Skandalös ! – EKD sucht Kooperation mit dem Vatikan in der Frage der Seenotrettung für Flüchtlinge

Detmold / Pixabay Symbolbild Seenotschiff


Kölner Stadt-Anzeiger:

Präses Manfred Rekowski: Europa bricht in skandalöser Weise Recht und verrät seine Werte

Köln (ots) – Köln. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) strebt eine Zusammenarbeit mit dem Vatikan zur Reaktivierung der privaten Seenotrettung auf dem Mittelmeer an. „Mit unseren ökumenischen Partnern werden wir weiter überlegen, wie wir den Druck erhöhen oder kreative Lösungen finden können“, sagte der Vorsitzende der EKD-Kammer für Migration und Integration, Manfred Rekowski, dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Donnerstag-Ausgabe und ksta.de). Rekowski hielt sich in dieser Woche auf Malta auf, wo die Behörden die Schiffe der Hilfsorganisation „Sea Watch“ am Auslaufen hindern und dem von der EKD mitfinanzierten Aufklärungsflugzeug „Moonbird“ keine Luftoperationen über dem Mittelmeer erlauben. „Wir können als EKD sicher nicht von Hannover aus unmittelbar auf das Regierungshandeln in Malta einwirken. Es geht darum, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit darauf zu lenken, wie Europa hier in skandalöser Weise Recht bricht und seine Werte verrät“, so der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland. Das geltende Flugverbot könnte nach Einschätzung Rekowskis mit Hilfe des Vatikans außer Kraft gesetzt werden. „Die ‚Moonbird‘ dürfte wieder über Seegebiet kreisen, wenn ein anderer Staat sie anfordert. Warum sollte also nicht zum Beispiel der Vatikan als völkerrechtlich souveräner Staat ein solches Ansinnen an die maltesischen Behörden stellen?“, so Rekowski.

 

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