Polizei News für MSP , Region Mainfranken , Unterfranken und Rhön , 10.03.2016

Nach betrügerischem Verkauf von Lederwaren – 63-jähriger Tatverdächtiger ermittelt – Kripo sucht weitere Geschädigte

ASCHAFFENBURG UND HAIBACH, LKR. ASCHAFFENBURG. Nachdem Ende Februar ein Trickbetrüger mehrere angeblich hochwertige Lederjacken an einen Senioren verkauft hatte, wurde jetzt ein 63-Jähriger bei einem ähnlich gelagerten Vorgehen vorläufig festgenommen. Die Kripo Aschaffenburg ist jetzt auf der Suche nach weiteren potentiellen Geschädigten.

Wie bereits berichtet, hatte der Verkäufer während einer Autofahrt am 28. Februar gegen 13:00 Uhr in der Haibacher Büchelbergstraße einen Senioren durch Hupen und Winken zum Anhalten bewegt. Der Mann täuschte vor, dass er mit dem Rentner bekannt sei und schenkte ihm zwei angeblich sehr hochwertige Lederjacken. Mit einer dritten Lederjacke, die der Verkäufer aus seinem Fiat holte, wollte er dann ein Geschäft über 450 Euro abwickeln. Der Rentner übergab letztlich 150 Euro.

Am Donnerstagmorgen ist es dann erneut zu einem ähnlichen Fall gekommen. In der Aschaffenburger Bischbergstraße hatte ein Mann einen 91-jährigen Senioren auf der Straße angesprochen und eine frühere Bekanntschaft vorgetäuscht. Schnell versuchte der Mann dann, zwei angeblich sehr teure Jacken und eine Damenhandtasche für 400 Euro zu verkaufen. Der Senior verständigte die Polizei und eine Streifenbesatzung der Aschaffenburger Polizeiinspektion nahm einen 63-Jährigen an Ort und Stelle vorläufig fest.

Die weiteren Ermittlungen hat die Kripo Aschaffenburg übernommen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen kam der 63-Jährige wieder auf freien Fuß.

Der Sachbearbeiter geht jetzt auch der Frage nach, ob der Beschuldigte noch für weitere Straftaten in Frage kommen könnte, die der Polizei bislang noch nicht bekannt sind. Personen, die in solche Geschäfte innerhalb der letzten Wochen am Untermain verwickelt waren, werden gebeten, sich unter Tel. 06021/857-1732 zu melden.

Betrüger mit der Geldwechselfalle aktiv – Vorsicht an Geschäftskassen

WÜRZBURG UND KITZINGEN. Zwischen Dienstagnachmittag und Mittwochnachmittag ist es in der Region Mainfranken zu mehreren sogenannten Wechselfallen in Geschäften gekommen. Nach zwei Fällen in Kitzingen haben Polizeibeamte zwei dringend Tatverdächtige vorläufig festgenommen. Das Polizeipräsidium Unterfranken warnt vor der altbekannten Masche.

Am Mittwoch gegen 14:40 Uhr war ein Unbekannter in eine Apotheke in der Juliuspromenade gekommen. Zunächst wollte er einen 99 Cent-Artikel mit einem 50 Euro-Schein bezahlen. Danach kramte der Verdächtige doch eine 1-Euro-Münze heraus. Durch mehrmalige Wechselwünsche gelang es dem Täter 50 Euro zu erbeuten.

  • Der Mann war etwa 160 Zentimeter groß, ca. 45 Jahre alt, schlank, sprach deutsch mit ausländischem Akzent.

Mit einem gleichgelagerten Wechseltrickbetrug erbeuteten zwei Männer am Dienstag, in der Zeit zwischen 17:10 Uhr und 17:30 Uhr, in zwei Geschäften am Kürschnerhof Bargeld. Der finanzielle Schaden in Höhe von knapp 200 Euro wurde erst am Mittwoch im Rahmen der Kassenabrechnung festgestellt.

Hier waren zwei Unbekannte am Werk, die wie folgt beschrieben werden:

  • Ca. 25 Jahre alt und etwa 185 cm groß, schlank, sprach deutsch mit ausländischem Akzent und bekleidet mit einer Jeans-Hose
  • Ca. 25 Jahre alt und etwa 175 cm groß, kräftig, sprach hochdeutsch und war dunkel gekleidet

In Kitzingen war ein männliches Duo am Mittwoch gegen 16:00 Uhr in einem Geschäft in der Mainbernheimer Straße aufgetreten. Dem derzeitigen Ermittlungsstand nach ließen sie einen 50-Euro-Schein in kleinere Scheine wechseln. Da die Nummer auf dem Wechselgeld nicht gefallen habe, wollten sie weitere Tauschaktionen anbahnen. Der Angestellte behielt hier aber stets den Überblick und die beiden verließen ohne Beute das Geschäft.

Kurze Zeit später hatten die Männer ein Bekleidungsgeschäft in der Ritterstraße betreten. Auch hier ging es um das mehrfache Geldwechseln eines 50-Euro-Scheines. Der Kassiererin war jedoch die Masche bestens bekannt und das Duo ging auch hier leer aus.

Im Rahmen einer Fahndung haben Polizeibeamte der Kitzinger Inspektion zwei dringend Tatverdächtige in der Fußgängerzone vorläufig festgenommen. Die beiden Beschuldigten sind 27 und 31 Jahre alt. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Würzburg mussten sie eine Geldzahlung hinterlegen. Es wird jetzt wegen versuchten Betruges ermittelt.

Die Kripo Würzburg prüft jetzt auch einen möglichen Zusammenhang mit den Taten in Würzburg. Hierzu werden auch Zeugenhinweise entgegengenommen. Sachdienliche Hinweise werden unter Tel. 0931/457-1732 erbeten.

Das Polizeipräsidium Unterfranken erinnert nochmals daran, dass Trickbetrüger häufig mit der gleichen Masche unterwegs sind und Verkäuferinnen und Verkäufer bei dem Wunsch von Kunden nach Geldwechsel vorsichtig sein sollten:

  • Lassen Sie sich nicht durch Ablenkungsmanöver bei Wechselgeschäften verwirren. Vor allem dann nicht, wenn zwei Täter gemeinsam agieren und auf die Angestellten einreden.
  • Die Täter versuchen oft, Hektik zu verbreiten und die Kassierer unter Druck zu setzten. Bleiben Sie ruhig, wechseln Sie Geld Schritt für Schritt und behalten Sie so den Überblick.
  • Seien Sie misstrauisch, sobald Ihnen Personen verdächtig vorkommen. Gerade wenn Kunden Gegenstände von geringem Wert erwerben und anschließend um den Wechsel von Geldscheinen bitten, sollten Sie besonders aufmerksam sein und alle Banknoten, die über die Ladentheke gehen genau im Auge behalten.
  • Verständigen Sie sofort die Polizei, wenn Ihnen Personen verdächtig vorkommen oder Sie vermuten, gerade Opfer einer Wechselfalle zu werden.

Laptop und Festplatte aus Wohnhaus gestohlen – Kripo hofft auf Zeugenhinweise

SCHWEINFURT. Zwischen Samstagnachmittag und Montagfrüh hat ein Unbekannter einen Laptop und eine externe Festplatte aus einem Wohnhaus gestohlen. Die Kripo Schweinfurt ermittelt und nimmt jetzt auch Zeugenhinweise entgegen.

Zwischen Samstag, 15:00 Uhr, und Montag, 09:00 Uhr, hatte der Unbekannte die Abwesenheit der Bewohner des Reihenhauses in der Neue Gasse ausgenutzt. Aus dem Flurbereich direkt hinter der Haustüre ließ der Täter einen Laptop und eine externe Festplatte im Gesamtwert von etwa 2.000 Euro mitgehen.

Die Kriminalbeamten stellten an dem Haus keine Aufbruchsspuren fest. Möglicherweise war das Haustürschloss mit einem „Schnapper“ außer Funktion und ein einfaches Aufdrücken dadurch möglich.

Der Sachbearbeiter hofft jetzt auch darauf, dass Zeugen sachdienliche Hinweise zu dem Dieb liefern können. Wer Verdächtiges beobachtet hat, wird gebeten, sich unter Tel. 09721/202-1731 zu melden.

Falscher Microsoftmitarbeiter ruft an – Polizei warnt weiter vor Betrugsmasche

WÜRZBURG / FRAUENLAND. Am Dienstagnachmittag ist es zu einem Betrugsversuch mit der bereits lange bekannten „Microsoft-Hotline“-Masche gekommen. Die Täter machten zwar keine Beute, sperrten aber den Zugriff auf den PC der Geschädigten. Die Kripo Würzburg hat die Ermittlungen aufgenommen.

Gegen 12:30 Uhr hatte eine Frau aus dem Frauenland einen unerwarteten Anruf erhalten und ein Mann stellte sich als „Microsoft-Mitarbeiter“ vor. Er sagte, dass ein Virus auf dem Computer der Angerufenen zugeschlagen habe. Mit einer geschickten Gesprächsführung brachte der falsche Mitarbeiter die Geschädigte zum Starten des Fernzugriffs auf den PC. In einer am Bildschirm auftauchenden Eingabemaske wurde die Bedienerin aufgefordert, die Kreditkartendaten einzugeben, um so ein Schutzprogramm zu erwerben.

Die Würzburgerin ging glücklicherweise nicht auf die Forderungen ein. Durch die Eingabemaske war aber zumindest vorübergehend der Zugriff auf den Computer selbst verhindert. Spezialisten der Kripo haben jetzt die Ermittlungen in dem Fall aufgenommen.

Das Polizeipräsidium Unterfranken nimmt den Vorfall zum Anlass, erneut auf die Betrugsmasche angeblicher Microsoft-Mitarbeiter hinzuweisen. Lassen Sie sich nicht auf unaufgeforderte Gespräche mit solchen Anrufern ein und geben Sie keinesfalls am Telefon oder am Computer während eines Fremdzugriffs persönliche Bankdaten oder Kreditkartendaten in Eingabemasken ein. Fremdzugriffe auf Ihre Computer sollten Sie nur vertrauenswürdigen Personen gewähren, die Sie selbst beauftragen. Kontaktieren Sie im Zweifelsfall die Polizei.

Trojaner auf Smartphone – Sperrbildschirm mit Zahlungsaufforderung

LANDKREIS WÜRZBURG. Dass es Cyberkriminelle neben Attacken auf Standard-PCs mittlerweile auch auf Smartphones abgesehen haben, zeigt ein Fall aus dem Landkreis Würzburg. Das Handy einer Frau zeigte das Logo des Bundeskriminalamtes und forderte zur Zahlung von 100 Euro auf. Die Kripo Würzburg hat die Ermittlungen aufgenommen.

Am Donnerstag vor einer Woche hatte die Frau aus dem Landkreis Würzburg keinen Zugriff mehr auf ihr Android-Smartphone. Ein Sperrbildschirm tauchte mit dem Logo des Bundeskriminalamtes und des Bundesnachrichtendienstes auf. In der Anzeige wurde zur Entsperrung eine Zahlung über 100 Euro mit einem virtuellen Transferdienst gefordert. Die Geschädigte ging nicht auf die Forderung ein, sondern erstattete Anzeige bei der Kripo Würzburg.

Wie sich die Schadsoftware auf dem Handy installieren konnte, ist jetzt auch Gegenstand der Ermittlungen der Spezialisten der Kripo Würzburg.

Nach Zimmerbrand in Mehrfamilienhaus – Betrieb eines Heizlüfters ursächlich

WÜRZBURG / FRAUENLAND. Nachdem es am Dienstagabend zu einem Zimmerbrand in einem Mehrfamilienhaus gekommen war, haben die Ermittlungen der Kripo Würzburg zu ersten Erkenntnissen bezüglich der Ursache geführt. Demnach hatte ein Heizlüfter den in Brand verursacht.

Wie bereits berichtet, hatte ein Zeuge gegen 13:40 Uhr den Brand in der Franz-Liszt-Straße am Polizeinotruf gemeldet. Der Mitteiler führte die 95-Jährige Wohungsinhaberin ins Freie. Die Feuerwehr hatte die Flammen schnell abgelöscht und die Kripo Würzburg in der Folge die Ermittlungen aufgenommen.

Nach den ersten Erkenntnissen der Spezialisten ist der Betrieb eines Heizlüfters als Ursache anzusehen, der einen Polstersessel in Brand gesetzt hatte. Die 95-Jährige wurde nach dem Einatmen von Rauchgasen stationär in einer Würzburger Klinik behandelt.

Nach CO-Vergiftungen in Wohnung – 14-Jähriger in stabilem Zustand

WÜRZBURG / HEIDINGSFELD. Nachdem am Donnerstabend ein 14-Jähriger lebensgefährliche Verletzungen durch das Einatmen von Kohlenmonoxid in der Wohnung eines Mehrfamilienhauses erlitten hatte, ist er mittlerweile in stabilem Zustand. Die Ermittlungen der Kripo Würzburg, in die auch ein Sachverständiger des Bayerischen Landeskriminalamtes eingebunden ist, haben zu ersten Erkenntnissen hinsichtlich der Ursache geführt.

Wie bereits berichtet, war der Notruf aus dem Mehrfamilienhaus im Frau-Holle-Weg kurz nach 20:00 Uhr bei der Integrierten Leitstelle eingegangen. Eine 16-Jährige hatte ihren zwei Jahre jüngeren Bruder bewusstlos im Bad gefunden. Messgeräte der Rettungskräfte zeigte eine gefährliche Konzentration von Kohlenmonoxid an. Der 14-Jährige wurde in eine Spezialklinik eingeliefert und befindet sich aktuell wieder in einem stabilen Zustand. Die Schwester kam zur Behandlung in ein Würzburger Krankenhaus, das sie nach wenigen Tagen wieder verlassen konnte.

Brandfahnder der Kripo Würzburg haben unter Einschaltung eines Sachverständigen des Bayerischen Landeskriminalamtes die Ermittlungen zur Ursache aufgenommen. Demnach waren die betriebenen Gasöfen in der Wohnung in technisch einwandfreiem Zustand. Die gefährliche CO-Anreicherung entstand durch mangelnde Frischluftzufuhr, die durch den Einbau von neuen, dichtschließenden Fenstern begünstigt wurde.

Achtung! Enkeltrickbetrüger telefonisch aktiv!

REGION UNTERMAIN. Seit Donnerstagvormittag sind sogenannte Enkeltrickbetrüger in der Region aktiv. Unter Vorspiegelung eines Verwandtschaftsverhältnisses versuchen die Unbekannten an Geld zu kommen. Das Polizeipräsidium Unterfranken warnt vor solchen Anrufern.

Gegen 10:10 Uhr hatte das Telefon bei einer Seniorin in Hörstein geklingelt. Der Anrufer stieg mit der Frage „rate mal, wer ich bin“ in das Gespräch ein und forderte später 10.000 Euro für eine Wohnung. Die Seniorin durchschaute die Masche und legte auf.

Bislang sind weitere, gleichgelagerte Betrugsversuche aus Alzenau, Miltenberg, Schöllkrippen und Alzenau bei der Polizei registriert. Nach aktuellem Sachstand (Stand 11:30 Uhr) ist es in keinem Fall zu einer Geldübergabe gekommen.

Das Polizeipräsidium warnt aktuell vor weiteren Anrufen und gibt folgende Tipps:

  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht eindeutig erkennen.
  • Fragen Sie den Anrufer nach persönlichen oder familiären Einzelheiten, die er wissen sollte.
  • Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis.
  • Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald ihr Gesprächspartner Geld fordert.
  • Halten Sie nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen bei Familienangehörigen Rücksprache.
  • Lassen Sie keine fremden Personen in ihre Wohnung.
  • Übergeben Sie niemals Geld oder andere Wertgegenstände an unbekannte Personen.
  • Informieren Sie unter der Notrufnummer 110 sofort die Polizei, wenn Ihnen eine Kontaktaufnahme verdächtig vorkommt.

Wohnungseinbruch – Beuteschaden noch unklar

BAD NEUSTADT AN DER SAALE, LKR. RHÖN-GRABFELD. Ein Unbekannter ist in der Zeit von Sonntag bis Dienstag in eine Wohnung eingedrungen und hat im Inneren mehrere Räumlichkeiten durchwühlt. Die Polizeiinspektion Bad Neustadt nimmt Zeugenhinweise entgegen.

Zwischen Sonntagvormittag, 10:30 Uhr, und Dienstagvormittag, 09:30 Uhr, war der Täter über eine Seitentüre des Wohnhauses in der Kurhausstraße gelangt und hat anschließend in der Wohnung verschiedene Zimmer durchwühlt. Es entstand Sachschaden in Höhe von etwa 100 Euro. Ob etwas entwendet worden ist, steht derzeit noch nicht fest.

Zeugen, die verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben oder sonst sachdienliche Angaben machen können werden gebeten, sich unter Tel. 09771/606-0 zu melden.