Polizei Berichte Region Main-Tauber-Kreis 15.08.2018

Heilbronn (ots) – Bad Mergentheim: Hund im heißen Auto – Einsatz der Feuerwehr

Einen hechelnden Hund in einem in der prallen Sonne stehenden Auto meldeten Passanten am Dienstagnachmittag. Der Wagen stand geparkt beim Caritas-Krankenhaus in Bad Mergentheim. An dem VW waren lediglich die hinteren Fenster einen kleinen Spalt geöffnet, der Chihuahua hatte nichts zu trinken. Da Außentemperaturen von fast 27 Grad herrschten, es im PKW sicherlich deutlich heißer war und der Fahrzeughalter nicht erreicht werden konnte, rief die Polizei die Bad Mergentheimer Feuerwehr zu Hilfe. Kurz bevor der Wagen dann gewaltsam geöffnet wurde, erschien der 53 Jahre alte Hundebesitzer und befreite das Tier aus dem heißen „Käfig“. Gegen ihn wird nun wegen eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ermittelt.

Niederstetten: Nachbarn und Feuerwehr retten Seniorin

Hilferufe aus einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in Niederstetten wurden am Dienstagabend gemeldet. Die Freiwillige Feuerwehr Niederstetten, der Rettungsdienst und die Polizei rückten an. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr öffneten die Wohnungstür gewaltsam und fanden die Bewohnerin auf dem Boden liegend. Die 86-Jährige war gestürzt und kam nicht mehr auf die Beine. Sie wurde vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gefahren.

Bad Mergentheim: Sprayer unterwegs

Sachschaden in Höhe von über 2.000 Euro richteten Unbekannte am vergangenen Wochenende in Bad Mergentheim an. Die Täter sprühten mit schwarzer Farbe mehrere großflächige Aufschriften an die Überführung an der Südumgehung der B 19 und mussten sich bei ihrer „Arbeit“ sicherlich außerhalb des Brückengeländers und auf der Böschung der Bundesstraße aufgehalten haben. Die Polizei hofft, dass jemand in der Zeit zwischen Freitagnachmittag und Montagmorgen in diesem Bereich verdächtige Personen oder ein Fahrzeug gesehen hat. Hinweise werden unter der Telefonnummer 07931 54990 an das Polizeirevier Bad Mergentheim erbeten.

Bad Mergentheim-Rengershausen: Einbrecher überrascht

Recht geistesgegenwärtig reagierte eine Wirtsfamilie in Rengershausen am Dienstagnachmittag. Die Wirtin sah gegen 16.30 Uhr vor ihrer Gaststätte einen Seat Alhambra mit einem ungarischen Kennzeichen stehen, deren Insassen ihr verdächtig vorkamen. Deshalb ging sie zu den Hintertüren des Gebäudes, um diese zu schließen. Als sie eine Tür gerade abgeschlossen hatte, drückte von außen jemand die Klinke nach unten. Der Unbekannte flüchtete, als er sah, dass er bemerkt wurde. Auch der Seat verschwand. Die alarmierte Polizei reagierte rasch und konnte den PKW kurz darauf in Stuppach mit einem Insassen stoppen. Dann wurde aus einer Stuppacher Gaststätte eine Person gemeldet, die dort Schlafräume durchsuchte. Der Eindringling konnte von einem Bewohner festgehalten werden, bis die Polizei eintraf. Die Beamten ermitteln nun gegen zwei 58 und 38 Jahre alte Ungarn wegen versuchten Einbruch-Diebstahls. Der Ältere war ausgeschrieben zur Festnahme und ist einschlägig bekannt. Da er die noch ausstehende Geldstrafe bezahlen konnte, musste er wie sein mutmaßlicher Komplize wieder auf freien Fuß gesetzt werden.

Bad Mergentheim: 2,76 Promille

Einen Autofahrer, der offensichtlich unter Alkoholeinfluss steht und in Bad Mergentheim umher fährt, wurde der Polizei am Dienstagvormittag gemeldet. Eine Streife sah den Wagen kurz darauf und konnte den 56-jährigen Fahrer zum Anhalten bringen. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von immerhin fast 2,8 Promille um 11.30 Uhr. Er musste zu einer Blutentnahme mitkommen. Sein Führerschein wurde einbehalten.

Weikersheim: Einbruch gescheitert

In eine Lagerhalle einer Genossenschaft in der Weikersheimer Bahnhofstraße wollten Unbekannte in der Nacht zum Montag einbrechen. Die Täter brachen ein Tor der Halle auf, konnten dieses aber nicht öffnen, weil so genannte Big Bags dahinter gelagert wurden. Die Einbrecher trollten sich ohne Beute. Verdächtige Beobachtungen im Bereich der Bahnhofstraße sollten dem Polizeiposten Weikersheim, Telefon 07934 99470 gemeldet werden.

Wertheim: Video sei Dank

Einer Videoaufzeichnung hat ein 51-Jähriger zu verdanken, dass er nach einem Unfall in Wertheim nicht auf einem Schaden von etwa 2.000 Euro sitzen bleibt. Der Mann hatte seinen Audi am Dienstagnachmittag auf einem Parkplatz am Almosenberg geparkt. In der Zeit, als er weg war, fuhr eine zunächst Unbekannte mit ihrem Ford Kuga gegen das geparkte Auto. Die Fahrerin kümmerte sich nicht um den angerichteten Schaden und fuhr weg. Anhand der Aufnahmen der Videoaufzeichnung einer Kamera konnte das Kennzeichen des Fahrzeugs und damit auch die Anschrift der gesuchten Frau ausfindig gemacht werden. Die Beamten fanden den Kuga in der Garage der mutmaßlichen Unfallverursacherin. An diesem wurde ebenfalls ein Sachschaden in Höhe von über 2.000 Euro festgestellt.

Wertheim-Bestenheid: Cabrio zerkratzt

Über 5.000 Euro Sachschaden hinterließ ein Unbekannter in der Nacht zum Dienstag in Wertheim-Bestenheid. Eine 26-Jährige parkte ihren silbernen Audi A5 Cabrio am Montagnachmittag, kurz vor 16 Uhr bis 23 Uhr in der Breslauer Straße und anschließend noch bis 1.30 Uhr in der Straße Kleiner Weg. Wo der Täter tätig war, ist unklar. Er zerkratzte den Wagen fast rundum mit einem spitzen Gegenstand. Da es keine Hinweise auf den Unbekannten gibt, hofft die Polizei auf Zeugen. Hinweise gehen an das Polizeirevier Wertheim, Telefon 09342 91890.

Zusammenfassung Geschehnisse Taubertalfestival im Bereich des Polizeireviers Bad Mergentheim

Keine Unfälle mit an- oder abfahrenden Teilnehmern des Taubertalfestivals in Rothenburg und mitgeführte Betäubungsmittel zu beschlagnahmen waren die Ziele der Bad Mergentheimer Polizei auch in diesem Jahr. Einsatzleiter Albrecht Kucher zeigte sich am Ende zufrieden: „Die Festivalteilnehmer akzeptierten unsere Kontrollen. Allein am Abreisetag kamen rund 120 Frauen und Männer zu uns, um freiwillig einen Atemalkoholtest zu machen, bevor sie sich auf die Heimreise begaben.“ Einige verschoben ihre Abfahrt dann, denn die Testergebnisse zeigten, dass dies die bessere Lösung war. Schon bei den Anfahrtskontrollen am Mittwoch und Donnerstag zeigte sich, dass der Einsatz der Polizei unbedingt notwendig war. An zwei Kontrollstellen waren fast 50 Beamte des Polizeireviers Bad Mergentheim und anderer Dienststellen im Einsatz. Weit über 500 Fahrzeuge und mehr als 800 Personen wurden kontrolliert und viele von diesen auch durchsucht. In 30 Fällen kamen Rauschgiftsuchhunde zum Einsatz und wurden auch fündig. Insgesamt „erschnüffelten“ die Vierbeiner bei den ankommenden Fans rund 15 Gramm Marihuana und eine kleine Menge Haschisch. Auch die eingesetzten Beamtinnen und Beamten bewiesen ihre gute „Spürnase“. Sie fanden insgesamt 45 Gramm Marihuana und etwas Haschisch. Über 20 Autofahrer wurden schon bei der Anreise zu einem Atemalkoholtest aufgefordert, die gemessenen Werte lagen allerdings unterhalb der Ahndungsgrenzen. 63 Personen wurden zur freiwilligen Abgabe einer Urinprobe aufgefordert, bei 8 Fahrzeugführern wurde eine Drogenbeeinflussung festgestellt und Blutproben angeordnet. Am Donnerstag vor dem Festival behinderten starke Windböen die Kontrollen. Sogar die Zufahrt zum Festivalgelände musste einige Zeit gestoppt werden. Dadurch bildeten sich kilometerlange Staus. Bei den Abfahrtskontrollen wurden noch einmal 700 Fahrzeuge und rund 800 Personen kontrolliert. Erster Polizeihauptkommissar Albrecht Kucher sieht es als Erfolg an, dass bei den An- und Abfahrtskontrollen bei so vielen kontrollierten Fahrern insgesamt lediglich vier wegen Alkohol und 18 wegen Drogen am Steuer angezeigt werden mussten: „Es hat sich herumgesprochen, dass die Polizei alle Jahre wieder präsent ist.“ Allein über das Wochenende und am Abreisetag wurden von ca. 250 Festivalbesuchern um einen Alco-Test gebeten. Der Rückgang der Anzeigen wegen Alkohol am Steuer ist ein Indiz dafür, dass unsere Präsenz und der Überwachunsdruck Wirkung zeigen. Insgesamt wurden an den sechs Tagen, an denen die Polizei im Zuständigkeitsbereich des Bad Mergentheimer Reviers kontrollierte, rund 80 Gramm Marihuana, neun Joints und etwas Amphetamin sichergestellt. 40 Männer und Frauen werden angezeigt wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz. Acht Anzeigen wegen anderer Straftaten und Ordnungswidrigkeiten wurden gefertigt. Sechs verbotene Einhandmesser und ein Schlagring konnten beschlagnahmt werden. Für Albrecht Kucher zeigen die Ergebnisse, dass die An- und Abfahrtskontrollen dringend notwendig sind: „Es gibt jedes Jahr wieder schwarze Schafe, die sich nicht an die Regeln halten wollen. Wir erwischen natürlich bei Weitem nicht alle, aber wir setzen mit unseren Kontrollen ein Zeichen, dass wir keinen rechtsfreien Raum zulassen wollen.“ Beim Fazit zum Thema Verkehrsunfälle fasst sich der Bad Mergentheimer Polizeichef kurz: „Das polizeiliche Ziel, die Verkehrssicherheit zu gewährleisten, wurde erreicht.“ Nur ein einziger Kleinstunfall musste im Zusammenhang mit den Festivaltagen vom Polizeirevier Bad Mergentheim bearbeitet werden. Das bedeute auch, so Albrecht Kucher, dass es diese Kontrollen im nächsten Jahr wieder geben werde.

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Bilder 48.Altstadtfest Wertheim Samstag 25.07.2015 Teil 1