Polizei-Berichte für MSP , Region Mainfranken , Unterfranken und Rhön , 31.01.2017

Nach Auffinden sechs verstorbener Heranwachsender – Kohlenmonoxid Vergiftung als Todesursache – Ermittlungen dauern an

Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Würzburg vom 31.01.2017

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ARNSTEIN, LKR. MAIN-SPESSART. Seit dem Auffinden der sechs verstorbenen Heranwachsenden in einem Gartenhaus am Sonntagvormittag laufen die gemeinsamen Ermittlungen von Kripo und Staatsanwaltschaft Würzburg auf Hochtouren.

Arnstein

Nach den aktuellen Ergebnissen der rechtsmedizinischen Untersuchung steht die Todesursache zwischenzeitlich fest. Demnach sind die sechs Heranwachsenden im Alter von 18 und 19 Jahren an einer Kohlenmonoxid Vergiftung gestorben.

Die Ursache für den Austritt des giftigen Gases ist weiterhin Gegenstand kriminalpolizeilicher Ermittlungen. In diese sind Spezialisten des Bayerischen Landeskriminalamtes mit einbezogen.

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18-Jährigen beraubt und leicht verletzt – Tatverdächtige in Untersuchungshaft – Suche nach Tatwaffe

Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg vom 31.01.2017

KLEINWALLSTADT, LKR. MILTENBERG. Ein 23-Jähriger und sein fünf Jahre jüngerer mutmaßlicher Komplize stehen im Verdacht am Sonntagabend einen 18-Jährigen in seiner Wohnung bedroht, beraubt und leicht verletzt zu haben. Auf Antrag der Aschaffenburger Staatsanwaltschaft sitzen beide seit Montag in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen führt die Kripo Aschaffenburg und sucht noch Zeugen.

Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen suchten die beiden Tatverdächtigen, die aus dem Landkreis Miltenberg stammen, den 18-Jährigen am Sonntagabend gegen 22.30 Uhr in seiner Wohnung auf. In der Folge bedrohten sie ihn unter Vorhalt einer Pistole sowie eines Messers und forderten die Herausgabe u.a. von Bargeld. Mit mehreren hundert Euro türmte das Duo zu Fuß. Der Wohnungsbesitzer erlitt leichte Schnittverletzungen und verfolgte die beiden ihm weitläufig bekannten Täter auf die Straße.

Dort wurde ein Anwohner auf die Streitigkeit aufmerksam und alarmierte über Notruf die Obernburger Polizei. In einer Wohnung in der Nähe gelang es den Beamten dann kurze Zeit später den jüngeren der beiden Tatverdächtigen festzunehmen und das Diebesgut sicherzustellen. Im Zuge der weiteren Fahndung stellte ein Diensthundeführer den 23-Jährigen, als er zu Fuß noch im Ortsbereich unterwegs war.

Die beiden Tatverdächtigen wurden vorläufig festgenommen und in Hafträumen untergebracht. Die weiteren Ermittlungen übernahm die Kripo Aschaffenburg in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft.

Wegen des dringenden Tatverdachts u.a. des schweren Raubs und der gefährlichen Körperverletzung erließ der Ermittlungsrichter am Amtsgericht Aschaffenburg auf Antrag der Staatsanwaltschaft am Montag Untersuchungshaftbefehle gegen beide Männer.

Die Ermittlungen der Kripo Aschaffenburger dauern indes weiterhin an. Dabei geht es insbesondere auch um den Verbleib der Tatwaffe, einer schwarzen, vermutlich Spielzeugpistole. Sie sollen die Täter bei ihrer Flucht im Ortsbereich von Kleinwallstadt auf der Straße weggeworfen haben. Genauere Angaben hierzu liegen nicht vor.

Wer die Pistole gefunden hat oder sonstige sachdienliche Angaben machen kann, wird gebeten, sich unter Tel. 06021/857-1732 zu melden.

Schwerer Verkehrsunfall bei Kist – Fußgänger lebensgefährlich verletzt

KIST, LKR. WÜRZBURG. Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich am frühen Dienstagmorgen auf der Bundesstraße 27 auf Höhe der Autobahnanschlussstelle Kist. Ein Fußgänger wurde von einem Pkw-Fahrer erfasst und lebensgefährlich verletzt.

Kurz vor 06:30 Uhr hatte ein 59-jähriger Mann aus dem Main-Tauber-Kreis seinen Pkw auf dem Pendlerparkplatz an der Autobahnanschlussstelle Kist abgestellt. Im Anschluss wollte er offenbar die B27 im Bereich der Autobahnbrücke zu Fuß überqueren. Hierbei wurde er von einem Citroen erfasst, der gerade von der Autobahn in Richtung Kist abgefahren war. Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen wurde der Fußgänger dabei auf die Fahrbahn geschleudert. Eine Verkehrsteilnehmerin informierte die Rettungsleitstelle und die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken.

Der Fußgänger wurde noch an der Einsatzstelle von Rettungskräften und einem Notarzt reanimiert und mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht. Der 30-jährige Fahrer des Citroen aus dem Landkreis Main-Spessart erlitt einen Schock.

Auf der B27 und im Bereich der Autobahnanschlussstelle kam es während des Rettungseinsatzes und der Unfallaufnahme zu Verkehrsbehinderungen. Die Ermittlungen zum Unfallhergang führt die Polizeiinspektion Würzburg-Land. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Würzburg wurde auch ein Sachverständiger hinzugezogen.

Nach drei Einbrüchen in Unterfranken – zwei Tatverdächtige in Untersuchungshaft

Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Würzburg vom 31.01.2017

LKR. WÜRZBURG und LKR. HASSBERGE. Nach drei Einbrüchen in Riedbach, Waldbrunn und Unterpleichfeld konnte die Polizei am Freitagabend zwei dringend Tatverdächtige Personen festnehmen. Mittlerweile sitzen sie in Untersuchungshaft. Die Festnahme erfolgte nach dem Hinweis eines aufmerksamen Bürgers.

Am Freitag, gegen 19:30 Uhr, teilte dieser der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken ein Fahrzeug mit, das zunächst in auffälliger Weise durch ein Wohngebiet in Unterpleichfeld gefahren sei und dessen drei Insassen schließlich in der Mozartstraße ausgestiegen seien. Die Einsatzzentrale entsandte mehrere zivile und uniformierte Streifenbesatzungen nach Unterpleichfeld um der verdächtigen Wahrnehmung nachzugehen. Die Beamten konnten das verdächtige Fahrzeug ausfindig machen und beobachteten, wie zwei Männer zu diesem zurückkehrten, einstiegen und davonfuhren. Am Ortsausgang von Unterpleichfeld wurde das Fahrzeug einer Polizeikontrolle unterzogen. Die beiden 24- und 25-jährigen Männer aus Litauen verwickelten sich dabei zunehmend in Widersprüche. Auf dem Hof der Polizeidienststelle wurde schließlich das Fahrzeug intensiv durchsucht. Hierbei wurde in einem Versteck unter dem Armaturenbrett Diebesgut aufgefunden.

Dieses Diebesgut stammte von einem Einbruch Am Hölzlein in Unterpleichfeld, der unmittelbar vor der Kontrolle stattgefunden haben muss. Auch die Spuren am Tatort konnten mit den beiden nun Tatverdächtigen in Verbindung gebracht werden.

In den vorangegangenen Stunden war auch in Waldbrunn in der Westerwaldstraße und in Humprechtshausen, einem Ortsteil von Riedbach im Landkreis Haßberge eingebrochen worden. Auch an diesen Tatorten konnten Spuren gesichert werden, die eine Verbindung zu den in Unterpleichfeld festgenommenen Männern belegen.

In allen drei Fällen hatten die Täter die Scheiben von Terrassentüren eingeschlagen, die Türen geöffnet und anschließend die Wohnräume durchsucht. In Unterpleichfeld und Riedbach wurden Schmuck und Bargeld entwendet, in Waldbrunn ein Elektrogerät.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Würzburg wurden die beiden Litauer wegen des dringenden Tatverdachts des gemeinschaftlichen Wohnungseinbruchdiebstahls der Ermittlungsrichterin am Amtsgericht Würzburg vorgeführt. Diese erließ Haftbefehl. Die beiden Männer wurden im Anschluss in Justizvollzugsanstalten gebracht.

Die weiteren Ermittlungen in allen drei Fällen führt die Kriminalpolizei Würzburg in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Würzburg.

Von der dritten Person, die nach Angaben des Augenzeugen das Fahrzeug in der Unterpleichfelder Mozartstraße verlassen haben soll, fehlt bislang jede Spur.

Zeugen, die Hinweise zu dieser Person geben können oder Wahrnehmungen im Zusammenhang mit einem der drei Einbrüche gemacht haben, werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei Würzburg unter Tel. 0931/457-1732 zu melden.

Weiterhin bittet das Polizeipräsidium Unterfranken darum, Feststellungen zu verdächtigen Fahrzeugen oder Personen in Wohngebieten unverzüglich an die Polizei zu melden. Wie wichtig diese Hinweise sein können, zeigt der geschilderte Fall bei dem auf Grund eines solchen Anrufs die Festnahme der Tatverdächtigen ermöglicht wurde.

Marihuana und Kokain sichergestellt – 21-Jähriger und 23-Jähriger in Haft

Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg vom 31.01.2017

SULZBACH A. MAIN, LKR. MILTENBERG. Im Rahmen einer Fahrzeugkontrolle konnten Beamte der Aschaffenburger Kripo am Donnerstagabend 175 Gramm Marihuana sicherstellen. Den 21-jährigen Fahrer und seinen zwei Jahre jüngeren Beifahrer nahmen die Beamten vor Ort vorläufig fest.

Den Spezialisten der Aschaffenburger Rauschgiftermittler blieb das Drogenversteck im Motorraum des kontrollierten Pkw nicht verborgen. Bei den anschließenden Folgedurchsuchungen an den Wohnanschriften der beiden Festgenommenen konnten weitere 42 Gramm Marihuana und 11 Gramm Kokain aufgefunden und in sichere Verwahrung genommen werden. Durch mehrmonatige Ermittlungen ergab sich der Verdacht, dass die beiden Tatverdächtigen im Bereich Sulzbach schwunghaften Handel mit Betäubungsmitteln betrieben haben. Unter den Abnehmern befanden sich dem derzeitigen Sachstand nach auch Jugendliche.

Den jungen Männern aus dem Landkreis Miltenberg erklärten die Polizisten noch vor Ort die vorläufige Festnahme und brachten sie zur Polizeiinspektion Aschaffenburg. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft führte die Polizei die Männer am Freitagvormittag dem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Aschaffenburg vor.

Dieser erließ aufgrund des dringenden Tatverdachts des unerlaubten Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge gegen beide Untersuchungshaftbefehl. Anschließend wurden sie in getrennte Justizvollzugsanstalten eingeliefert. Die Aschaffenburger Kripo führt die weiteren Ermittlungen in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft.

PP Unterfranken