Radfahren, Wein und Kultur erleben im Taubertal

Die Taubertäler Weinkönigin Christin Wagner in der Weinbergslage „Satzenberg“ bei Reicholzheim: Die rund 160 Kilometer lange Weinradreise führt durch drei Weinanbaugebiete und vier Anbaubereiche. Foto: Tourismusverband „Liebliches Taubertal“, Peter Frischmuth

Tourismusverband stellt „Weinradreise“ vor

Die Ferienlandschaft „Liebliches Taubertal“ wartet gerade im Sommer mit vielen Freizeitangeboten auf. Fürs Fahrradfahren stehen zwischen Rothenburg ob der Tauber und Freudenberg am Main sowie von Würzburg bis Boxberg/Ahorn attraktive Angebote zur Verfügung. Hierbei vereint die rund 160 Kilometer lange Weinradreise landschaftlichen und kulinarischen Genuss. Die Strecke führt auch durch Wertheim und die Ortschaften Reicholzheim, Dertingen und Kembach.

Die Weinradreise durch das „Liebliche Taubertal“ beginnt in Dörzbach. „Der Gast befindet sich im württembergischen Teil unserer Ferienlandschaft und kann Weingärtner und Weinbaubetriebe dieses Weinbaugebietes besuchen“, sagt Geschäftsführer Jochen Müssig vom Tourismusverband „Liebliches Taubertal“. Die Tour führt über Niederstetten nach Rothenburg ob der Tauber. Schon ist der Gast ins Fränkische gewechselt. Der Radfahrer wird in die Altstadt hineingeführt, und es eröffnet sich so die Möglichkeit, den südlichsten Weinberg im Taubertal kennen zu lernen.

Die Radtour führt dann hinunter ins Taubertal zu den Weinorten Tauberzell, Röttingen und Tauberrettersheim. Der Gast erlebt nun das fränkische Anbaugebiet mit dem Bereich Maindreieck. Hier werden die Weine in die typischen bauchigen Bocksbeutelflaschen abgefüllt. Nach Tauberrettersheim wird wieder ins württembergische, konkret nach Weikersheim, geradelt. Bei den Weingärtnern kann lokaler Wein verkostet werden. Dies lässt sich besonders angenehm auf dem Weikersheimer Marktplatz – beispielsweise nach der Besichtigung von Schloss, Schlossgarten und Orangerie – genießen. Wein verkosten lässt sich natürlich auch im Weinort Markelsheim. Hier mundet beispielsweise die lokale Rebsorte Tauberschwarz.

Nach Markelsheim kommt das Heilbad Bad Mergentheim mit seinem mittelalterlichen Stadtkern, dem Deutschordensschloss und dem Kurpark. Die Radreise führt nun nach Königshofen und zweigt dort in das Schüpfer Tal ab. Erradelt werden Unterschüpf und Oberschüpf sowie der Weinort Beckstein – weitere Weinhochburgen der Ferienlandschaft „Liebliches Taubertal“. Die Radtour führt dann zurück an die Tauber. Über Lauda geht es weiter bis nach Tauberbischofsheim. Dort zweigt die Weinradreise ins Brehmbachtal nach Königheim und den Berg hinauf nach Külsheim ab. Weine der Lage „Külsheimer Hoher Herrgott“ entschädigen für den Anstieg. In diesem Abschnitt empfiehlt es sich auch, ein Pedelec zu nutzen, so der Tourismusverband.

Eine Abfahrt hinunter an die Tauber zum Kloster Bronnbach ist ein weiterer Höhepunkt der Weinradreise. Im Kloster Bronnbach kann eine Führung mit dem Jakobspilger unternommen und die Vinothek Taubertal besucht werden. 21 Weinbaubetriebe aus dem gesamten Taubertal präsentieren jeweils fünf Weine aus dem ihrem Angebot. Der Gast kann also aus über 100 Weinen auswählen und findet damit die größte Weinauswahl von unterschiedlichen Weinbaubetrieben im Taubertal vor. „Alleine schon das Ambiente der Vinothek Taubertal ist einen Besuch wert“, sagt Geschäftsführer Jochen Müssig.

Nach Bronnbach geht es tauberabwärts zum Weinort Reicholzheim mit der örtlichen Winzergenossenschaft und privaten Winzern sowie nach Wertheim. In Wertheim mündet die Tauber in den Main, und über der Altstadt thront die Burganlage. Dort sollte der Gast auf jeden Fall eine Rast oder noch besser eine Übernachtung einplanen. Die Zwei-Flüsse-Stadt bietet viel Kultur. Neben der Burg sind die Stiftskirche, der Engelsbrunnen oder auch das Grafschaftsmuseum und das Glasmuseum einen Besuch wert.

Nach Wertheim geht es zunächst mainaufwärts zu den Weinorten Kembach, Dertingen und nach Homburg. Zwischen Dertingen und Homburg wird die Weinbaugrenze zwischen Baden – Bereich Tauberfranken – und Franken – Bereich Mainviereck – passiert. In Homburg wird der Main überquert, und es geht nach Kreuzwertheim. Rechtsmainisch und mainabwärts führt die Radtour über Stadtprozelten und Dorfprozelten bis nach Freudenberg. Nur noch wenige Kilometer sind es bis zum Ziel. Nochmals wird mit Bürgstadt ein Weinort erreicht. Hier bewirten die örtlichen Winzer in ihren Höfen. Bei Bürgstädter Weinen und typisch fränkischer Hausmannskost lässt sich eine kulinarische Pause einlegen. Dann ist nach nur noch zwei Kilometern Fahrtstrecke der Zielort Miltenberg erreicht. Die historische Altstadt mit Burg und dem bekannten Schnatterloch lädt zu einem Bummel ein.

Die Weinradreise ist in sieben Tagesetappen mit Abschnitten zwischen 22 und 46 Kilometer gegliedert. Die Etappenziele sind so ausgelegt, dass der Wein der örtlichen Winzer oder Weingärtner immer im Mittelpunkt steht. In einigen Abschnitten ist der Einsatz von Pedelecs empfehlenswert. Die Tagesetappen sind wegen der Steigungsstrecken kurz gewählt.


Weitere Informationen

Beim Tourismusverband „Liebliches Taubertal“ steht für die Weinradreise ein aussagekräftiger Flyer zur Verfügung. Neben der Etappenbeschreibung enthält dieser eine Karte. Die Weinradreise ist durchgängig mit dem Symbol „Weißer Weinkelch auf grünem Grund“ ausgeschildert. In größeren Abschnitten wird auf dem Sterne-Radweg „Liebliches Taubertal – Der Klassiker“ und dem „Main-Radweg“ geradelt. Für die Unterkunftsauswahl steht ein Gastgeberverzeichnis zur Verfügung. Häufig kann auch bei Winzern oder Weingärtnern übernachtet werden.

Informationen gibt es kostenfrei beim Tourismusverband „Liebliches Taubertal“, Gartenstraße 1, 97941 Tauberbischofsheim, Telefon: 09341/82-5805 und -5806, Fax: 09341/82-5700, E-Mail: touristik@liebliches-taubertal.de, Internet: www.liebliches-taubertal.de.

StadtverwaltungWertheim