Polizei Berichte Region Stadt- und Landkreis Heilbronn vom 22.03.2019

fsHH / Pixabay Archivbild Polizeieinsatz

Heilbronn (ots)

Neckarsulm: Brandalarm in Bäckerei

Ein Brand in einer Bäckerei in Neckarsulm-Amorbach wurde am Freitagmorgen gemeldet. Als die Feuerwehr eintraf, war das Feuer allerdings bereits gelöscht. Es stellte sich heraus, dass es im Sozialraum der Firma offenbar im Küchenbereich zu brennen begann. Warum, das ist bislang unklar. Beschädigt wurde nur wenig, so dass der Schaden nicht allzu groß ist. Durch die starke Brandentwicklung war das Gebäude allerdings im Bereich rund um den Brandherd zunächst nicht bewohnbar und wurde deshalb von der Feuerwehr belüftet.

Bad Friedrichshall: Räder gestohlen

Aus einer Tiefgarage in Bad Friedrichshall stahlen Unbekannte im Verlauf dieser Woche einen Komplettsatz Räder. Bei den 225/45 ZR17Sommerreifen handelt es sich um originale Daimler Benz-Alufelgen. Der Rädersatz hat einen Wert von rund 1.500 Euro. Hinweise auf die Täter gibt es keine, weshalb die Polizei hofft, dass jemand in der Zeit zwischen Sonntag und Freitag in der Friedlandstraße eventuell das Verladen der Räder oder sonst etwas Verdächtiges beobachtet hat und dies aber nicht mit einem Diebstahl in Verbindung brachte. Hinweise werden erbeten an den Polizeiposten Bad Friedrichshall, Telefon 07136 98030.

Heilbronn: Kradfahrer verletzt – Verursacher geflüchtet

Nach einem Unfall am Donnerstagmorgen in Heilbronn, bei dem ein Motorradfahrer verletzt wurde, sucht die Polizei den Verursacher. Gegen 9 Uhr befuhr ein Kradfahrer die rechte Spur der Karl-Nägele-Brücke in Richtung Stadtmitte. Als ein neben ihm fahrender Unbekannter mit seinem Transporter von der linken auf die rechte Spur wechselte und dabei offenbar das Motorrad übersah, kam es zum Zusammenstoß, wodurch der Biker stürzte und sich leichte Verletzungen zuzog. Der Unfallverursacher fuhr weiter, ohne sich um den Verletzten oder den Unfall zu kümmern. Von seinem Wagen ist nur bekannt, dass es sich um einen weißen Transporter handelt, der am Heck eine Firmenaufschrift und ein Taubenlogo hat. Hinweise auf dieses Fahrzeug oder den Fahrer werden erbeten an das Polizeirevier Heilbronn, Telefon 07131 104-2500.

Brackenheim: Fußgänger angefahren und geflüchtet

Die Lauffener Polizei sucht derzeit einen dunklen Mercedes und dessen Fahrer. Der Unbekannte befuhr am Donnerstagabend, kurz nach 23 Uhr mit offensichtlich überhöhter Geschwindigkeit die Heilbronner Straße in Brackenheim. Ein Fußgänger, der im verkehrsberuhigten Bereich die Straße überquerte, gab dem Mercedesfahrer ein Zeichen, dass dieser langsamer fahren solle. Der PKW-Lenker bremste seinen Wagen kurz ab, gab dann aber wieder Gas. Der PKW streifte den Fußgänger, der dadurch leichte Verletzungen erlitt. Der Unbekannte gab anschließend noch mehr Gas und fuhr mit quietschenden Reifen in Richtung Kreisverkehr davon. Von dem Wagen ist nur bekannt, dass es sich um einen dunklen Mercedes handelt, der eventuell im Bereich des Beifahreraußenspiegels leichte Beschädigungen hat. Sein Kennzeichen beginnt mit HN MR oder ähnlich. Der Fahrer hat einen dunklen Teint und einen schwarzen, kurzen Vollbart. Seine schwarzen Haare waren nach links gegelt. Hinweise gehen an das Polizeirevier Lauffen, Telefon 07133 2090.

Langenbrettach: Unfallzeugen gesucht

Ein Verletzter und fast 20.000 Euro Sachschaden waren die Folgen eines Unfalls am Donnerstagmorgen bei Brettach. Ein 70-Jähriger befuhr gegen 7.45 Uhr mit seinem Audi A4 von Brettach kommend die Verlängerung der Neuenstädter Straße und bog an der Stopp-Stelle nach links in Richtung Neuenstadt ab. Dabei übersah er offensichtlich den VW Caddy eines 39-Jährigen, der in Richtung Öhringen unterwegs war. Der Caddy wurde durch den Zusammenprall der beiden Fahrzeuge von der Fahrbahn geschleudert und kippte an einer kleinen Böschung auf die Seite. Der 39-Jährige erlitt dabei leichte Verletzungen. Da es Unklarheiten über den Unfallverlauf gibt, werden Zeugen gebeten, sich unter der Telefonnummer 07132 93710 beim Polizeirevier Neckarsulm zu melden.

Offenau/Oedheim: Sinnlose Zerstörungswut

Ist es die Farbe, die Zipfelmütze oder irgendetwas anderes? Die Polizei rätselt, was immer wieder Leute reizt, ihre Zerstörungswut am BUGA-Karl auszulassen. In der Nacht zum Donnerstag waren je ein Karl in Offenau und Oedheim an der Reihe. Einem in der Neuenstadter Straße in Oedheim aufgestellten BUGA-Zwerg schlugen die Täter den Schädel ein. In Offenau war ein der Hauptstraße stehender Karl an der Reihe. Unbekannte traktierten die Zwergenmütze bis diese durchlöchert war. Die Polizei sucht Zeugen, die sich beim Polizeiposten Bad Friedrichshall, Telefon 07136 98030 oder bei der Polizei in Gundelsheim, Telefon 06269 41041, melden möchten. Dass es auch Menschen gibt, die nichts gegen den Zwerg haben, zeigte sich in Beilstein. An der Stelle, an der eine Figur in die Luft gesprengt wurde, stellten Unbekannte Kerzen auf.

Kfz-Diebstahl „Keyless Go“

In den vergangenen drei Monaten ist es im Präsidiumsbereich zu elf Diebstählen teilweise hochwertiger Kraftfahrzeuge gekommen. Insbesondere Fahrzeuge, die mit dem Keyless-Go-System ausgerüstet sind, waren für die Täter von Interesse. Hierbei handelt es sich um ein schlüsselloses Öffnungs- und Schließsystem, das auch die Inbetriebnahme des Fahrzeuges ohne Schlüssel im Zündschloss ermöglicht. Das System funktioniert über Funkwellen und kann deshalb zu einer Sicherheitslücke werden. Beim Abstellen und Verschließen eines Fahrzeuges mit Keyless-Go-System wird das letzte Funkwellensignal im Transponderschlüssel gespeichert. Professionelle Kfz-Diebe können mit technischem Equipment dieses Signal abfangen und über einen Reichweiten-Verlängerer bis zum Fahrzeug senden. Die Täter sind dadurch in der Lage das System zu überwinden und das Fahrzeug mittels Startknopf zu starten. Und das unabhängig davon, ob sich der Schlüssel im Haus, in ihrer Jacke oder ihrer Handtasche befindet. So werden auch eingebaute und aktivierte Auto-Alarmanlagen überwunden. Das Polizeipräsidium Heilbronn warnt vor dieser neuen Vorgehensweise der Täter und rät Besitzern von Fahrzeugen mit diesem System folgendes zu beachten.

– Parken Sie ihr Fahrzeug, wenn vorhanden, möglichst in einer abgeschlossenen Garage – Legen Sie den Schlüssel nicht ungeschützt in der Nähe der Haus- oder Wohnungstür ab – Legen Sie bei Nichtbenutzung des Fahrzeugs den Schlüssel zum Beispiel in eine Blechdose oder wickeln ihn mehrfach in Alu-Folie ein. Hierdurch kann das Signal abgeschirmt und nicht mittels eines Reichweiten-Verlängerers abgefangen werden. Um die Wirksamkeit dieser Sicherungsmaßnahme zu testen, sollte sich Ihr Fahrzeug auch dann nicht öffnen lassen, wenn Sie mit dem eingewickelten oder in der Dose befindlichen Schlüssel neben dem Fahrzeug stehen. – Belastbare Erfahrungswerte über angebotene Verwahrbehältnisse wie Etuis mit Abschirmfolien aus dem Internet sind nicht bekannt – Achten Sie insbesondere beim Verlassen des Fahrzeugs sowie beim Aufenthalt im Restaurant oder Café auf verdächtige Personen in ihrer Nähe

Heilbronn: Erneuter Schlag gegen „falsche Polizeibeamte“

Die Staatsanwaltschaft Heilbronn und die Kriminalpolizei Heilbronn lassen nicht locker, um im Deliktsfeld „Betrug zum Nachteil älterer Menschen“ und hier im Speziellen die Taten der sogenannten „falschen Polizeibeamten“, aufzuklären. Bereits im Februar ist den Ermittlern hier ein empfindlicher Schlag gegen eine komplette Betrügerbande gelungen (siehe Pressemitteilung vom 18.02.2019). Jetzt haben die eigens von der Kriminalpolizei Heilbronn eingesetzten Spezialermittler erneut zugeschlagen und am Donnerstagmorgen eine 37-jährige Türkin in einer Heilbronner Landkreisgemeinde vorläufig festgenommen. Die Beschuldigte steht im dringenden Verdacht, als Geldabholerin für eine international agierende Betrügerbande gearbeitet zu haben. So wird ihr vorgeworfen, am 14. März 2019 nach einem Anruf eines angeblichen Polizeibeamten bei einer 89-jährigen Frau im Landkreis Heilbronn mehr als 10.000 Euro Bargeld abgeholt und an sich genommen zu haben. Die Anrufe des Lockanrufers, des sogenannten „Keilers“, erfolgten in den späten Abendstunden. Die Geschädigte wurde massiv unter Druck gesetzt, bis sie schließlich ihr Geld vor dem Haus ablegte. Weiteren Schaden verhinderte am Folgetag ein aufmerksamer Bankmitarbeiter. Die Geschädigte sollte noch weiteres Geld übergeben, was jedoch verhindert werden konnte. Zudem steht die 37-Jährige im Verdacht, bereits am 30. Oktober 2018 bei einem Betrugsdelikt beteiligt gewesen zu sein. Hier soll sie von einem 85-Jährigen Mann, ebenfalls im Landkreis Heilbronn, über 90.000 Euro in Empfang genommen haben. Die Ermittler werfen der Frau noch weitere Beteiligungen an Taten von „falschen Polizeibeamten“ vor. Nach umfangreichen Ermittlungen gegen die Tätergruppierung wurden nunmehr die Wohnräume der 37-Jährigen durchsucht. Hierbei konnten verschiedene Beweismittel sichergestellt werden. Die Staatsanwaltschaft Heilbronn beantragte gegen die Frau einen Haftbefehl. Dieser wurde heute durch einen Haftrichter beim Amtsgericht Heilbronn erlassen und in Vollzug gesetzt und die Beschuldigte in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Die Ermittlungsarbeit der Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei Heilbronn in diesem Deliktsfeld geht indes mit Hochdruck weiter. Hierzu sind die Ermittler für jegliche Hinweise dankbar. Die Kriminalpolizei Heilbronn bittet darum, jegliche Anrufe sogenannter falscher Polizeibeamter zur Anzeige zu bringen, auch wenn die Täter bereits beim Anruf durchschaut werden.

Um nicht Opfer der perfiden Betrugsmasche zu werden, sollten Sie folgende Hinweise beachten:

"	Die Polizei ruft Sie niemals unter dem Polizeinotruf 110 an.
"	Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Legen Sie den 
Hörer auf. So werden Sie Betrüger los.
"	Werden Sie misstrauisch bei Forderungen nach
o	schnellen Entscheidungen,
o	Kontaktaufnahme mit Fremden sowie
o	Herausgabe von persönlichen Daten, Bargeld, Schmuck oder 
Wertgegenständen.
"	Wählen Sie die 110 und teilen Sie den Sachverhalt mit. Benutzen Sie
nicht die Rückruftaste, da Sie sonst wieder bei den Tätern landen.
"	Sprechen Sie am Telefon nicht über Ihre persönlichen und 
finanziellen Verhältnisse.
"	Beraten Sie sich mit Ihrer Familie oder Personen, denen Sie 
vertrauen.

Weitere Informationen und Präventionstipps finden Sie unter www.polizei-beratung.de

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Original Quelle Presseportal.de

Bilder 48.Altstadtfest Wertheim Samstag 25.07.2015 Teil 1