Polizeiberichte Main-Tauber-Kreis 12.08.2015

Main-Tauber-Kreis

 

Bad Mergentheim: Seniorin angefahren

Glück im Unglück hatte eine 97-Jährige, die am Dienstagmittag in Bad Mergentheim von einem Auto angefahren wurde. Eine 47-Jährige fuhr in der Kirchstraße rückwärts aus einer Parklücke und übersah dabei offensichtlich die hinter dem PKW vorbei gehende Seniorin. Als diese vom BMW angefahren wurde, stürzte sie auf das Gesicht, erlitt allerdings nur leichte Verletzungen. Sie konnte das Krankenhaus nach einer ambulanten Behandlung wieder verlassen.

Bad Mergentheim: Drei Verletzte bei Unfall

Drei Leichtverletzte wurden am Dienstagabend nach einem Unfall in Bad Mergentheim vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht. Ein 25-Jähriger wollte kurz nach 17.30 Uhr mit seinem Fiat von der Buchener Straße nach links in die Hangstraße einbiegen und übersah dabei offensichtlich den VW einer entgegen kommenden 19-Jährigen. Durch die Wucht des Zusammenpralls der Fahrzeuge wurden beide Fahrer und die Beifahrerin im VW verletzt. Im Einsatz waren neben der Polizei und dem Rettungsdienst auch die Freiwillige Feuerwehr Bad Mergentheim.

Tauberbischofsheim: Jugendliche Randale

Drei Jugendliche würden in der Königheimer Straße in Tauberbischofsheim randalieren und Baustellenschilder umwerfen, wurde in der Nacht zum Mittwoch, um 3 Uhr der Polizei gemeldet. Zwei Streifen des örtlichen Polizeireviers konnten kurz darauf zwei 16-jährige Jungen und eine 17 Jahre alte Jugendliche noch in der Königheimer Straße antreffen. Atemalkoholtests ergaben 0,6 Promille bei der jungen Frau und 0,4 sowie 1,3 Promille bei den Jungen. Nachdem das Trio die Schilder wieder aufgestellt hattn, wurden die jungen Leute den Eltern überstellt.

Ahorn: Das Wort „Polizei“ wimmelt Benzinbettler ab

Weiterhin sind Unbekannte unterwegs, die hilfsbereite Autofahrer hereinlegen möchten. Zuletzt wurde der Tauberbischofsheimer Polizei von einem Verkehrsteilnehmer gemeldet, dass er am Dienstagabend zwischen Ahorn-Buch und Kupprichshausen zwei vermeintliche Pannenfahrzeuge mit eingeschaltetem Warnblinker gesehen und deshalb angehalten habe. Er stellte fest, dass nur eines der Fahrzeuge ein angebliches Pannenauto war, das andere gehörte einer Frau, die helfen wollte, weil der Fahrer eines silbernen VW Golf mit bulgarischem Kennzeichen angab, er brauche Benzin. Der Anrufer berichtete, dass er das Wort Polizei gebrauchte, worauf der Bulgare in sein Auto sprang und auf die Autobahn in Richtung Heilbronn auffuhr – trotz angeblichem Spritmangel. Der Trick ist alt, klappt aber immer wieder, weshalb die Polizei vor diesen Benzin-Betrügern warnt. Sollte jemand entsprechend angesprochen werden, sollte umgehend die nächste Polizeidienststelle angerufen werden.

Lauda-Königshofen-Sachsenflur: Diebe auf Grundstück

Eine motorbetriebe Fräse mit einem Gewicht von rund 100 Kilogramm und ein Stromaggregat stahlen Unbekannte in der Nacht zum Dienstag aus einer Unterstellhalle auf einem Grundstück im Gewann Schneeberg bei Sachsenflur. Die Diebe brachen das Schloss des Tores zum Areal auf und konnten so mit einem Fahrzeug zum ein- oder aufladen hineinfahren. Die Geräte haben einen Gesamtwert von über 1.000 Euro. Hinweise auf die Täter hat die Polizei keine und hofft deshalb, dass jemand in der tatrelevanten Zeit verdächtige Beobachtungen gemacht hat. Zeugen werden gebeten, sich beim Polizeiposten Lauda-Königshofen, Telefon 09343 6213-0, zu melden.

 

Taubertalfestival beendet – Großkontrollen erfolgreich

Viel Zustimmung fanden die Kontrollen im Bereich des Polizeireviers Bad Mergentheim vor der Landesgrenze zu Bayern im Vorfeld und am Ende des Taubertalfestivals bei Rothenburg ob der Tauber auch bei den Veranstaltungsteilnehmern. Dies zeigte sich bei den Kontrollen selbst, die zum Großteil friedlich und in kooperativer Atmosphäre verliefen. Großen Zuspruch fand das Angebot zur Teilnahme an Atemalkoholtests. Letztere wurden für die Camper angeboten, die sich einem solchen Test unterziehen konnten, bevor sie die Heimfahrt antraten. Über 200 Frauen und Männer machten mit und es habe sich aus Sicht der Polizei gelohnt, so der Leiter des zuständigen Polizeireviers, Albrecht Kucher. 17 Personen, die wohl im Glauben waren, ihr Alkoholpegel sei bereits weit genug unten, mussten noch warten, bevor sie sich ans Steuer setzen konnten und durften. Das war für die meisten dann doch eine große Überraschung und sie waren froh, dass sie auf diese Weise am Fahren gehindert wurden. Viele machten keinen Test, fuhren aber trotzdem gar nicht erst los, da die Abfahrtkontrollstelle in Sichtweite der Camper statt fand und eine entsprechende Wirkung zeigte. Albrecht Kucher ist grundsätzlich zufrieden: „Unser Ziel war nicht nur das Auffinden und Sicherstellen von Rauschgift, sondern insbesondere auch die Maßnahmen zur Verkehrsprävention. Das hohe Gefährdungspotential bei übermüdeten Fahrern, noch dazu wenn diese unter Drogen- oder Alkoholeinfluss stehen, macht uns bei Veranstaltungen dieser Art immer wieder Sorge“. Zwar seien auch in diesem Fall präventive Maßnahmen nicht messbar, aber der Erste Polizeihauptkommissar zeigt sich überzeugt, dass durch die intensiven Kontrollmaßnahmen sicherlich das eine oder andere Unglück verhindert worden ist. Insgesamt waren 30 Beamtinnen und Beamte sowie vier Diensthundeführer des Polizeipräsidiums Heilbronn zum Teil mehrfach im Einsatz. Am Abreisetag halfen außerdem 18 Beamte der bayerischen Nachbarn, die abreisenden Camper zu kontrollieren. Trotz aller Prävention und Warnungen tappten natürlich etliche schwarze Schafe in die offenen Hände der Ordnungshüter des Polizeipräsidiums Heilbronn. Insgesamt wurden über 20 Frauen und Männer beim Fahren trotz des vorherigen Konsums von Rauschgift oder Alkohol angehalten und entsprechend angezeigt. 27 Anzeigen gab es wegen des Besitzes von Rauschgift. Die häufig von den Rauschgiftsuchhunden aufgefundenen, verschiedenen Suchtmittel wurden sichergestellt. Außerdem gab es Berichte an Führerscheinstellen, Anzeigen wegen des Besitzes verbotener Gegenstände oder Waffen und weitere Anzeigen wegen Verkehrsordnungswidrigkeiten. Lediglich eine Anzeige wegen Beleidigung eines Polizeibeamten war notwendig. Ein Festivalteilnehmer muss sich verantworten, weil er einen Leitpfosten stehlen wollte. Für Albrecht Kucher steht fest: „Unsere Maßnahmen haben größtenteils gegriffen. Der unermüdliche Einsatz der Beamtinnen und Beamten, die sich alle freiwillig für die Kontrollen einteilen ließen, hat für eine ruhige Anfahrt und eine sichere Heimfahrt der Festivalteilnehmer, die über das Gebiet des Main-Tauber-Kreise fuhren, gesorgt“. Die logische Konsequenz ist, dass der Revierleiter für das nächste Jahr ähnliche polizeiliche Maßnahmen ankündigt.

 

PP Heilbronn