Schaden für den Fußball – Kommentar von Uwe Bremer zur Randale im Hertha-Block und den Folgen für die Fans

Die Südtribüne vor dem Spiel gegen den VfL Wolfsburg Quelle : Wikipedia.de ,Copyright Christopher Neundorf


▷ BERLINER MORGENPOST:

Berlin (ots) – Das Anliegen der aktiven Fanszene, ein wichtiger Teil im Fußball zu sein, ist berechtigt. Aber mit dem Verhalten, wie es Teile der Hertha-Fans am Sonnabend in Dortmund gezeigt haben, unterlaufen sie ihre eigene Sache. Wer auch immer grundsätzlich Verständnis für die Anliegen der aktiven Fanszene hat – bei diesem Auftreten geht die Sympathie gegen null.

Dabei sind die Positionen der Anhänger durchaus wichtig. Der Zuschauer am Fernseher spült immer mehr Geld in die Klubkassen. Entsprechend werden die Ansprüche der TV-Kunden stärker berücksichtigt. So etwa geht der Trend zu mehr verschiedenen Anstoßzeiten. Sehr zum Verdruss der Fans im Stadion. Die fürchten, in der Unterhaltungsindustrie Profifußball beiseitegedrängt zu werden. Der Fußball droht sich von seiner Basis zu entfernen. Und die liegt nun einmal im Stadion.

Doch warum sollen sich die Entscheidungsträger im Fußball mit den Positionen der aktiven Fanszene beschäftigen, wenn einige Personen im Fanblock so auftreten wie in Dortmund? Schon die Prügelszenen sind nicht zu rechtfertigen. Was aber gar nicht geht, ist der Vandalismus mit zerstörten Toiletten, rausgerissenen Türen und Waschbecken sowie das Werfen der Keramik auf Polizisten.

Dass auch das Verhalten der Beamten diskutabel war, das Aufmarschieren im Gästeblock, das Konfiszieren einer Choreografie-Fahne und der Einsatz von Pfefferspray, das geht vor diesem Hintergrund fast unter.

Das Verhalten der Randalierer schadet dem Fußball insgesamt und dem eigenen Klub. Hertha wird eine heftige Strafe vom Deutschen Fußball-Bund kassieren. Am meisten aber diskreditieren die handelnden Personen die eigene Sache.

 

Original-Content von: BERLINER MORGENPOST, übermittelt durch news aktuell

Original Quelle Presseportal.de

Bildergalerie Altweiberfasching Kreuzwertheim , 16.02.2012