Raytheon will sein Raketenabwehrsystem schneller liefern als MBDA – 360-Grad-Abwehr

Defence-Imagery / Pixabay Rakete Symbolbild

Berlin (ots)

Der US-Rüstungskonzern Raytheon hofft weiterhin darauf, dass Deutschland auch nach 2030 das Raketenabwehrsystem Patriot weiter benutzt. Wenn die Bundesregierung das Angebot des europäischen Rüstungskonzerns MBDA ausgewertet hat, „stehen wir bereit“, sagte Raythons Europa-Chef Bruce Eggers dem „Tagesspiegel“ (Samstagausgabe): „Unser Angebot liegt auf dem Tisch.“ Sowohl beim Preis als auch beim Lieferdatum würde man MBDA unterbieten. „Ich kann Ihnen garantieren, dass unser System halb so teuer wäre wie das Angebot von MBDA“, so Eggers weiter. Außerdem verspricht er, dass Raytheon das Patriot-Upgrade „weitaus früher fertigstellen könnte als MBDA ihr TLVS“.

Zuvor hatte sich die Bundesregierung darauf festgelegt, das derzeit genutzte Raketenabwehrsystem Patriot ab 2030 durch das Taktische Luftverteidigungssystem (TLVS) von MBDA zu ersetzen. Es begründete diesen Schritt mit neuen Bedrohungslagen. Laut Eggers böte ein Upgrade von Patriot allerdings denselben Schutz wie TLVS. Eine 360-Grad-Abwehr und ein acht Mal größerer Schutzradius sei auch mit einer Weiterentwicklung von Patriot möglich. „Bei Patriot kennt und besitzt Deutschland bereits das Herz des Systems“,so Eggers. „Um dieses Herz herum können wir eine Sicherheitsarchitektur bilden, die denselben Schutz bietet wie TLVS.“ Zudem habe Raytheon lange Erfahrung im Bau von Ersatzteilen. „Bei MBDA ist jede Herstellung von TLVS eine Premiere mit allen Risiken, die an ersten Malen hängen“, meint Eggers.

 

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