Polizei-Berichte für MSP , Region Mainfranken , Unterfranken und Rhön , 30.05.2017

Archivbild Polizeihubschrauber im Einsatz

Frontalzusammenstoß auf der B 279 – 31-jähriger Autofahrer tödlich verletzt

GROSSEIBSTADT, LKR. RHÖN-GRABFELD. Bei einem Frontalzusammenstoß zwischen zwei Pkw auf der B279 ist am Dienstagabend ein 31-jähriger Autofahrer tödlich verletzt worden. Eine schwer verletzte 58-Jährige kam mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus. Die Ermittlungen zum Unfallhergang werden von der Polizeistation Bad Königshofen im Grabfeld geführt.

 

Gegen 17.40 Uhr hat sich der Verkehrsunfall auf der Bundesstraße kurz vor Großeibstadt ereignet. Dem aktuellen Sachstand nach war der 31-Jährige mit seinem Peugeot von Bad Königshofen im Grabfeld in Richtung Bad Neustadt an der Saale unterwegs. Aus bislang noch ungeklärter Ursache geriet der Pkw am Beginn einer langgezogenen Rechtskurve in den Gegenverkehr. Dort kam es zum Frontalzusammenstoß mit einem entgegenkommenden BMW.

Für den 31-Jährigen aus dem Landkreis Rhön-Grabfeld kam jede Hilfe zu spät. Er erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen. Die BMW-Fahrerin, die ebenfalls aus dem Landkreis stammt, war durch die Wucht des Aufpralls in ihrem Fahrzeug eingeklemmt. Sie wurde von der Feuerwehr aus dem Wrack befreit und nach einer Erstversorgung durch den Rettungsdienst mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen.

Wie es zu dem Verkehrsunfall kommen konnte, ist nun Gegenstadt der Ermittlungen, die von der Polizeistation Bad Königshofen im Grabfeld geführt werden. Um den Unfallhergang exakt rekonstruieren zu können, wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft auch ein Sachverständiger eingeschaltet.

Beamte der benachbarten Polizeiinspektion Bad Neustadt an der Saale unterstützten ihre Kollegen von der Bad Königshofener Polizei bei der Unfallaufnahme. Außerdem befanden sich die Freiwilligen Feuerwehren Großeibstadt und Bad Königshofen im Einsatz.

Für die Dauer der Unfallaufnahme und der erforderlichen Bergungs- und Aufräumarbeiten blieb die Bundesstraße zwischen Großeibstadt und Bad Königshofen im Grabfeld komplett gesperrt. Der Verkehr wurde von den Einsatzkräften vor Ort umgeleitet.

Audiodatei

Erneuter Einbruch in Schulgebäude – Wer kann Hinweise geben?

SCHWEINFURT. Zum zweiten Mal innerhalb einer Woche brachen unbekannte Täter am vergangenen Wochenende in eine Berufsschule in Schweinfurt ein. Bereits Anfang letzter Woche drangen die Einbrecher in dieselbe Schule ein. Wie bereits im ersten Fall hatten die unbekannten Täter es nun auch wieder auf Bargeld abgesehen und verursachten hierbei erneut hohen Sachschaden. Die Kriminalpolizei prüft darüber hinaus Zusammenhänge mit weiteren Einbrüchen in Schulhäuser innerhalb der letzten zwei Wochen.

 

In der Zeit von Freitag, 26.05.2017, 13:30 Uhr, bis Montag, 29.05.2017, 06:00 Uhr, schlugen die unbekannten Täter ein Fensterglas der Berufsschule in der Geschwister-Scholl-Straße ein, um sich so Zutritt zu den Innenräumen zu verschaffen. Dort brachen die Unbekannten bei ihrer Suche nach möglichem Diebesgut weitere Türen und Schränke auf. Neben einem Kiosk in der Schule wurden bei der offensichtlichen Suche nach Bargeld mehr als zehn Räume angegangen. Nach aktuellem Sachstand machten die Einbrecher Beute in Höhe von mehr als einhundert Euro Bargeld. Der Sachschaden dürfte sich auf einen vierstelligen Eurobetrag belaufen.

Die Kriminalpolizei Schweinfurt führt die Ermittlungen und prüft Zusammenhänge zwischen weiteren Einbrüchen in Schulhäuser in Stadt und Landkreis Schweinfurt. (Wir berichteten). Die Ermittlungen dazu laufen auf Hochtouren.

Zuletzt brachen die unbekannten Täter im Zeitraum von Montagabend, 22.05.2017, 18:15 Uhr, bis Dienstagmorgen, 23.05.2017, 06:15 Uhr, in dieselbe Schule ein. Der Spurenlage nach zu urteilen gingen die Täter bei der zweiten Tat ähnlich vor. Auch hier schlugen diese eine Fensterscheibe ein, um ins Gebäudeinnere zu gelangen und entwendeten Bargeld. Neben diesen Taten kam es bereits am Wochenende zuvor zu Einbrüchen in Schulgebäude in der Ignaz-Schön-Straße und in Niederwerrn.

Bislang sind der Polizei folgende Fälle bekannt:

  • 19.05.2017, 20:00 Uhr, bis 20.05.2017, 11:00 Uhr, in Schweinfurt, Ignaz-Schön-Straße,
  • 20.05.2017, 13:30 Uhr, bis 21.05.2017, 08:00 Uhr, in Niederwerrn, Pestalozzistraße,
  • 22.05.2017, 18:15 Uhr, bis 23.05.2017, 06:15 Uhr, in Schweinfurt, Geschwister-Scholl-Straße,
  • 26.05.2017, 13:30 Uhr, bis 29.05.2017, 06:00 Uhr, in Schweinfurt, Geschwister-Scholl-Straße

 

Nun erhoffen sich die Ermittler Hinweise, die zur Aufklärung beitragen können:

  • Wer hat von vergangenem Freitag, 26.05.2017, 13:30 Uhr, bis Montag, 29.05.2017, 06:00 Uhr, Verdächtiges beobachtet, das mit dem Einbruch in die Schule in der Geschwister-Scholl-Straße im Zusammenhang stehen könnte?
  • Wer kann sonst zu den vorangegangenen Einbrüchen in die Schulen in der Geschwister-Scholl-Straße und in der Ignaz-Schön-Straße in Schweinfurt und auch in Niederwerrn sachdienliche Hinweise geben, die zur Aufklärung beitragen können?

 

Mögliche Zeugen werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei in Schweinfurt zu melden. Hinweise werden unter Tel. 09721/202-1731 entgegengenommen.

 

Nach Brand auf dem Gelände eines Zentrallagers – Ermittlungen zur Ursache abgeschlossen

ALZENAU, LKR. ASCHFFENBURG. Nach dem Großbrand auf dem Areal eines Discounters im Industriegebiet Süd hat die Kripo Aschaffenburg die Ermittlungen zur Brandursache abgeschlossen. Demnach dürfte eine Selbstentzündung von Plastikballen das Feuer ausgelöst haben.

 

Wie bereits berichtet waren am Sonntagnachmittag gegen 17.30 Uhr mehrere Notrufe zu dem Brand eingegangen. Die Rauchsäule des Feuers war kilometerweit zu sehen. Dank des rasch verfügbaren Großaufgebots der Feuerwehren im Landkreis Aschaffenburg konnten die Flammen eingedämmt und schließlich gelöscht werden. Der Sachschaden liegt bei einigen hunderttausend Euro. Drei Floriansjünger erlitten leichte Verletzungen.

Im Laufe des Montags waren Brandermittler der Aschaffenburger Kripo vor Ort. Nach ihren Feststellungen war das Feuer im Bereich dort gelagerter gepresster Kunststoffballen ausgebrochen. Diese dürften sich durch eine chemische Reaktion oder vorhandene Glasscherben (Brennglaseffekt) selbst entzündet haben.

Heranwachsender wird vom Lebensgefährten der Mutter mit Messer verletzt – Opfer flieht und kehrt kurz darauf doch wieder zurück

GEROLZHOFEN, LKR. SCHWEINFURT. Am Sonntagnachmittag erstattete ein 18-Jähriger bei der Polizeiinspektion Gerolzhofen Strafanzeige gegen den neuen Lebensgefährten seiner Mutter, da dieser ihn am Vortag angeblich mit einem Messer angegriffen und verletzt habe. Das Opfer flüchtete und kehrte kurz darauf wieder zurück um sich mit dem Angreifer erneut tätlich auseinanderzusetzten. Die Kripo Schweinfurt hat die Ermittlungen aufgenommen.

Bereits am frühen Samstagnachmittag ereignete sich in der gemeinsamen Wohnung zwischen dem 18-Jährigen und dem ebenfalls dort wohnenden neuen Lebensgefährten der Mutter ein Vorfall, bei dem der Anzeigeerstatter mit einem Taschenmesser angegriffen und verletzt worden sein soll. Der 44-Jährige sei in der Küche ohne Vorwarnung auf sein Opfer zugestürmt und habe mit einem Taschenmesser einen Stich in die rechte Bauchregion ausgeführt. Hierbei trug der 18-Jährige leichte Verletzungen davon und suchte nach eigenen Angaben mit seinem Pkw das Weite. Kurze Zeit später sei der Heranwachsende dann wieder zum Tatort zurückgekehrt und im weiteren Verlauf des Streits hätten die beiden Männer aufeinander eingeschlagen.

Aufgrund der Anzeigeerstattung wurde der tatverdächtige Lebensabschnittsgefährte unmittelbar durch Beamte der Kriminalpolizei Schweinfurt aufgesucht. Er räumte den Vorfall ein und gab als Motiv Wut gegen den Heranwachsenden an, eine Tötungsabsicht habe jedoch zu keinem Zeitpunkt bestanden. Der 44-Jährige händigte bereitwillig die Tatwaffe, ein Klappmesser mit kurzer Klinge, das er noch bei sich trug aus.

Die Kripo Schweinfurt führt nun in Absprache mit der Staatsanwaltschaft die weiteren Ermittlungen, hierbei gilt es insbesondere die voneinander teilweise abweichenden Vorfallschilderungen der beiden Beteiligten zu hinterfragen.

PP Unterfranken