Polizei News für MSP , Region Mainfranken , Unterfranken und Rhön , 30.06.2016

Schwerer Verkehrsunfall beim Einbiegen auf Kreisstraße – Frau verstirbt an Unfallstelle – zwei Personen schwer verletzt

GAUKÖNIGSHOFEN, LKR. WÜRZBURG. Bei einem schweren Verkehrsunfall am Donnerstagnachmittag hat eine Frau tödliche Verletzungen erlitten und ist noch an der Unfallstelle verstorben. Zwei weitere Personen sind schwer verletzt worden und werden zur Stunde in naheliegenden Kliniken behandelt. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Würzburg wurde bereits ein Sachverständiger hinzugezogen.

Gegen 15.20 Uhr war ein mit zwei Personen besetzter Pkw auf der Kreisstraße 43 von Sonderhofen kommend in Richtung Gaukönigshofen unterwegs. Zeitgleich fuhr eine Frau mit ihrem Fahrzeug von Ritterhausen kommend auf der WÜ 49 in Richtung der Kreisstraße. Zeugenaussagen zur Folge querte die Pkw-Fahrerin unmittelbar vor dem aus Sonderhofen kommenden und vorfahrtsberechtigten Fahrzeug die Fahrbahn.

Der Pkw-Fahrer konnte den Zusammenstoß nicht mehr verhindern und prallte frontal in den vor ihm die Fahrbahn kreuzenden Pkw. Beide Fahrzeuge wurden durch die Wucht des Aufpralls in den Straßengraben geschleudert. Die Fahrerin des aus Rittershausen kommenden Wagens erlitt dabei lebensgefährliche Verletzungen und verstarb noch an der Unfallstelle. Der Fahrer des zweiten Pkw sowie sein Beifahrer wurden schwer verletzt und zur Behandlung in Krankenhäuser eingeliefert.

An den beiden Fahrzeugen entstand erheblicher Sachschaden. Die Freiwilligen Feuerwehren aus Sonderhofen und Gaukönigshofen waren zur Unterstützung der Ochsenfurter Polizei mit rund 20 Mann im Einsatz. Die Kreisstraße 49 muss für die Unfallaufnahme der Ochsenfurter Polizei und des Sachverständigen bis etwa 19:30 Uhr (Stand 19.10 Uhr) zeitweise immer wieder gesperrt werden.

Fahrrad am Mainufer aufgefunden – Größere Suchaktion von Polizei und Feuerwehr

KARLSTADT, LKR. MAIN-SPESSART. Ein aufgefundenes Fahrrad am Mainufer zwischen Karlstadt und Gambach hat am Donnerstagvormittag einen größeren Einsatz für Polizei und Feuerwehr ausgelöst. Aufgrund der Lage des Damenrads konnte ein Unfallgeschehen nicht ausgeschlossen werden. Die eingeleiteten Suchmaßnahmen, bei der auch Boote und ein Hubschrauber zum Einsatz kamen, verliefen jedoch negativ.

Kurz nach 08.30 Uhr meldete ein Radfahrer das quer auf dem Radweg liegende Fahrrad, an dem die Kette heruntergesprungen war. Es handelt sich um ein weinrotes Damenrad der Marke Pegasus. Daneben lag eine halbvolle Wasserflasche. Die kurze Zeit später eintreffende Streife der Karlstadter Polizei stellte außerdem fest, dass der schmale Grünstreifen zwischen dem Weg und dem nur einen Meter daneben fließenden Main zusammengedrückt war. Die erste Suche in dem unwegsamen Uferbereich zusammen mit zwei weiteren Polizeistreifen verlief negativ. Aufgrund der Gesamtsituation war jedoch nicht auszuschließen, dass eine Person zu Sturz kam und dabei möglicherweise in den Fluss gefallen war.

Über die Integrierte Leitstelle erfolgte deshalb eine Kräftealarmierung zur Wasserrettung. Über mehr als zwei Stunden wurde im Anschluss der Bereich mainabwärts zwischen dem Fundort und der Schleuse Harrbach mit Einsatzbooten der Feuerwehren aus Karlstadt, Himmelstadt und Karlburg sowie Booten der BRK Wasserwacht von den Stützpunkten Karlburg, Thüngersheim, Lohr und Marktheidenfeld abgesucht. An einigen Stellen, an denen die teilweise mit Sonar ausgerüsteten Boote Unregelmäßigkeiten auf dem Grund feststellten, waren auch Taucher der Wasserwacht im Einsatz. Der Polizeihubschrauber suchte den Main einige Zeit aus der Luft aus ab.

Während der Suchaktion, an der allein von Feuerwehr und Wasserwacht 65 Kräfte unter Leitung des Kreisbrandrates eingesetzt waren, erfolgte eine Schifffahrtssperre, die erst kurz vor 12.00 Uhr wieder aufgehoben werden konnte. Die gründliche Suche verlief jedoch negativ. Es darf auch deshalb nach derzeitigem Ermittlungsstand davon ausgegangen werden, dass niemand vom Fahrrad in den Main gestürzt war. Die Ermittlungen des tatsächlichen Hergangs dauern noch an.

Wer Hinweise zum Eigentümer bzw. zur Eigentümerin des aufgefundenen Fahrrads oder sonst sachdienliche Hinweise geben kann, wird gebeten, sich mit der Polizeiinspektion Karlstadt, Tel. 09353/9741-0, in Verbindung zu setzen.

Einbruch in Antiquitätenlager – Polizei bittet um Zeugenhinweise

BAD KISSINGEN. Im Laufe der letzten Wochen ist ein Unbekannter in einen Lagerraum eingestiegen und hat mehrere Antiquitäten entwendet. Der Einbruch selbst ist erst am gestrigen Mittwoch bemerkt worden. Die Ermittlungen werden durch die Kriminalpolizei Schweinfurt geführt.

Nach derzeitigen Erkenntnissen verschaffte sich ein Unbekannter im Zeitraum vom 05.06.2016 bis zum 29.06.2016 gewaltsam Zutritt zu einem Antiquitätenlager in der Gutenbergstraße. Er durchwühlte sämtliche Räume und entwendete mehrere Gemälde, sowie eine Skulptur. Der genaue Beuteschaden kann jedoch noch nicht beziffert werden. Der Sachschaden an der Tür beläuft sich auf ca. 1.000 Euro.

Die Kriminalpolizei Schweinfurt bittet Zeugen, denen im Bereich der Gutenbergstraße in den letzten Wochen verdächtige Personen oder Fahrzeuge aufgefallen sind, sich unter Tel. 09721/202-1731 zu melden.

Heimlicher Beobachter auf Balkon – Tatverdächtiger flüchtet und leistet Widerstand

WÜRZBURG / FRAUENLAND. In der Nacht zum Donnerstag hat sich ein 34-Jähriger auf einem fremden Balkon offenbar Einblicke in die Wohnung einer jungen Frau verschafft. Als eine Streifenbesatzung den Mann auf frischer Tat ertappte, versuchte er zu flüchten und leistete bei der Festnahme noch Widerstand. Zwei Polizisten erlitten dabei leichte Verletzungen.

Gegen 00.30 Uhr war ein Zeuge auf den Mann aufmerksam geworden, als der in der Zürnstraße auf einen Balkon kletterte und von dort aus die Räume der Anwohnerin in Augenschein nahm. Unmittelbar nach Eingang der Mitteilung bei der Polizei machte sich eine zivile Streifenbesatzung der Operativen Ergänzungsdienste Würzburg auf den Weg. Als die Beamten an dem Wohnanwesen ankamen, stellten sie den Mann auf dem Balkon fest.

Nachdem der 34-Jährige nur widerwillig nach unten gekommen war, versuchte er erfolglos, sich den polizeilichen Maßnahmen durch Flucht zu entziehen. Bei der folgenden Festnahme setzte er sich zur Wehr. Er sperrte sich und versuchte mit allen Mitteln, sich aus den Griffen der Polizeibeamten zu befreien. Bei der Festnahmeaktion wurden beide Polizeibeamten leicht verletzt, konnten ihren Dienst jedoch fortsetzen.

Gegen den 34-Jährigen, der in Würzburg wohnhaft ist, wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Hausfriedensbruchs und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet. Die Ermittlungen werden von der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt geführt. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Tatverdächtige wieder entlassen.

Nach Auffinden eines Jugendlichen mit schweren Kopfverletzungen – Ermittlungen dauern an – neue Erkenntnisse – erneute Bitte um Zeugenhinweise

ASCHAFFENBURG. Nachdem ein 16-Jähriger am frühen Sonntagmorgen im Eingangsbereich eines Hotels am Dalberg mit schwereren Kopfverletzungen aufgefunden worden war, bittet die Polizei erneut um Hinweise von Zeugen. Personensuchhunde der Polizei konnten am Dienstag den vermeintlichen Weg des Jugendlichen rekonstruieren. Außerdem liegt die Beschreibung seiner Kleidung vor.

 

Wie bereits berichtet, hatte der 16-Jährige, der aus dem Landkreis Aschaffenburg stammt, am Samstagabend mit Freunden das Aschaffenburger Volksfest besucht. Nachdem seine Begleiter ihn nach 01.00 Uhr nicht mehr auf dem Festplatz gesehen hatten, wurde er von einem Zeugen gegen 04.45 Uhr im Eingangsinnenbereich eines Hotels am unteren Löhergraben aufgefunden. Sofort hatte sich der Mann um den Verletzten gekümmert und den Notruf gewählt. Der Rettungsdienst brachte den Jugendlichen in eine Klinik, wo er stationär aufgenommen wurde.

Seit Montag ermittelt die Aschaffenburger Kripo in dem Fall. Weiterhin ist unklar, wie es zu den schweren, aber nicht lebensgefährlichen Verletzungen, gekommen ist. Rechtsmedizinischen Einschätzungen zur Folge könnte der 16-Jährige z.B. durch einen Unfall oder ein Sturzgeschehen verletzt worden sein. Auch eine Straftat kann weiterhin nicht ausgeschlossen werden.

Nachdem der Jugendliche selbst noch keine detaillierten Angaben machen kann, wie es zu seinen Verletzungen gekommen ist, ist es den Ermittlern gelungen, den vermeintlichen Weg zu rekonstruieren, den der junge Mann in der Nacht zum Sonntag zwischen 01.00 Uhr und 04.00 Uhr zurückgelegt haben müsste.

Hierzu kamen am Dienstag speziell ausgebildete Diensthundeführer des Polizeipräsidiums Unterfranken mit ihren Personensuchhunden zum Einsatz. Beide Hunde konnten unabhängig voneinander die Spur des 16-Jährigen aufnehmen und in der Folge einen nahezu identischen Weg ausmachen, den der Jugendliche zurückgelegt haben muss:

Dieser beginnt am Volksfestplatz und setzt sich über die Willigisbrücke fort. Am Ende der Brücke geht es analog der dortigen Rechtskurve in Richtung des Floßhafens weiter. Dort laufen die Hunde an dem Spielplatz vorbei und die Kranengasse hoch. Für die dortigen Innenhöfe zeigt ein Hund Interesse. Beide Tiere folgen dann der Spur weiter die Kranengasse hoch bis zur Fischergasse, biegen in diese nach links ab und laufen bis zum Fundort des 16-Jährigen im Eingangsinnenbereich des Hotels am unteren Dalberg.

Die Beamten nehmen diese konkrete Erkenntnis jetzt erneut zum Anlass, um Zeugen zu finden, die sachdienliche Angaben machen können. Dabei geht es zum einen um Fußgänger oder Fahrradfahrer, die z.B. nach einem Volksfestbesuch in der zweiten Nachthälfte von Samstag auf Sonntag über die Willigisbrücke gelaufen bzw. gefahren sind. Zum anderen könnte der Jugendliche Autofahrern, die auch überregional als Gäste des Volksfestes unterwegs waren, aufgefallen sein.

 

Aufgrund des von den Hunden angezeigten Weges könnten auch Anwohner der genannten Straßen etwas gesehen oder gehört haben. Zur Kleidung des 16-Jährigen kann gesagt werden, dass er Bluejeans und schwarze Schuhe trug. Vor allem aber könnte sein hell-grauer Kapuzenpullover mit roter Aufschrift Zeugen aufgefallen sein.
Anrufe bitte unter Tel. 06021/857-1732.

 

Audiodatei

PP Unterfranken