Polizei-Berichte für MSP , Region Mainfranken , Unterfranken und Rhön , 27.06.2017

Pkw-Aufbrecher festgenommen – Duo in Untersuchungshaft – aufmerksamer Zeuge wählt Notruf

Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Schweinfurt vom 27.06.2017

SCHWEINFURT. In der Nacht zum Freitag ist es der Schweinfurter Polizei gelungen zwei mutmaßliche Pkw-Aufbrecher festzunehmen. Auf Antrag der Schweinfurter Staatsanwaltschaft sitzen die beiden Tatverdächtigen in Untersuchungshaft. Durchaus professionell sollen sie zuvor mindestens einen BMW aufgebrochen und das Lenkrad gestohlen haben.

 

Der dem 38-Jährigen und seinem ein Jahr älteren mutmaßlichen Komplizen zur Last gelegte Pkw-Aufbruch ereignete sich bereits am Donnerstagabend. Hier hatte der Besitzer eines BMW X1 diesen am Ander-Kupfer-Platz gegen 22.00 Uhr abgestellt. Als er kurz vor 23.00 Uhr zurückkehrte, stellte er fest, dass zunächst Unbekannte die Dreieckscheibe auf der Beifahrerseite eingeschlagen hatten. Im Innenraum wurde offenbar fachmännisch das Lenkrad ausgebaut und u.a. eine Sonnenbrille gestohlen. Die Täter flüchteten danach unerkannt. Der Beute- und Sachschaden belaufen sich auf wenige tausend Euro.

Eine Streife der Schweinfurter Polizei konnte noch in der Nacht mehrere Spuren an dem BMW feststellen. Diese akribische Spurensuche und -sicherung sollte sich bereits wenige Stunden später auszahlen. Denn kurz nach 02.00 Uhr meldete sich ein Zeuge aus Schnackenwerth. Er war auf einen verdächtigen Ford mit Schweinfurter Ausfuhrkennzeichen aufmerksam geworden. Außerdem hatten sich die beiden Insassen an geparkten Fahrzeugen zu schaffen gemacht. Der Zeuge merkte sich das Kennzeichen und die Fluchtrichtung des Wagens und alarmierte über Notruf die Polizei. Einer Streife gelang es dann kurze Zeit später den Wagen an der Ortsausfahrt von Grafenrheinfeld zu sichten, als die Insassen Handschuhe aus dem Fenster warfen.

Die beiden Männer im Alter von 38 und 39 Jahren wurden vor Ort vorläufig festgenommen. Die weiteren Ermittlungen durch die Kripo Schweinfurt, insbesondere die rasche Auswertung der Spuren, ergaben, dass die litauischen Staatsangehörigen im dringenden Verdacht stehen, den am Ander-Kupfer-Platz geparkten BMW aufgebrochen zu haben.

Die weiteren Ermittlungen führt die Kripo Schweinfurt. Dabei geht es auch im die Frage, inwieweit das Duo für weitere gleichgelagerte Pkw-Aufbrüche in Frage kommt. Die dringend Tatverdächtigen wurden am Wochenende auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Schweinfurt dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser ordnete die Untersuchungshaft an.

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Fahndungserfolg auf der Autobahn – Über 650 Gramm Marihuana sichergestellt

Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg vom 27.06.2017

WALDASCHAFF, LKR. ASCHAFFENBURG. Beamte der Autobahnpolizei Aschaffenburg-Hösbach kontrollierten am Freitagvormittag einen Pkw mit serbischer Zulassung auf der A3 im Bereich der Anschlussstelle Weibersbrunn. Neben zwei gefälschten Ausweispapieren fanden sie über 650 Gramm Marihuana in dem Fahrzeug. Der Fahrer des Autos und Hauptverdächtige sitzt nun in Untersuchungshaft.

 

Gegen 09:00 Uhr am Freitag fiel den Fahndern der silberne VW Golf auf, der die A3 in Richtung Passau befuhr. Im Bereich der Anschlussstelle Weibersbrunn hielten sie das mit drei Personen besetzte Auto an und kontrollierten Fahrzeug und Insassen. Zunächst fanden sie bei dem 30-jährigen Beifahrer einen gefälschten, bosnischen Führerschein. Für die weitere Kontrolle des Fahrzeuges zogen die Beamten einen Rauschgiftspürhund hinzu, der sich besonders für das Armaturenbrett des Fahrzeuges interessierte. Hinter dem Beifahrerairbag stießen die Beamten auf etwas über 650 Gramm Marihuana, die doppelt in Plastiktüten verpackt waren. Bei der weiteren Durchsuchung fanden die Polizisten schließlich noch einen gefälschten, kroatischen Ausweis, der dem Fahrer zuzuordnen war. Alle drei Insassen des Fahrzeuges wurden zunächst vorläufig festgenommen.

Die Kriminalpolizei Aschaffenburg übernahm die weiteren Ermittlungen und konnte das aufgefundene Rauschgift dem 53-jährigen Fahrer zuordnen. Dieser gab an, das Rauschgift in Albanien erworben und über Serbien, Ungarn und Österreich nach Deutschland gebracht zu haben. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg wurde der Tatverdächtige wegen des dringenden Tatverdachtes des Handeltreibens mit Betäubungsmitteln und Urkundenfälschung dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl und der 53-Jährige wurde in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

Die weiteren Ermittlungen gegen den Tatverdächtigen und auch gegen seinen Beifahrer führt die Kriminalpolizei Aschaffenburg in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg.

Auseinandersetzungen in Erstaufnahmeeinrichtung – Personengruppen attackierten sich

SCHWEINFURT. In der Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber in Schweinfurt kam es am Montagabend zu einer größeren Auseinandersetzung zwischen zwei Personengruppen aus Armenien und Somalia. Die Polizei rückte mit zahlreichen Einsatzkräften an. Bereits am Nachmittag hatte es Streit unter den Bewohnern gegeben.

Gegen 22:00 Uhr wurde der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken eine Schlägerei auf dem Gelände der Asylbewerberunterkunft im Kasernenweg gemeldet. Über 30 Personen sollten hier aufeinander losgehen und hierbei auch Eisenstangen und Steine einsetzen. Die Polizeiinspektion Schweinfurt rückte mit einer Vielzahl von Streifenbesatzungen an und erhielt dazu weitere Unterstützung von Diensthundeführern und den Einsatzzügen aus Aschaffenburg, Schweinfurt und Würzburg sowie auch von Polizisten aus Oberfranken.

Beim Eintreffen der ersten Streifen war die Auseinandersetzung bereits beendet, die Stimmung unter den Bewohnern jedoch noch sehr aufgeladen und angespannt. In einem Gebäude stießen die Beamten auf einen Mann mit einer stark blutenden Kopfverletzung. Er wurde vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht, konnte dieses jedoch bereits in der Nacht wieder verlassen. Die eingesetzten Polizeibeamten stellten die Trennung der beteiligten Personengruppen sicher und durchsuchten Gelände und Räume nach Beweismitteln und weiteren Geschädigten. Hierbei wurden mehrere Eisenstangen sowie mit Sand gefüllte Kunststoffflaschen und zerbrochene Glas- und Porzellangefäße aufgefunden, die im Zusammenhang mit der Auseinandersetzung stehen dürften. Eine weitere, leicht verletzte Person wurde zur Behandlung an den Rettungsdienst übergeben.

Bereits am Nachmittag war es in der Einrichtung zu einer Schlägerei zwischen armenischen und somalischen Asylbewerbern gekommen. Hierbei waren zwei Personen leicht verletzt worden. Dieser erste Konflikt konnte von Einsatzkräften der Polizeiinspektion Schweinfurt beendet und die Beteiligten getrennt werden. Nachdem drei Beteiligte später erneut auffällig wurden, wurden diese in Gewahrsam genommen. Am Abend flammte dann der Konflikt vom Nachmittag erneut auf. Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Streitigkeiten und zu deren Verlauf führt die Polizeiinspektion Schweinfurt.

Nach dem Ende des Polizeieinsatzes verblieben einige Einsatzkräfte bis in die Morgenstunden in der Erstaufnahmeeinrichtung, um erneute Auseinandersetzungen zu verhindern.

Nach Dachstuhlbrand – Ursache vermutlich durch Flexarbeiten

ZEIL A.MAIN, LKR. HASSBERGE. Vermutlich waren es Arbeiten mit einer Flex, die den Brand des Dachstuhls eines Einfamilienhauses am Samstagnachmittag ausgelöst hatten. Verletzt wurde niemand.

Wie bereits berichtet, war gegen 16.50 Uhr eine Streife der Polizeiinspektion Haßfurt in der Hauptstraße unterwegs, als Passanten die Ordnungshüter stoppten und auf Rauch aufmerksam machten, der aus dem Dachstuhl eines leerstehenden Wohnhauses drang. Kurze Zeit später waren die Floriansjünger aus Zeil am Einsatzort und hatten die Flammen gegen 17.45 Uhr gelöscht. Vorsorglich hatte die Polizei vier umliegende Häuser geräumt.

Noch am Samstag hatte die Kripo Schweinfurt vor Ort die Ermittlungen übernommen. Nach den jetzigen Feststellungen der Beamten dürften kurze Zeit vorher durchgeführte Flexarbeiten den Brand verursacht haben. Der Sachschaden beläuft sich auf wenige zehntausend Euro.

Sportboot auf Main gekentert – acht Personen bei Dunkelheit im Wasser gerettet

MAINASCHAFF, LKR. ASCHAFFENBURG. Großes Glück hatten in der vergangenen Nacht acht Personen aus dem Landkreis Aschaffenburg, die nach dem Abschlussfeuerwerk des Aschaffenburger Volksfestes mit einem Sportboot noch auf dem Main bei Mainaschaff unterwegs warten.

Kurz vor Mitternacht geriet das Sportboot nach Aussage des Führers beim Passieren eines Fahrgastmotorschiffes in dessen Wellen und kenterte. Die acht Insassen, Männer und Frauen im nicht mehr jugendlichen Alter, fielen ins Wasser und das Boot trieb kieloben auf dem Main. Als sie um Hilfe riefen, hörte sie ein Mann, der mit seinem Rad am Ufer auf dem Main-Radweg unterwegs war. Er setzte einen Notruf ab. Das große Glück der Leute bestand darin, dass das Streckenboot „WSP 21“, besetzt mit Beamten der Wasserschutzpolizei Aschaffenburg, nach dem Volksfestfeuerwerk noch auf dem Main auf Streife war.

Unter voller Fahrt erreichten die Beamten nach wenigen Minuten die Havaristen. Beim Eintreffen klammerten sich sieben der Insassen an dem kieloben treibenden Boot fest, während der 56-jährige Bootseigner auf dem Kiel stand und vorschriftsmäßig Notzeichen mit der Taschenlampe gab. Diese waren auch erforderlich, denn die Schifffahrt auf dem Main war zu dieser Zeit wieder freigegeben und es herrschte Schiffsverkehr. So passierte ein Frachtschiff die Unfallstelle, zum Glück ohne die im Fahrwasser schwimmenden Schiffbrüchigen zu überrollen.

Nach dem Eintreffen nahmen die Männer der Wasserschutzpolizei die Gekenterten umgehend an Bord und das treibende Schiff in Schlepp. Sie brachten sie zur Slipstelle der Wasserwacht am Mainparksee in Mainaschaff. Verletzte gab es zum Glück nicht. Der glückliche Ausgang des Unfalls ist laut Wasserschutzpolizei insbesondere dem souveränen Verhalten des Skippers zu verdanken. Er warnte nicht nur profihaft die übrige Schifffahrt, er hielt auch seine Fahrgäste zusammen am Boot, wirkte beruhigend auf sie ein und half beim Einstieg in das Streckenboot der Wasserschutzpolizei.

Das Sportboot wurde heute am Mainparksee mittels Kranwagen geborgen. Zur Schadenshöhe können noch keine Angaben gemacht werden. Nach der Erstmeldung der Havarie wurden umfangreiche Kräfte der Feuerwehren zur Wasserrettung alarmiert. Sie brauchten jedoch nicht mehr tätig zu werden, denn die „WSP 21“ hatte bereits alle schiffbrüchigen Seelen gerettet. Die Wasserschutzpolizei hat wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Schiffsverkehr und zur Klärung der Unfallursache die Ermittlungen aufgenommen.

„Blödquatscher!“ – Enkeltrickbetrüger blitzen ab

BAYER. UNTERMAIN. Enkeltrickbetrüger haben im Laufe des Montags am Bayer. Untermain vergeblich versucht Seniorinnen und Senioren um ihr Erspartes zu bringen. In allen Fällen reagierten die Angerufenen richtig und verständigten die Polizei. Eine Seniorin nannte den Anrufer „Blödquatscher!“ und legte auf.

Insgesamt sieben Fälle zwischen Haibach, Alzenau und Waldaschaff und Sulzbach registrierte die Kripo Aschaffenburg in der Zeit von 11.50 Uhr bis etwa 19.00 Uhr. Stets versuchten die dreisten Telefonbetrüger vorzutäuschen, dass sie die Enkel der Angerufenen seien und dringend Geld benötigen. Alle der Polizei gemeldeten Taten scheiterten.

Die Polizei warnt weiterhin vor der Masche der Betrüger, die offenbar nicht aufgeben. Auch am Dienstag läuteten vereinzelt wieder Telefone.

PP Unterfranken