Polizei-Berichte für Region MSP , Mainfranken , Unterfranken und Rhön , 04.08.2017

Erneuter Zeugenaufruf zum tödlichen Verkehrsunfall auf der Hahnenhügelbrücke

SCHWEINFURT. Nach dem schweren Verkehrsunfall am Montag, 24.07.2017, 12:56 Uhr auf der B 286 Richtung Schweinfurt sucht die Ermittlungskommission der VPI Schweinfurt-Werneck dringend weitere Zeugen.

 

Wie bereits berichtet, war bei dem Verkehrsunfall die junge Fahrerin eines blauen Opel Corsa bei regennasser Fahrbahn auf die Gegenfahrbahn geschleudert und dort mit einem Mercedes Benz kollidiert. Die 23-Jährige erlag noch an der Unfallstelle ihren schweren Verletzungen.

Aufgrund von Hinweisen konnte die Ermittlungskommission inzwischen den Fahrer eines weißen Pkw ermitteln, der möglicherweise an dem Unfall beteiligt war. Die bisher bekannten Zeugen und Beteiligten schildern den Unfallhergang jedoch teils widersprüchlich. Deshalb sucht die Ermittlungskommission zur Klärung des genauen Unfallherganges nach weiteren Zeugen, die zum Unfallzeitpunkt die Hahnenhügelbrücke befahren haben. Es werden insbesondere die Fahrzeugführer gebeten, die hinter dem blauen Opel Corsa in Richtung Schweinfurt fuhren, sich zu melden.

Hinweise nimmt die Verkehrspolizeiinspektion Schweinfurt-Werneck unter Tel. 09722/9444-130 entgegen.

‚Bekanntentrick‘ – gutgläubiger 84-Jähriger wird Opfer – Kripo ermittelt

ASCHAFFENBURG. Am Mittwochvormittag wurde ein Rentner Opfer eines dreisten Trickbetrugs. Ein bislang unbekannter Täter baute ein Vertrauensverhältnis zu dem 84-Jährigen auf und verkaufte ihm zum angeblichen Schnäppchenpreis mehrere Lederjacken, einen Pelzmantel und eine Handtasche. Letztlich handelte es sich um völlig überteuerte Imitate.

 

Gegen 10:30 Uhr sprach der Unbekannte den älteren Mann offensichtlich gezielt auf der Straße vor seinem Anwesen an. Er täuschte vor, dass man sich von einer früheren gemeinsamen Arbeitsstelle her erkennen würde und dass seine Tochter in Italien ein Bekleidungsgeschäft habe. Aufgrund dessen sei man nun in Besitz hochwertiger Lederware. Der Mann trug dem 84-Jährigen tütenweise Lederjacken sowie einen Pelzmantel und eine Damenhandtasche ins Haus und gab vor, ihm diese überlassen zu wollen. Hierfür forderte der vermeintliche Bekannte einen vorgeblich geringen finanziellen Ausgleich.

Nachdem der Rentner gutgläubig Vertrauen gefasst hatte, suchten die beiden Männer zusammen eine nahegelegene Bankfiliale auf und ein Geldbetrag von über 1.000 Euro wechselte den Besitzer. Unmittelbar hiernach suchte dann der Tatverdächtige eiligst das Weite. Die angeblichen Schnäppchen entpuppten sich letztlich als minderwertige Imitatware mit geringem Wert.

Die Kriminalpolizei Aschaffenburg hat nun die Ermittlungen in diesem Fall aufgenommen und sucht nach einem Mann mit folgender Beschreibung:

  • ca. 70 Jahre
  • etwa 170 cm groß
  • schlanke Gestalt
  • sprach deutsch mit zumindest vorgeblich italienischem Akzent
  • hatte eine Glatze mit Haarkranz am Hinterkopf
  • Brillenträger
  • zur Tatzeit bekleidet mit weißem Hemd und blauer Hose sowie grauer Schildmütze

 

Der gesuchte war mit einem grauen Kleinwagen unterwegs, der auch ein ausländisches Kennzeichen gehabt haben könnte. Die Kripo Aschaffenburg bittet Zeugen, die Beobachtungen zu dem Vorfall gemacht haben oder sonst sachdienliche Hinweise geben können, sich unter Telefonnummer 06021/857-1732 zu melden.

 

Die Vorgehensweise des Tatverdächtigen, der sogenannte Bekanntentrick, ist eine polizeilich bereits mehrfach festgestellte. Nach dem Aufbau eines Vertrauensverhältnisses, erfolgt unter der Vorgabe einer finanziellen Notlage oder auch wie hier, eines besonders lukrativen Geschäftsgebarens, mit bewusster Täuschungsabsicht eine unberechtigte bzw. unverhältnismäßige Geldforderung.

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Fahndungswiderruf – Vermisste 28-Jährige wieder da

WERNECK, LKR. SCHWEINFURT. Seit Donnerstagmorgen (03.08.2017) wurde aus dem Bezirkskrankenhaus Werneck die 28-Jährige vermisst. Die veranlassten Suchmaßnahmen der Polizei Schweinfurt führten nun zum Erfolg und Auffinden der Frau. Die Vermisste ist wohlauf. Die Öffentlichkeitsfahndung wird hiermit widerrufen.

58-Jähriger vermisst – Polizei bittet um Hinweise

Am Mittwoch, gegen 17.00 Uhr erreichte die Polizeiinspektion Aschaffenburg die Mitteilung, dass der in einem Heim wohnhafte Herr Bittner abgängig ist. Unverzüglich wurden sämtliche Kontaktadressen überprüft und insbesondere der Bereich um die Schaafheimer Straße abgesucht. Leider ohne Ergebnis.

Am Freitagvormittag wurden die Suchmaßnahmen nochmals intensiviert. So waren zwei Personensuchhunde der Polizei vor Ort unterwegs. Aber auch sie konnten die Beamten letztlich nicht zum Gesuchten führen.

Von Herrn Bittner liegt folgende Personenbeschreibung vor:

  • ca. 158 Zentimeter groß
  • hagere Figur
  • Glatze mit grauem Haarkranz
  • bekleidet mit rot-weiß-kariertem Hemd, Jogginghose (Farbe unbekannt), leichtes Schuhwerk (Sandalen oder Badeschuhe) und Brille.
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58-Jähriger vermisst – Polizei bittet um Hinweise , Foto : privat

Herr Bittner wirkt optisch älter, als es seinem tatsächlichen Alter entspricht.

Herr Bittner ist vermutlich zu Fuß orientierungslos im Raum Großostheim oder Aschaffenburg unterwegs sein. Wer ihn antrifft oder sonstige Hinweise geben kann, soll sich bitte unter Tel. 06021/857-2230 bei der Polizeiinspektion Aschaffenburg melden.

Gefälschte Haftbefehle – 6.200 Euro oder 620 Tage Freiheitsstrafe

 

WÜRZBURG. Mit einer neuen Masche versuchen seit mehreren Tagen unbekannte Täter offensichtlich an das Geld ihrer Opfer zu kommen. Mit gefälschten Haftbefehlen und der Aufforderung zur Zahlung von 6.200 Euro oder dem Haftantritt zu 620 Tagen Freiheitsstrafe sorgen diese Schreiben für Verunsicherung. Zu Vermögensschäden ist es bislang noch nicht gekommen.

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Es ist für die Geschädigten wohl eine böse Überraschung, wenn sie im Briefkasten ein Schreiben der Staatsanwaltschaft Berlin vorfinden. Bei den aktuell bundesweit verschickten Schriftstücken handelt es sich um täuschend echt gefälschte Haftbefehle der Staatsanwaltschaft Berlin. Die persönlich Angeschriebenen werden aufgefordert 6.200 Euro zu bezahlen oder eine Freiheitsstrafe von 620 Tagen anzutreten. Die genauen Hintergründe, insbesondere welche Ziele die Täter mit diesen Briefen verfolgen, sind momentan Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen, die unter anderem auch die Würzburger Polizei führt. Entgegen der Erwartung finden sich in den Schriftstücken keine Überweisungsdaten und die angegebene Telefonnummer führt zu einem Faxgerät oder ähnlichem.

Obwohl es noch keinen Vermögensschaden gab, warnt die Unterfränkische Polizei vor diesen Schriftstücken. Denn es ist nicht ausgeschlossen, dass es sich bei der angegebenen Telefonnummer um eine kostenpflichtige Nummer handelt oder die Daten der Angeschriebenen für nachfolgende Straftaten ausgespäht werden sollen.

Sollten Sie ein solches Schreiben erhalten, rät die Polizei Unterfranken:

  • Seien Sie misstrauisch und überprüfen sie zuerst die Telefonnummer. In den bislang bekannt gewordenen Fällen handelte es sich nicht um die Telefonnummer der Staatsanwaltschaft Berlin.
  • Prüfen Sie das Schreiben auf Fehler in der Rechtschreibung oder Grammatik sowie auf unvollständige Sätze. Amtliche Schreiben weisen meist keine derartigen Fehler auf.
  • Rufen Sie nicht die in dem Schreiben angegebene Telefonnummer zurück, sondern recherchieren Sie über das Internet oder die Auskunft die Telefonnummer der anschreibenden Behörde.
  • Nehmen Sie Kontakt zu ihrer zuständigen Polizeidienststelle auf und zeigen den Vorfall an.

 

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PP Unterfranken

 

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