SPD-Bundesvorsitzende fordert Abschaffung des Schulgeldes für angehende Erzieherinnen und Erzieher

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NOZ:

Nahles: „Das schreckt ab“ – Parteichefin plädiert auch für eine Ausbildungsvergütung, um mehr Kita-Kräfte zu bekommen

Osnabrück. Die SPD-Bundesvorsitzende Andrea Nahles hat die Abschaffung des Schulgeldes für angehende Erzieherinnen und Erzieher gefordert, damit mehr junge Frauen und Männer diesen Beruf ergreifen. Für die Ausbildung bezahlen zu müssen, schrecke viele Interessenten ab, weil sie es sich schlicht nicht leisten könnten, sagte Nahles im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Freitag). Sie forderte ferner eine Ausbildungsvergütung. „Da müssen wir dringend ran“, sagte sie. Die von Familienministerin Franziska Giffey (SPD) geplante Qualitätsoffensive für Kitas könne nur mit mehr Personal gelingen.

Nahles, die auch die SPD-Bundestagsfraktion führt, forderte ferner Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf, sich auf seine zentrale Aufgabe zu konzentrieren und die Beseitigung des Pflegenotstands ganz konkret anzupacken. „Er muss dafür sorgen, dass wir ein Gesamtkonzept Pflege umsetzen“, erklärte die SPD-Politikerin. Sie warf Spahn vor, sich stattdessen „zu allem und jedem“ zu äußern. „Ich bin sicher, wenn wir die Arbeitsbedingungen und die Löhne verbessern, können wir Personal gewinnen. Zudem hat der Bund fest zugesagt, 8000 Stellen zu finanzieren“, betonte Nahles. Bundesweit sind laut Bundesregierung derzeit 36.000 Stellen in der Pflege unbesetzt.

 

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