Stadt Wertheim unterstützt das Klimaschutzkonzept – Beitritt zum kreisweiten Bündnis beschlossen

Rathaus Wertheim

 

Die Stadt Wertheim unterstützt das kreisweite Klimaschutzkonzept. Das hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen und damit die Verwaltung mit Abschluss einer interkommunalen Vereinbarung beauftragt. „Wir stehen beim Klimaschutz nicht am Anfang, sondern engagieren uns schon seit Jahren ambitioniert in vielen Bereichen“, betonte Bürgermeister Wolfgang Stein. Der Beitritt zum Klimabündnis sei Ansporn, dieses Engagement fortzuführen.

 

Das vom Kreistag im Juli beschlossene Klimaschutzkonzept nennt drei Handlungsfelder, in denen Landkreis und Kommunen den Klimaschutz voranbringen wollen. Im Handlungsfeld „Energieeffizienz und Energieeinsparung“ geht es um die energetische Sanierung von Gebäuden. Der Bereich „Erneuerbare Energien“ zielt auf die verstärkte Nutzung von Solarenergie, unterstützt durch eine Neuauflage des „1000 Dächer Plus“-Programms. Und im Handlungsfeld „nachhaltige Mobilität und Elektromobilität“ sollen verkehrsbedingte Emissionen gemindert werden.

 

Die interkommunale Vereinbarung beinhaltet keine konkreten Verpflichtungen. Jede Kommune entscheidet selbst, welche Maßnahmen und Projekte sie angeht. In drei Jahren will man auf Kreisebene eine Zwischenbilanz zum Stand der Umsetzung ziehen.

 

Elektrofahrräder können kostenlos in Wertheim aufgeladen werden. Ladestationen für Elektroautos sollen folgen. Foto: Stadt Wertheim

 

Der Stadt Wertheim kommt zugute, dass sie in allen drei Handlungsfeldern – vielfach gemeinsam mit den Stadtwerken – schon seit Jahren aktiv ist. In der Vorlage für den Gemeinderat waren einige Beispiele genannt:

 

Im Handlungsfeld „Energieeinsparung und Energieeffizienz“ nimmt Wertheim eine Vorreiterrolle ein, denn schon 1998 hat die Stadt einen ersten Energiebericht vorgelegt. Seitdem schreibt sie ihn kontinuierlich fort. Der jüngste Energiebericht weist nach, dass der Energieverbrauch bei städtischen Gebäuden seit 2005 um knapp 19 Prozent gesenkt wurde. Seit 2011 macht die „Energieleitlinie der Stadt Wertheim“ allen Mitarbeitern verbindliche Vorgaben für den sparsamen Umgang mit Energie und Wasser. Der Stromverbrauch der Straßenbeleuchtung ist dank Umstieg auf Halogen in den Jahren 2010/11 um 32 Prozent zurückgegangen. Seit 2015 läuft die nächste Umrüstung auf LED-Technik, die schon zu einer Einsparung von 55 Prozent geführt hat. Insgesamt hat die Stadt die CO2-Emissionen, die durch den Wärme- und Stromverbrauch der städtischen Gebäude und der Straßenbeleuchtung verursacht werden, seit 2005 um 19,1 Prozent reduziert.

 

Im Handlungsfeld „Erneuerbare Energien“ sieht sich die Stadt Wertheim ebenfalls gut aufgestellt. Beim Stromertrag aus erneuerbaren Energieträgern überschreitet Wertheim als einzige Kommune im Landkreis die 70.000 MWh-Grenze. Bereits 2010 ergab eine Datenauswertung, dass der Deckungsanteil der erneuerbaren Energien am Gesamtstromverbrauch der Gemeinde bei rund 43 Prozent liegt. Beschränkt man sich auf den Stromverbrauch der Privathaushalte, liegt der Deckungsanteil sogar bei 110 Prozent.

 

Bei der „Elektromobilität“ verweist die Vorlage zunächst auf die Ladestationen für Elektrofahrräder, die heute schon kostenlos genutzt werden können. Bis März 2019 soll es dann auch drei neue Ladestationen für Elektroautos geben.

Quelle : Wertheim.de

Bildergalerie FotoShooting – Making of – mit Hardy Krüger junior und BMW designten Denim Bike im Wertheim Village , 14.09.2017