SPD-Gesundheitsexperte: Mindestpreise beim Alkohol helfen nicht

geralt / Pixabay


NOZ:

Osnabrück (ots) – SPD-Gesundheitsexperte: Mindestpreise beim Alkohol helfen nicht

Lauterbach fordert stattdessen bessere Aufklärung und einen Stopp für „Lockangebote“ an Supermarktkassen

Osnabrück. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hält einen Mindestpreis für Alkohol, wie er in Schottland zur Bekämpfung von Suchterkrankungen eingeführt wurde, in Deutschland “ nicht für hilfreich“. „Wie Studien ergeben, führen höhere Steuern auf Alkohol nicht zur Senkung des Konsums“, sagte Lauterbach der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstag). Anders als bei der auf Kinder abzielenden Kampagne gegen Alkopops, die zumeist vom Taschengeld bezahlt würden, wirkten Preissteigerungen bei Alkohol nach derzeitigen Erhebungen nicht abschreckend. Die vor 14 Jahren eingeführte Steuer auf sogenannte Alkopops sei deshalb kein Vorbild. Zur Reduzierung des Alkoholkonsums schlug Lauterbach vor, die Platzierung von „Lockangeboten“ in kleinen Flaschen direkt an den Supermarktkassen nicht länger zu dulden. Außerdem müsse Alkoholismus „enttabuisiert“ werden. Schon bei ersten Anzeichen sollte es niedrigschwellige Hilfsangebote geben. Auch die Aufklärung über die gesundheitlichen Risiken nannte Lauterbach stark verbesserungswürdig.

 

Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

Original Quelle Presseportal.de

Bildergalerie Altweiberfasching Kreuzwertheim , 16.02.2012

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*