Polizei Berichte Region Main-Spessart , Unterfranken , Mainfranken und Rhön 10./11.09.2017

Auseinandersetzung unter Jugendlichen – Unbekannter zog ein Messer

WÜRZBURG / INNENSTADT. Zu einem Streit zwischen acht Jugendlichen ist es in der Nacht von Freitag auf Samstag gekommen. Als sich der Streit in den Ringpark verlagerte hatte, zog einer der Jugendlichen plötzlich ein Messer und stach in Richtung eines 17-Jährigen, verfehlte diesen jedoch. Eine sofort eingeleitete Fahndung der Würzburger Polizei verlief bislang ergebnislos.

 

Die beiden, jeweils vierköpfigen Gruppen, gerieten gegen 23:40 Uhr anfänglich in der Bismarckstraße, im Bereich des Bahnhofsvorplatzes, in Streit. Der verbale Streit verlagerte sich anschießend in den Ringpark. Dort zog ein ca. 18-Jähriger ein Messer und stach in Richtung eines Jugendlichen. Dieser konnte jedoch ausweichen, sodass ihn der Stich verfehlte. Anschließend flüchtete die vierköpfige, dem Sachstand nach aus Afghanistan stammende Gruppe. Eine sofort von der Würzburger Polizei eingeleitete Fahndung nach den flüchtenden Jugendlichen verlief bislang ergebnislos.

Von dem Täter liegt folgende Beschreibung vor:

  • ca. 18 Jahre
  • graue Jacke, hellgraue Jogginghose

 

Von den drei Begleitern liegt keine Beschreibung vor. Die weiteren Ermittlungen führt die Polizeiinspektion Würzburg-Stadt. Zeugen, die den Konflikt beobachtet haben oder Angaben zum Täter machen können, werden gebeten sich unter Tel. 0931/457-2230 zu melden.

 

Weitere Fahrzeuge verkratzt – rund 100 Sachbeschädigungen in Thüngersheim

THÜNGERSHEIM, LKR. WÜRZBURG. In der Nacht von Sonntag auf Montag haben Unbekannte rund 100 Fahrzeuge in Thüngersheim beschädigt. Inwieweit dabei ein Zusammenhang mit den Taten in Zellingen und Margetshöchheim besteht, ist Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.

 

Wie bereits berichtet, gingen die ersten Mitteilungen über verkratzte Fahrzeuge am Samstagmorgen bei der Polizeiinspektion Karlstadt ein. Bis zum Montagvormittag meldeten sich rund 140 Geschädigte bei der Polizei. Am Sonntagvormittag gingen dann weitere Mitteilungen bei der Polizeiinspektion Würzburg-Land ein, dass in der Nacht von Samstag auf Sonntag in Margetshöchheim ebenfalls geparkte Pkws beschädigt worden sind. Bis Montagmittag konnten im Ortsgebiet von Margetshöchheim rund 100 beschädigte Fahrzeuge festgestellt werden. Aus Thüngersheim gingen dann die ersten Mitteilungen am Montagmorgen bei der Polizei ein, dort konnten bis in die Mittagsstunden ebenfalls rund 100 beschädigte Fahrzeuge festgestellt werden.

Der oder die Täter verkratzten mit einem unbekannten, spitzen Gegenstand den Lack und verursachten dabei einen noch nicht näher zu beziffernden Sachschaden, welcher aber wohl im sechsstelligen Bereich liegen wird.

Die weiteren Ermittlungen führen die Polizeiinspektionen Karlstadt und Würzburg-Land. Ob ein Zusammenhang mit der Reihe von Sachbeschädigungen im Stadtgebiet Würzburg besteht, ist ebenfalls Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen. Zur Aufklärung der Straftaten hoffen die Sachbearbeiter unter anderem auch auf Hinweise aus der Bevölkerung.

Wer in der Nacht von Freitag auf Samstag in Zellingen, von Samstag auf Sonntag in Margetshöchheim oder von Sonntag auf Montag in Thüngersheim verdächtige Personen oder Fahrzeuge gesehen hat, wird gebeten sich mit der Polizei in Karlstadt unter Tel. 09353/9741-0 oder der Polizeiinspektion Würzburg-Land unter Tel. 0931/457-1630 in Verbindung zu setzen.

 

In Margetshöchheim und Thüngersheim werden am morgigen Dienstag zusammen mit der Bereitschaftspolizei Anwohnerbefragungen durchgeführt.

 

Schwer verletzter Rollerfahrer bei Unfall in Haarnadelkurve – Zwischenbilanz der Bad Brückenauer Polizei

MOTTEN, LKR. BAD KISSINGEN. Am Sonntagnachmittag fuhr ein 16-Jähriger mit einem Roller die Staatsstraße 2790 von Motten in Richtung Kothen. In der Haarnadelkurve stürzte er aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit und schlitterte in den Gegenverkehr. Der 16-Jährige wurde durch den Aufprall schwer verletzt und musste mit einem Sanka in ein Fuldaer Krankenhaus gebracht werden.

 

Ein 16-Jähriger stieß am Sonntagnachmittag auf der Staatstraße 2790 mit seinem Roller gegen einen entgegenkommenden VW. Aufgrund des Einsatzes der „Helfer-vor-Ort“-Gruppe (HVO) Kothen konnte der Verletzte schnell medizinisch versorgt werden. Der 55-jährige Autofahrer blieb unverletzt. Der Roller wurde total beschädigt, am beteiligten VW wurde die linke Fahrzeugseite eingedrückt. Der Gesamtschaden beläuft sich auf rund 11000 Euro.

Bei dem Unfall lief Öl aus. Die Freiwillige Feuerwehr Motten war mit vier Fahrzeugen vor Ort und übernahm die Reinigung der Fahrbahn und Verkehrsleitmaßnahmen. Kurzerhand wechselte die Feuerwehr auch noch den geplatzten Vorderreifen am VW, so dass das Fahrzeug wieder fahrtüchtig wurde.

Die Straße musste während der Unfallaufnahme vollständig gesperrt werden. Dies führte zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Vom Regen in die Traufe gerieten Autofahrer, die wegen eines Staus an vor der Baustelle auf der Grenzwalbrücke die A7 verlassen hatten und über Motten zum Autobahnkreuz Fulda-Süd weiterfahren wollten.

Zwischenbilanz der Polizeiinspektion Bad Brückenau

 

Dies war der sechste Kraftradunfall mit Verletzten seit Mai 2017 auf der neu ausgebauten Strecke zwischen Motten und Kothen. In den letzten Jahren wurde die Staatsstraße 2790 zwischen Motten und dem Ortsteil Kothen Zug um Zug ausgebaut. Die Strecke wurde in wesentlichen Bereichen übersichtlicher, Kurvenverläufe entschärft und die Fahrbahnbreite und -Beschaffenheit durchgängig so gestaltet, dass ein gefahrloseres Fahren möglich wurde.

Aus der Kenntnis anderer Dienstbereiche rechnete die Polizeiinspektion Bad Brückenau damit, dass die Strecke über die Wasserscheide aufgrund der vielen Kurven, unter denen sich auch zwei 180-Grad-Haarnadelkurven befinden, für Motorradfahrer als attraktive Raserstrecke etablieren könnte. Die Bad Brückenauer Dienststelle verstärkte daher vor allem bei schönem Wetter am Wochenende und an Feiertagen die Bestreifung in diesem Bereich. Unterstützt wurden die Streifen aus der Badestadt auch durch Motorradstreifen der Verkehrspolizeiinspektion Schweinfurt/Werneck.

Tatsächlich konnten durch die verstärkte Präsenz Entwicklungen wie auf anderen „Motorradstrecken“, von wo Rekordfahrten mit Helmkamera dokumentiert als Videos im Internet kursieren, verhindert werden. Dennoch kam es immer wieder zu Beschwerden von Anwohnern vor allem in Motten über Motorradfahrer, die wohl mit laut aufheulenden Motoren ihre Künste am Berg erprobten.

Auch die Zahl der Zweiradunfälle stieg gegenüber dem Vergleichszeitraum 2016 seit Mai 2017 stark an. Bislang verzeichnet die Polizei sechs Zweiradunfälle – mehr als ein Drittel als das Aufkommen im gesamten Dienstbereich – mit sechs Verletzten. Drei Biker wurden dabei schwer verletzt. Erstaunlicherweise ist aber nur ein Unfall als sogenannter „Raserunfall“ zu werten. Ein 47-Jähriger missachtete eine Polizeikontrolle in Kothen und fuhr mit erhöhter Geschwindigkeit weiter. In der ersten scharfen Linkskurve nach dem Ort geriet er nach rechts von der Fahrbahn ab und prallte gegen die Außenleitplanke.

Die anderen fünf Verkehrsunfälle geschahen teilweise bei geringer Geschwindigkeit. Verursacher und natürlich in allen Fällen Leidtragende waren zwei 16-Jährige mit Leichtkrafträdern, bei denen die Leistung gedrosselt ist, ein 22- und ein 26-Jähriger. Ein 38-Jähriger hatte sogar während einer Fahrstunde die Kurve unterschätzt und falsch angefahren.

Die Unfallörtlichkeiten lagen allesamt im Bereich von Kurven. Die Polizei geht in allen Fällen von Fahrfehlern aus. Obwohl die Kurven gut ausgebaut und die Kurvenverläufe übersichtlich sind, werden sie von den Fahrern leicht unterschätzt.

Die Polizei wird weiterhin stark präsent sein und appelliert an die Motorradfahrer mit gemäßigtem Schaum an die Strecke heranzugehen, um die Unfallhäufigkeit wieder auf ein erträgliches Maß zu reduzieren. Im Vergleichszeitraum des Jahres 2016 war es lediglich zu zwei Motorradunfällen mit zwei Leichtverletzten und einer schwer verletzten Person gekommen.

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Einbruch bei Autovermietung – Polizei bittet um Zeugenhinweise

WÜRZBURG / GROMBÜHL. In der Nacht von Sonntag auf Montag ist ein Unbekannter in einen Bürokomplex eingestiegen. Er entwendete einen geringen Bargeldbetrag und flüchtete in unbekannte Richtung. Die Ermittlungen werden durch die Kripo Würzburg geführt.

Zwischen Sonntag, 19:00 Uhr, und Montag, 05:00 Uhr, ist ein bislang Unbekannter gewaltsam in die Räumlichkeiten einer Autovermietung in der Nürnberger Straße eingestiegen. Nachdem der Täter mehrere Büros durchsucht hat, flüchtete er mit einem geringen Bargeldbetrag in unbekannte Richtung. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf etwa 1.500 Euro.

Die Kriminalpolizei Würzburg bittet Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, sich unter Tel. 0931/457-1732 zu melden.

 

Einbruch in Firma – Bargeld im unteren dreistelligen Bereich entwendet

WÜRZBURG / HEUCHELHOF. Ein bislang unbekannter Täter ist in der Zeit von Freitagnachmittag bis Sonntagmittag gewaltsam in eine Firma eingebrochen und entwendete Bargeld im unteren dreistelligen Bereich. Da der Täter unerkannt entkommen konnte, sucht die Kripo Würzburg auch nach Zeugen.

 

Eine Fußgängerin stellte am Sonntag gegen 12:20 Uhr die aufgebrochene Eingangstür zu der Firma in der Max-Mengeringhausen-Straße fest. Dem bisherigen Sachstand nach drang der Unbekannte gewaltsam in den Betrieb ein, brach in den Büroräumen mehrere Schränke auf und entwendete Bargeld im unteren dreistelligen Bereich. Dabei hinterließ er einen Sachschaden in Höhe von rund 2.000 Euro. Anschließend machte sich der Täter unerkannt aus dem Staub.

Die weiteren Ermittlungen übernahm die Kripo Würzburg. Zu Aufklärung der Tat setzt der Ermittler auch auf Hinweise aus der Bevölkerung. Zeugen, die verdächtige Personen oder Fahrzeuge im relevanten Zeitraum im Bereich der Max-Mengeringhausen-Straße gesehen haben, werden gebeten sich unter der Tel. 0931/457-1732 zu melden.

 

Verkehrsunfall aufgrund medizinischer Ursache – Fahrer vor Ort verstorben

Mainaschaff, BAB A 3, Fahrtrichtung Frankfurt. Am Samstagmorgen gegen 09:15 Uhr gingen bei der Polizei mehrere Mitteilungen über einen Gliederzug ein, welcher über eine längere Wegstrecke zwischen den Anschlussstellen Aschaffenburg-Ost und Aschaffenburg mehrmals die Außenleitplanke touchiert hätte und schließlich auf dem Standstreifen zum Stehen gekommen sein soll.

 

Unfallzeugen erkannten den Ernst der Lage und eilten dem Fahrer sofort zu Hilfe. Die umsichtigen Ersthelfer holten den Fahrer aus dem Führerhaus und begannen sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen. Der hinzukommende Rettungsdienst und der Notarzt übernahmen die weitere Reanimation. Diese musste jedoch nach kurzer Zeit erfolglos abgebrochen werden. Der 61jährige tschechische Lkw-Fahrer verstarb an der Unfallstelle. Die Autobahn musste für ca. 15 Minuten voll gesperrt werden. Danach konnte der linke Fahrstreifen und später auch der mittlere Fahrstreifen für den Verkehr wieder freigegeben werden. Es kam zu einem Rückstau von ca. 5 km Länge. Der Gliederzug wurde von einem hinzugerufenen Abschleppdienst abgeschleppt.

Am Gliederzug entstand ein Sachschaden in Höhe von ca. 7.500 Euro. Die Außenleitplanke war auf einer Länge von ca. 1,5 km mehrfach stark beschädigt. Es wird von einem vorläufigen Sachschaden in Höhe von ca. 5.000 Euro ausgegangen. Die Absicherung der Unfallstelle wurde zunächst durch die Feuerwehren aus Mainaschaff und Aschafffenburg-Damm übernommen. Nach der Begutachtung der Schäden an der Außenleitplanke wurde die weitere Absicherung durch die Autobahnmeisterei Hösbach gestellt.

Trunkenheit im Straßenverkehr – bislang unbekannte Unfallstelle

Waldaschaff, A 3, Fahrtrichtung Passau/Linz. Nach Mitteilungen über einen Schlangenlinienfahrer am Samstagmorgen gegen 09:00 Uhr auf der A 3 konnte durch eine Streifenbesatzung der Autobahnpolizei ein Pkw Land Rover auf dem Seitenstreifen fahrend angetroffen werden. Der 61jährige Fahrer fuhr mit einer Geschwindigkeit von ca. 30 km/h.

Die Anhaltesignale durch die vorausfahrende Streifenbesatzung wurden von dem 61jährigen ignoriert. Er wechselte auf den rechten Fahrstreifen und fuhr dort unbeirrt mit 30 km/h weiter. Erst ein Motorschaden am Kauppenaufstieg brachte das Fahrzeug schließlich auf dem Standstreifen zum Stehen. Bei der Überprüfung des Fahrers wurde Alkoholgeruch festgestellt. Ein vor Ort durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von über 2,5 Promille. Der 61jährige wurde zur Dienststelle verbracht, wo ihm eine Blutprobe entnommen wurde. Der Führerschein wurde zur Vorbereitung der Entziehung der Fahrerlaubnis sichergestellt. Der Pkw Land Rover wies an der rechten Frontseite einen erheblichen Schaden auf.

Der Pkw wurde als Beweismittel sichergestellt. Bislang konnte eine entsprechende Unfallstelle noch nicht ausfindig gemacht werden. Zeugen, welche sachdienliche Angaben machen können, werden gebeten sich mit der Verkehrspolizeiinspektion Aschaffenburg-Hösbach unter der Telefon-Nr. 06021/857-2530 in Verbindung zu setzen.

Brand in einem Einfamilienhaus – zwei Einsatzkräfte der Feuerwehr erlitten eine leichte Rauchgasvergiftung

ZELLINGEN – OT RETZBACH, LKR. MAIN-SPESSART. Zu einem Brand in einem Einfamilienhaus ist es am Sonntagvormittag aus bislang unbekannten Gründen gekommen. Die im Haus befindlichen Bewohner konnten sich rechtzeitig ins Freie begeben. Eine Feuerwehrfrau erlitt eine leichte Rauchgasvergiftung. Die weiteren Ermittlungen übernahm die Kripo Würzburg.

 

Ein Nachbar bemerkte als erster den Brand im Dachgeschoss des Hauses in der Thüngener Straße und informierte gegen 09:00 Uhr die Integrierte Leitstelle in Würzburg. Obwohl die regionalen Feuerwehren schnell vor Ort waren, konnten sie ein ausbrennen des Dachstuhls nicht verhindern. Bereits bei der Anfahrt zum Brandort konnte die Streife der Karlstadter Polizei die Rauchsäule des im Vollbrand befindlichen Dachstuhls erkennen. Noch vor dem Eintreffen von Feuerwehr und Polizei retteten sich die Bewohner des Hauses ins Freie. Im Rahmen der Löscharbeiten erlitten zwei Einsatzkräfte der Feuerwehr eine leichte Rauchgasvergiftung und mussten durch den bereits vor Ort befindlichen Rettungsdienst medizinisch betreut werden. Zwei Bewohner des Hauses erlitten einen leichten Schock.

Wie es zu dem Brand kommen konnte und die genaue Höhe des Sachschadens ist Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen, welche die Kripo Würzburg übernommen hat.

PP Unterfranken