Polizei-Berichte für MSP , Region Mainfranken , Unterfranken und Rhön , 28.05.2017

48-Jährige und 27-Jähriger aus SOS Dorfgemeinschaft Hohenroth vermisst

GEMÜNDEN AM MAIN – OT HOHENROTH, LKR. MAIN-SPESSART. Seit Sonntagvormittag werden die 47-jährige Ruth Eckertz und der 27-jährige David Kreidel, vermisst. Beide leben in der SOS Dorfgemeinschaft Hohenroth für Menschen mit geistiger Behinderung. Sie könnten sich in einer hilflosen Lage befinden, insbesondere Herr Kreidel ist auf regelmäßige Flüssigkeitsaufnahme angewiesen. Die Polizei hat umfangreiche Suchmaßnahmen eingeleitet, die bis dato ergebnislos verliefen.

 

Die Vermissten waren zuletzt am Sonntagvormittag gegen 11.00 Uhr in der Dorfgemeinschaft gesehen worden. Dem Sachstand nach dürften sie zu Fuß und entsprechend noch in der Gegend unterwegs sein. Ausgeschlossen kann aber auch nicht, dass sie öffentliche Verkehrsmittel benutzt haben. Aufgrund einer Erkrankung ist insbesondere Herr Kreidel auf regelmäßige Flüssigkeitsaufnahme angewiesen.

Von der 47-jährigen Ruth Eckertz liegt der Polizei folgende Personenbeschreibung vor:

163 Zentimeter groß, schlanke Figur, schwarze, kurz gelockte Haare, bekleidet mit einem blauen Basecap, orangefarbenen Poloshirt, einem lila Pullover und einer blauen Jeans.

 

Vom 27-jährigen David Kreidel liegt folgende Beschreibung vor:

180 Zentimeter groß, sehr schlanke Figur, schwarze, kurze Haare, bekleidet mit einem weißen T-Shirt und blauen Jeans.

Wer Ruth Eckertz oder David Kreidel seit Sonntagmittag gesehen hat oder Hinweise auf ihren Aufenthaltsort geben kann, wird gebeten, sich unter Tel. 09352/8741-0 zu melden.

 

 

27-Jähriger schließt sich in Toilette ein – Drei verletzte Polizeibeamte

WÜRZBRUG – INNENSTADT. Erheblichen Widerstand gegen Polizeibeamte leistete am Samstagmorgen ein 27-Jähriger in einer Diskothek. Dabei verletzte er drei Beamte leicht und musste seinen Rausch in einer Zelle der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt ausschlafen. Im Laufe des Samstags konnte er wieder auf freien Fuß gesetzt werden.

 

Alles fing gegen 05:00 Uhr mit einem Streit zwischen dem 27-Jährigen und dem Sicherheitsdienst einer Diskothek in der Veitshöchheimer Straße an. Da er aggressiv gegenüber anderen Gästen geworden war, forderten die Türsteher ihn auf die Diskothek zu verlassen. Nachdem sich noch weitere Gäste eingemischt hatten, gelang es dem 27-Jährigen sich in eine Toilette einzuschließen. Da er trotz mehrfacher Aufforderung nicht bereit war seinen Zufluchtsort zu verlassen, rief der Sicherheitsdienst die Polizei hinzu. Auch gegenüber den eingesetzten Polizeibeamten zeigte sich der Mann äußerst aggressiv und nicht gewillt die Disko zu verlassen. Erst nach der Fesselung im Vorraum der Toilette gelang es den Beamten den 27-Jährigen in Richtung Dienstfahrzeug zu bringen. Dabei leistete er erheblichen Widerstand und verletzte drei Beamte leicht. Neben dem Beschuldigten mussten die Beamten aber auch eine Gruppe von 20 Personen im Auge behalten, die sich solidarisch zeigte und zu befürchten war, dass sie den 27-Jährigen unterstützen würde. Nur durch mehrere Streifen der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt konnte diese Gruppe mit einer Polizeikette zurückgehalten werden.

Der mit 1,6 Promille deutlich alkoholisierte Beschuldigte musste sich auf Anordnung eines Richters einer Blutentnahme durch einen Arzt unterziehen. Bei der Durchsuchung konnte noch eine geringe Menge Marihuana sichergestellt werden. Nach der Ausnüchterung in einer Zelle der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt konnte der Beschuldigte wieder auf freien Fuß gesetzt werden.

Wohnungsbrand in einem Mehrfamilienhaus – 57-Jährige im Krankenhaus

EISINGEN, LKR. WÜRZBURG. Bei einem Wohnungsbrand am frühen Sonntagmorgen erlitt eine 57-Jährige eine Rauchgasvergiftung und kam in ein Krankenhaus. In der Wohnung verursachte der Brand einen Schaden im mittleren vierstelligen Bereich. Die Brandursache ist unbekannt und Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen, welche die Kripo Würzburg übernommen hat.

Eine Nachbarin bemerkte gegen 02:45 Uhr den Brand und informierte Polizei und Feuerwehr. Eine Streife der Polizei Würzburg-Land stellte vor Ort ebenfalls eine Rauchentwicklung in der Wohnung der 57-Jährigen fest. Die Beamten forderten die Mieterin auf die Wohnung zu verlassen. Bei ersten, eigenen Löschversuchen erlitt die Frau vermutlich eine Rauchgasvergiftung und kam nach der medizinischen Erstversorgung in ein Krankenhaus. Die alarmierten und schnell vor Ort befindlichen freiwilligen Feuerwehren aus Eisingen und Höchberg waren mit 41 Einsatzkräften vor Ort und konnten den Brand schnell löschen. Durch die starke Verrußung ist die Wohnung jedoch vorläufig unbewohnbar.

Geldautomat gesprengt – Hoher Gebäudeschaden

DITTELBRUNN, LKR. SCHWEINFURT. In den frühen Sonntagmorgenstunden haben bislang unbekannte Täter einen Geldautomaten gesprengt. Dabei richteten sie einen hohen Gebäudeschaden an und konnten vermutlich mit einem Teil des Bargeldes flüchten. Die Fahndung mit einem Großaufgebot der Polizei verlief bislang ergebnislos. Noch in der Nacht übernahm die Kripo Schweinfurt die weiteren Ermittlungen.

Kurz nach 01:00 Uhr gingen die ersten Mitteilungen in der Einsatzzentrale der Polizei ein, die Anrufer berichteten von einem lauten Knall und unzähligen Glassplittern vor der Bank. Den ersten Ermittlungen nach manipulierten zwei bis drei unbekannte Täter den Geldautomaten und brachten ihn zur Explosion. Die Wucht der Detonation öffnete nicht nur den Automaten, sondern führte auch zu erheblichen Schäden am Gebäude. Laut Zeugenaussagen flüchteten die dunkel gekleideten Männer in einem dunklen Kombi in Richtung Hambach. Momentan kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Täter ein weiteres, helles Fahrzeug benutzt haben, mit dem sie in Richtung Schweinfurt geflüchtet sind. Eine sofort eingeleitete Großfahndung der Polizei, bei der auch der Polizeihubschrauber zum Einsatz kam, blieb bislang ergebnislos. Zwei Bewohnerinnen, die im Stockwerk über der Bank wohnen, erlitten einen Schock und wurden vor Ort durch den Rettungsdienst medizinisch betreut. Die von Glassplittern übersäte Hauptstraße musste für die Dauer der Tatortarbeit und Reinigung der Fahrbahn von der Feuerwehr Dittelbrunn und Hambach gesperrt werden. Zur Klärung, ob die Explosion zu einer Gefährdung der Statik des Hauses geführt hat, befanden sich Spezialisten des Technischen Hilfswerkes vor Ort. Den ersten Einschätzungen nach führte der erhebliche Gebäudeschaden, welcher wohl im unteren sechsstelligen Bereich liegen wird, zu keiner Beeinträchtigung der Statik.

Noch in der Nacht übernahm die Kriminalpolizei Schweinfurt vor Ort die weiteren Ermittlungen. Zeugen, die verdächtige Fahrzeuge oder Personen im Bereich der Bank gesehen haben oder Angaben zum Fluchtweg machen können, werden gebeten sich mit der Kripo Schweinfurt, unter Tel. 09721/202-1731, in Verbindung zu setzen.

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PP Unterfranken