Polizei Berichte für Region Main-Spessart , Mainfranken , Unterfranken und Rhön , 22.08.2017

Nach bewaffneten Überfallen auf Bankfiliale und Bäckerei – Fahndung mit Großaufgebot – Polizei bittet um Zeugenhinweise

SAAL A.D. SAALE, LKR. RHÖN-GRABFELD U. NÜDLINGEN, LKR. BAD KISSINGEN. Am Dienstagmorgen hat ein Unbekannter zunächst eine Bankfiliale in Saal a.d. Saale überfallen und hierbei Bargeld erbeutet. Im Laufe des Vormittags versuchte der bewaffnete Täter dann noch erfolglos in einer Bäckerei in Nüdlingen Beute zu machen. Bei den umfangreichen Fahndungsmaßnahmen war neben zahlreichen Streifen auch ein Polizeihubschrauber im Einsatz.

 

Etwa gegen 09:20 Uhr ging am Dienstagmorgen bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken die Mitteilung über einen aktuellen Raubüberfall auf die Sparkassenfiliale in der Hauptstraße in Saal a.d. Saale ein. Ein maskierter Unbekannter trat in der Filiale an den Schalter und forderte mit vorgehaltener Schusswaffe von einer Angestellten Bargeld. Nachdem die Mitarbeiterin dem Täter eine nicht bekannte Summe Münzgeld aushändigte, flüchtete dieser zu Fuß in unbekannte Richtung.

Ein Großaufgebot an Streifen der Polizeistation Bad Königshofen sowie der umliegenden Dienststellen begab sich umgehend an den Tatort und fahndete mit Hochdruck nach dem Täter.

Noch während der Fahndungsmaßnahmen ging eine weitere Mitteilung über einen versuchten Raubüberfall auf eine Bäckerei in der Kissinger Straße in Nüdlingen ein. Auch hier trat ein Unbekannter mit vorgehaltener Schusswaffe in die Filiale und forderte Bargeld. Er flüchtete jedoch kurz darauf ohne Tatbeute in unbekannte Richtung.

Die Fahndungsmaßnahmen wurden daraufhin auf den Bereich Nüdlingen ausgeweitet. Hierbei war auch ein Polizeihubschrauber im Einsatz.

Da in beiden Fällen eine ähnliche Personenbeschreibung vorliegt, wird derzeit geprüft, ob bei beiden Fällen ein Tatzusammenhang besteht.

Die Ermittlungen vor Ort hat die Kriminalpolizei Schweinfurt übernommen. Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten sich unter 09721/202-1731 zu melden.

Einbruch in Zahnarztpraxis – Kripo ermittelt und sucht Zeugen

WÜRZBURG. Vermutlich in der Nacht zum Sonntag sind Einbrecher in eine Zahnarztpraxis in der Innenstadt eingestiegen. Ziel waren vorrangig Behandlungsutensilien. Der Wert der Beute beläuft sich wohl auf einige zehntausend Euro.

 

Zwischen Samstag, 17.30 Uhr, und Sonntag, 19.00 Uhr, verschafften sich die Täter über ein Fenster im ersten Obergeschoss gewaltsam Zutritt zu dem Anwesen in der Raiffeisenstraße. In der Praxis selbst hatten sie es dann insbesondere auf Behandlungsinstrumente abgesehen. Die Beute steht im Detail allerdings noch nicht fest. Der angerichtete Sachschaden liegt bei circa 600 Euro.

Die Kripo Würzburg ermittelt und bittet Zeugen, denen vor allem in der Nacht von Samstag auf Sonntag verdächtige Personen, Fahrzeuge oder Geräusche im Bereich des Tatorts aufgefallen sind, sich unter Tel. 0931/ 457-1732 zu melden.

 

Einbrecher auf Firmendach

WÜRZBURG. Über das Dach haben im Laufe des Wochenendes Unbekannte versucht in eine Firma einzusteigen. Entsprechend wurde dem Sachstand nach nichts entwendet. Die Polizei bittet um Zeugenhinweise.

 

In der Zeit von Samstagnachmittag, 16.00 Uhr, bis Montagmorgen, 07.30 Uhr, begaben sich die Täter auf das Dach des Firmengebäudes in der Winterhäuser Straße gegenüber einer Spielothek und gingen das Oberlicht an. Ob sie ins Innere gelangten und Beute machten ist derzeit noch unklar. Der Sachschaden beläuft sich auf circa 500 Euro.

Die Kripo Würzburg bittet um Hinweise von Zeugen unter Tel. 0931/ 457-1732.

 

Verkehrskontrolle auf der A3 – Vater und Sohn mit Drogen im Gepäck auf dem Weg in den Urlaub

Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg vom 22.08.2017

HÖSBACH, LKR. ASCHAFFENBURG. Eine Streife der Verkehrspolizeiinspektion Aschaffenburg-Hösbach hat am Sonntagabend auf der A3 einen Pkw mit Vater und Sohn angehalten. Der fahrzeugführende Vater stand unter Drogen und im Gepäck wurde eine bunte Mischung diverser Drogen aufgefunden. Die beiden Männer wurden vorläufig festgenommen. Die Kripo und die Staatsanwaltschaft Aschaffenburg führen in enger Abstimmung die weiteren Ermittlungen.

 

Gegen 18:00 Uhr hielten die Beamten auf der A3 in Richtung Passau einen Citroen Berlingo zur Verkehrskontrolle an. Bei dem 55-jährigen Fahrer ergaben sich deutliche Hinweise auf einen zeitnahen Drogenkonsum. Eine Durchsuchung des Pkw förderte dann insgesamt über 14 Gramm Kokain, 55 Gramm Amphetamin, 7 Gramm Heroin, 48 Ecstasy-Tabletten und eine Kleinmenge Marihuana zu Tage. Das Rauschgift wurde sichergestellt und der Fahrer sowie sein 28-jähriger Sohn wurden vorläufig festgenommen und zur Dienststelle verbracht. Der Vater musste dort eine Blutentnahme über sich ergehen lassen.

Vater und Sohn waren nach eigenen Angaben von Großbritannien aus auf dem Weg zu einem Festival in Kroatien. Nun wurde die Urlaubsreise unterbrochen und sie verbrachten die Nacht im Polizeigewahrsam. Am Folgetag wurden die Beiden auf Antrag der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht vorgeführt. Dieser ordnete die Untersuchungshaft unter anderem wegen des Verdachts des unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge an. Die beiden Briten wurden in verschiedene Justizvollzugsanstalten eingeliefert.

Im Rahmen der weiteren Ermittlungen muss nun auch geklärt werden, ob der Vater überhaupt im Besitz eines Führerscheins ist. Weiterhin wurde der Pkw der Beiden nach derzeitigen Erkenntnissen Ende Juni 2017 auch zu einem Tankbetrug an einer Autobahnraststätte bei Weiberbrunn benutzt.

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Sicherheit beim Stadtfest Aschaffenburg

Gemeinsame Pressemitteilung der Stadt Aschaffenburg und der Polizeiinspektion Aschaffenburg

Auch in diesem Jahr verwandelt sich die Aschaffenburger Innenstadt am letzten Augustwochenende wieder in eine einzige große Veranstaltungsfläche – das Stadtfest 2017 steht vor der Tür. Veranstalter und Sicherheitsbehörden kümmern sich dabei nicht nur um das Vergnügen, sondern auch um den Schutz der vielen tausend Besucher, die an diesen beiden Tagen in Aschaffenburg erwartet werden.

 

Am 26. und 27. August 2017 werden Innenstadt und Mainufer in bewährter Art und Weise zum Festivalgelände umfunktioniert, um den Bürgerinnen und Bürgern die besten Rahmenbedingungen für ein kurzweiliges Wochenende zu bieten. Für die Kongress- und Touristikbetriebe der Stadt Aschaffenburg sowie alle Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben bedeutet das allerdings einen sehr großen Aufwand, um die Sicherheit zehntausender Festgäste zu gewährleisten.

Die Stadtverwaltung mit all ihren Ämtern, die Feuerwehr, die Rettungsdienste und die Polizei sind auf das jährlich wiederkehrende Event bestens vorbereitet. Bereits im Vorjahr wurden, nicht zuletzt auf Grund verschiedener schwerer Gewalttaten innerhalb Deutschlands und Europas, das Sicherheitskonzept des Veranstalters sowie die internen Planungen der beteiligten Institutionen überarbeitet.

Gerade auch die Polizei hatte im Jahr 2016 ihren Personalansatz im Vergleich zu den Vorjahren nochmals deutlich erhöht – eine Anpassung an die allgemeine Sicherheitslage, die nach wie vor Bestand hat. Zum polizeilichen Konzept gehört unter anderem die Bewältigung des Stadtfestes im Rahmen einer „Besonderen Aufbauorganisation“, was neben den eigens eingesetzten Kräften auch den zusätzlichen Einsatz eines Führungsteams der Polizeiinspektion für die Schwerpunktzeiten bedeutet. Darüber hinaus ist auch der „Alltagsdienst“ der PI Aschaffenburg besonders für das Stadtfest sensibilisiert.

Die polizeiliche Einsatzleitung arbeitet dabei unmittelbar mit dem Veranstalter und den anderen Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben in einem gemeinsamen Stab zusammen. Auch die sichtbare Polizeipräsenz in der Innenstadt orientiert sich an dem hohen Standard des vergangenen Jahres; dabei ist es der Polizei ein besonderes Anliegen, bei Fragen und Problemen für die Bürgerinnen und Bürger direkt ansprechbar zu sein.

Das Sicherheitskonzept der Kongress- und Touristikbetriebe wurde im Rahmen mehrerer Besprechungen mit allen beteiligten Institutionen ebenfalls nochmals in Nuancen modifiziert. Darüber hinaus hat der Veranstalter in diesem Jahr erstmalig auch Maßnahmen getroffen, um an neuralgischen Punkten eine ungehinderte Zufahrt zur Veranstaltungsfläche zu erschweren.

Eine abschließende Anmerkung sei der Nutzung von größeren Taschen und Rucksäcken oder anderen vergleichbaren Behältnissen gewidmet. Das Aschaffenburger Stadtfest ist eine Veranstaltung, die durch ihre Lage innerhalb einer belebten Innenstadt mit zugehörigem Geschäftsbetrieb ein generelles „Rucksackverbot“ wenig sinnhaft erscheinen lässt. Dennoch würde es die Arbeit von Polizei und Sicherheitsdienst sicher erleichtern, wenn eben solche Behältnisse im Zweifel besser nicht mit auf das Veranstaltungsgelände genommen werden – und sei es nur, um Missverständnissen rund um herrenlose Gepäckstücke vorzubeugen. Wer dennoch derartige Taschen und Rucksäcke mitführt, hat sicher Verständnis dafür, wenn Polizeibeamte im Rahmen von Personenkontrollen einen Blick hineinwerfen. Und: Mitgebrachtes Gepäck sollte zum einen nicht aus den Augen gelassen, zum anderen auch nicht achtlos irgendwo abgestellt und „gelagert“ werden, um andere Festbesucher nicht unnötig zu beunruhigen.

All das ist jedoch als rein vorbeugendes Maßnahmenpaket zu verstehen – nach wie vor gibt es keinerlei Hinweise auf eine konkrete Gefährdung der Stadtfestbesucher. Alle, die für die Sicherheit Verantwortung tragen, haben im Vorfeld eng und intensiv zusammengearbeitet – und werden auch an den beiden Veranstaltungstagen alles dafür tun, dass die Festgäste nicht nur zufrieden, sondern auch wieder sicher nach Hause kommen.

Und falls einem Besucher doch einmal etwas verdächtig vorkommt, sollte ein Anruf beim Polizei-Notruf 110 die unmittelbare Folge sein – die Polizei wird sich der Sache annehmen.

Hochwertiger BMW entwendet – wenige Stunden später Täterfestnahme im Ausland

Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Schweinfurt vom 22.08.2017

FUCHSSTADT, LKR. BAD KISSINGEN. In der Nacht von Sonntag auf Montag wurde ein BMW X3 gestohlen. Nachdem der Besitzer sofort Anzeige bei der Polizei erstattete, konnte der Pkw wenige Stunden später in Tschechien sichergestellt und ein Tatverdächtiger festgenommen werden. Die Kripo und die Staatsanwaltschaft Schweinfurt führen in enger Abstimmung die weiteren Ermittlungen.

 

Der Diebstahl ereignete sich in der Nacht von Sonntag auf Montag in der Bonifatiusstraße. Als der Besitzer am Montag gegen 07:00 Uhr das Fehlen seines etwa 60.000 Euro teuren Fahrzeugs vor seinem Anwesen feststellte, meldete er dies umgehend bei der Polizeiinspektion Hammelburg. Dort wurde die unverzügliche Fahndung nach dem BMW eingeleitet und bereits gegen 10:30 Uhr konnte das Fahrzeug etwa 60 Kilometer vor Prag von der tschechischen Polizei angehalten werden.

Der Pkw wurde unbeschadet sichergestellt und bei dem 35-jährigen polnischen Fahrer klickten die Handschellen. Der mutmaßliche Dieb befindet sich aktuell im Gewahrsam der tschechischen Behörden und wartet dort auf seine Überstellung nach Deutschland, um sich dort im Strafverfahren zu verantworten. Die weiteren Ermittlungen werden von der Kripo Schweinfurt in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Schweinfurt geführt, die derzeit die Auslieferung des Tatverdächtigen in die Wege leitet.

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Bilder vom Hochwasser Wertheim Altstadt 2003