Polizei Berichte Region Stadt- und Landkreis Heilbronn 10.08.2018

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Heilbronn (ots) – Widdern: 40.000 Euro Schaden

Circa 40.000 Euro Sachschaden ist die Folge eines Unfalls am Donnerstagnachmittag auf der Autobahn 81 in Widdern. Ein 28-Jähriger war gegen 17 Uhr mit seinem Daimler-Benz zwischen den Autobahnausfahrten Möckmühl und Osterburken in Richtung Würzburg unterwegs. Aufgrund von nicht angepasster Geschwindigkeit auf regennasser Fahrbahn verlor der Mann die Kontrolle über sein Fahrzeug. Der Pkw schleuderte zunächst nach links in die Leitplanke, wobei das vordere linke Rad abriss. Anschließend fuhr der Daimler-Benz nach rechts über die Fahrbahn in den Grünstreifen und überschlug sich. Dann blieb der Pkw stehen. Am Fahrzeug entstand Totalschaden in Höhe von circa 40.000 Euro. An der Leitplanke blieb ein Schaden in Höhe von circa 1.500 Euro zurück. Der Betroffene wurde zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht.

Heilbronn: Rettungsgasse versperrt und mehrere weitere Verstöße begangen

Mit einer Anzeige muss ein 42-Jähriger rechnen, der Einsatzfahrzeugen am Mittwochabend auf der Autobahn 6 die Fahrt erschwerte. Der Mann war gegen 19 Uhr mit seinem LKW mit Anhänger zwischen den Autobahnausfahrten Heilbronn/Untereisesheim und Bad Rappenau in Richtung Mannheim unterwegs. Er hielt die Rettungsgasse nicht ein und überholte sogar noch ein Fahrzeug im Überholverbot. Währenddessen telefonierte er am Steuer mit seinem Handy. Bei einer späteren Kontrolle fielen den Polizeibeamten noch Verstöße gegen Sicherheitsvorschriften bei seiner Ladung vor. Der Mann darf nun mit entsprechenden Konsequenzen rechnen.

Obersulm: Daimler-Benz Vito beschädigt

Als eine Frau am Mittwoch zu ihrem geparkten Fahrzeug zurückkehrte, stellte sie Beschädigungen in Höhe von circa 2.000 Euro daran fest. Der Daimler-Benz Vito stand im Zeitraum von 10 Uhr bis 14 Uhr auf dem Parkplatz 2 des Breitenauer Sees. Eindellungen am hinteren rechten Stoßfänger deuten auf die Unfallflucht eines Unbekannten hin. Den Lackrückständen nach zu urteilen handelt es sich um ein weißes Verursacherfahrzeug. Zeugenhinweise nimmt das Polizeirevier Weinsberg unter der Telefonnummer 07134/992-0 entgegen.

Bereich Weinsberg: Warnhinweis – Enkeltrickbetrüger am Telefon

Aktuell (Freitag, 10.08.2018) sind Enkeltrickbetrüger im Bereich Weinberg aktiv. Diese geben sich am Telefon vorwiegend älteren Menschen gegenüber als vermeintliche Verwandte aus und versuchen so das Vertrauen der älteren Personen erschleichen und diese um Geld zu bitten. Die Lage wird meist äußerst dringlich dargestellt, so sei man beispielsweise beim Notar und benötige für einen Hauskauf dringend Geld. Die Betroffenen werden durch wiederholte Anrufe unter Druck gesetzt. Die Polizei rät bei Anrufen zu Misstrauen, bei denen sich die Person nicht selbst mit Namen vorstellt, sie finanzielle Verhältnisse erfragt oder Geld fordert. Überweisen oder übergeben Sie in diesem Zusammenhang niemals Geld an unbekannte Personen. Sollte Ihnen ein Anruf verdächtig erscheinen, verständigen Sie umgehend die Polizei über 110.

Heilbronn: Zahlreiche Rauschgiftdealer festgenommen

Ab September 2017 wurden vom Arbeitsbereich Rauschgift der Kriminalpolizeidirektion Heilbronn unter der Verfahrensbezeichnung „Pokerface“ Ermittlungen gegen eine 4-köpfigeTätergruppierung geführt, welche im zweistelligen Kilobereich Marihuana bezogen und anschließend im Raum Heilbronn veräußert hatte. Die Hauptzielpersonen, es handelt sich hierbei um einen Deutsch-Libanesen und drei Italiener, wurden Mitte Dezember 2017 festgenommen. Sie hielten sich zuvor täglich im Bereich der Heilbronner Innenstadt auf. Im Rahmen der hierbei betriebenen verdeckten Maßnahmen wurde im Bereich des Marktplatzes eine Kontaktszene erkannt. Weiterhin konnte nachvollzogen werden, dass sich unter den Abnehmern unter anderem eine Gruppierung, bestehend aus 4 syrischen Staatsangehörigen befindet, welche die Betäubungsmittel an einen eigenen Kundenstamm in der Heilbronner Innenstadt abgibt. Diese Personen wiederum wurden im Rahmen der Observationsmaßnahmen an Treffpunkten in der Heilbronner Innenstadt festgestellt. Aufgrund der geführten Ermittlungen konnte die Angehörigen dieser Gruppierung auf Antrag der Staatsanwaltschaft Heilbronn Anfang März 2018 inhaftiert werden.

Um weiter gegen die erkannte Kontaktszene vorzugehen, wurde im April 2018 beim PP Heilbronn die Ermittlungsgruppe „Käthchen“ eingerichtet. Bereits zu diesem Zeitpunkt erfolgte ein enger Informationsaustausch mit der Staatsanwaltschaft Heilbronn und die Festlegung der weiteren Einsatzkonzeption. Ziel war und ist es, unter Einsatz von umfangreichen verdeckten Maßnahmen mit Unterstützung von Kräften des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg BW diese Kontaktszene zu zerschlagen, einen beweiskräftigen Nachweis der Taten von Lieferanten und Hintermännern zu führen sowie Betäubungsmittel sicherzustellen.

In den folgenden Wochen gelang es den Einsatzkräften durch intensive Aufklärungs- und Ermittlungsmaßnahmen tiefgehende Erkenntnisse hinsichtlich der beteiligten Personen, den vorhandenen Strukturen sowie der Verteilung und der Herkunft der Betäubungsmittel zu erlangen.

Im Rahmen der Ermittlungen konnten zwei Gruppierungen, welche zu dieser Zeit in der Heilbronnern Innenstadt aktiv waren, identifiziert werden.

Eine afghanische Gruppe dominierte das Umfeld der Kilianskirche und veräußerte Marihuana, XTC-Tabletten und Kokaingemisch. Eine Gruppe syrischer Staatsangehöriger veräußerte ausschließlich XTC-Tabletten und Kokaingemisch in der Fußgängerzone. Weiterhin gelang es einen einzelnen syrischen Staatsangehörigen als den Lieferanten der XTC-Tabletten zu ermitteln, welche durch die zuvor genannten Gruppen veräußert wurden.

Neben den erwähnten Gruppen konnten auch Einzeltäter erkannt und überführt werden. Hierbei handelt es sich um einen deutschen und einen türkischen Staatsangehörigen.

Nach Kontaktaufnahme im Bereich des Kilians- /Marktplatzes erfolgte die eigentliche Übergabe der Drogen in der Heilbronner Innenstadt.

Aufgrund dieser Erkenntnisse erließ das Amtsgericht Heilbronn gemäß Antrag der Staatsanwaltschaft Heilbronn gegen insgesamt 21 Personen Untersuchungshaftbefehle, von denen 20 inzwischen vollstreckt wurden. Gegen eine weitere Person wurde ein Vollstreckungshaftbefehl vollzogen. Nach dem letzten Täter wird aktuell noch gefahndet.

In der Zwischenzeit wurden mehr als 60 Ermittlungsverfahren – wegen des unerlaubten Handels und des gewerbsmäßigen unerlaubten Handels mit Betäubungsmitteln sowie wegen des unerlaubten Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge und wegen des unerlaubten Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge unter Mitführung von Waffen sowie dem Erwerb von BtM – eingeleitet. Es wurden etwa 2,2 Kilogramm Marihuana, mehr als 2200 XTC-Tabletten und zirka 70 Gramm Kokaingemisch sichergestellt. Darüber hinaus wurden diverse Waffen sichergestellt, welche teilweise bei den BtM-Geschäften mitgeführt oder in den Wohnungen vorrätig gehalten wurden. Es handelte sich um Reizstoffsprühgeräte, Stichwaffen und Schreckschusswaffen.

Mit den drei Monate andauernden intensiven gemeinsamen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Heilbronn und der Kriminalpolizeidirektion Heilbronn gelang ein empfindlicher Schlag gegen die Rauschgiftszene in der Heilbronner Innenstadt.

Heilbronn: Raubüberfall auf Tankstelle

Nach einem Raubüberfall auf eine Tankstelle in Heilbronn kam es am Freitagmorgen zu einem größeren Polizeieinsatz. Gegen 3 Uhr früh hatte eine vermummte Person den Verkaufsraum in der Neckarsulmer Straße betreten, sich vor die Theke begeben und die Angestellte der Tankstelle mit einem Messer bedroht. Der oder die Unbekannte ließ sich Bargeld geben und steckte dieses in einen mitgeführten Rucksack. Danach griff die vermummte Person noch in die Kasse und warf das dabei erhaschte Kleingeld ebenfalls in die Tasche. Eine Minute später verließ sie mit der Beute die Tankstelle und lief in Richtung der Bundesstraße 27 / Neckarsulm davon. Zum Tatzeitpunkt befanden sich ein Kunde sowie die Angestellte in den Räumlichkeiten der Tankstelle. Beide Personen blieben unverletzt. Der genaue Betrag des geraubten Geldes ist noch nicht bekannt. Im Rahmen der Fahndung nach der unbekannten Person waren zahlreiche Streifenwagen im Einsatz. Die gesuchte Person war vermummt, dunkel gekleidet und trug auffällige Sportschuhe. Das von ihr mitgeführte Messer ist ein Einhandmesser mit verchromter Klinge und einem Loch auf der Messeroberseite. Die Klingenlänge beträgt circa 15 Zentimeter. Die Staatsanwaltschaft Heilbronn und die Kriminalpolizei bitten in Bezug auf die beschriebene Person und den Vorfall um Hinweise aus der Bevölkerung. Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 07131/104-4444 bei der Kriminalpolizei zu melden.

 

 

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