Schulen müssen Unterrichtsausfall erfassen – Nur die erste Etappe

PublicDomainPictures / Pixabay


Neue Westfälische (Bielefeld): Florian Pfitzner, Düsseldorf

Bielefeld (ots) – Was die Schulpolitik in NRW angeht, hat die FDP im Wahlkampf heftig auf den Putz gehauen. Der Blick darauf gleiche „dem in einen Altglascontainer – nichts als grüne Scherben“, ätzte die Partei. Das von den Grünen geführte Schulministerium gehöre umgekrempelt, die Ressortchefin ausgetauscht. Die Wähler haben das bei der Landtagswahl ganz ähnlich gesehen. Inzwischen sitzt mit Yvonne Gebauer eine FDP-Politikerin in dem Haus, das selten echte Gewinnerthemen hervorbringt. Nun verdonnert die schwarz-gelbe Landesregierung die Schulen dazu, ihren Stundenausfall zu melden. Ob man dem Ausfall damit tatsächlich wirksam entgegentritt, kann heute niemand seriös sagen. Mit einem zusammengetragenen Zahlenwerk hat man noch lange keinen Ausweg gefunden. Die Koalition liegt ja völlig richtig mit ihrer Erkenntnis, dass Unterrichtsausfall gerade die Schüler trifft, die kaum oder gar keine Unterstützung durch ihr Elternhaus erfahren, etwa in Form von Nachhilfe. Es ist dringend angesagt, dem entgegenzuwirken. Die nun geregelte Erhebung ist – sofern sich alle Schulen ehrlich daran halten – nur die erste Etappe, um die Stunden irgendwann aufzufangen. Immerhin 183 Stellen werden dafür zusätzlich bereitgestellt. In der Woche steht den Schulen damit eine Stunde zu, um ihren Dokumentationspflichten nachzukommen. Es bleibt fürs Erste zu hoffen, dass dies so einfach gelingt.

 

Original-Content von: Neue Westfälische (Bielefeld), übermittelt durch news aktuell

Original Quelle Presseportal.de

Bildergalerie Altweiberfasching Kreuzwertheim , 16.02.2012