamt ergab die Auswertung der begangenen Verstöße für den Lkw-Fahrer ein Bußgeld in Höhe von 2.500 Euro. Für den Halter aus Istanbul waren gar 7.500 Euro fällig. Erst nach der Überweisung der entsprechenden Sicherheitsleitung in Höhe von 10.000 Euro wegen Verstößen gegen die einschlägigen Sozialvorschriften durfte der Fahrer des Sattelzuges seine Fahrt fortsetzen.

Zur Verhinderung von nicht selten folgenschweren Lkw-Unfällen – beispielsweise durch Übermüdung – ist es der Polizei ein besonders wichtiges Anliegen die Einhaltung der vorgeschriebenen Pausen und Ruhezeiten zu überwachen.

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PP Unterfranken