Stadtverwaltung Wertheim : Motto „Das bin alles ich?“ – Landesbühne stellt das Programm für 2017/18 vor

Die neue Spielzeit 2017/18 stellten vor (von links): Tristan Benzmüller (Dramaturg), Carsten Ramm (Intendant), Joerg Bitterich (Leiter Kinder- und Jugendtheater) und Larissa Benszuweit (Chefdramaturgin), Foto: BNN Bruchsaler Rundschau

Die Badische Landesbühne hat in Bruchsal ihren Spielplan für die Saison 2017/18 vorgestellt. „Das bin alles ich?“, lautet das neue Spielzeitmotto. Intendant Carsten Ramm erklärte, dass diese Frage ein Zitat aus Hermann Hesses „Der Steppenwolf“ ist und das Theater in der kommenden Spielzeit beschäftigen wird: „Wir übertragen diese Frage auf uns und auf unsere Gegenwart. Wir wollen uns mit den Stücken der neuen Spielzeit auf die Suche machen, wer wir sind, was uns ausmacht und was alles in uns steckt.“ Die Premieren stellte Ramm zusammen mit Joerg Bitterich, dem Leiter des Kinder- und Jugendtheaters, der derzeitigen Chefdramaturgin Larissa Benszuweit und dem designierten Chefdramaturgen Tristan Benzmüller vor.

Als erste Premiere im Abendspielplan wird die Badische Landesbühne Heinrich Bölls „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ in der Bühnenfassung von Margarethe von Trotta zeigen. Zu sehen ist das Stück am 24. Oktober in Wertheim in der Aula Alte Steige. 40 Jahre nach dem Deutschen Herbst und anlässlich des 100. Geburtstags des Autors Heinrich Böll inszeniert Carsten Ramm Bölls Erzählung mit dem Untertitel „Wie Gewalt entstehen und wohin sie führen kann“. Ergänzend dazu wird am 5. Dezember Eric-Emmanuel Schmitts Adaption der bekannten Novelle „Vierundzwanzig Stunden im Leben einer Frau“ von Stefan Zweig als Monolog für eine Schauspielerin zu sehen sein.

Ein amüsanter Blick in die Geschichte des Kinos ist „Mondlicht und Magnolien“. Regisseur Arne Retzlaff bringt die Komödie um die Entstehung des Filmklassikers „Vom Winde verweht“ auf die Bühne, zu sehen am 9. Januar in Wertheim.

Eine weitere Uraufführungen im neuen Spielplan ist „Es wird schon nicht so schlimm!“ von Hans Schweikart in der Dramatisierung und Inszenierung von Carsten Ramm. Schweikarts eindringliche Filmerzählung beruht auf dem Schicksal des Schauspielers Joachim Gottschalk und seiner jüdischen Frau Meta, die sich 1941 unter dem Druck des Nazi-Regimes das Leben nahmen. Die BLB präsentiert die Aufführung am 6. Februar in Wertheim.

Hermann Hesses „Der Steppenwolf“ beschreibt die Zerrissenheit eines Sinnsuchers. Der Roman wird in der Regie von Wolf E. Rahlfs am 20. März in Wertheim zu sehen sein. „Der Steppenwolf“ ist neues Sternchenthema und wird ab 2019 im baden-württembergischen Abitur geprüft.

Mit „Misery“ zeigt die BLB einen der erfolgreichsten Romane von Stephen King als packendes Kammerspiel. Das Gastspiel in Wertheim findet am 8. Mai statt.

„Der tolle Tag oder Figaros Hochzeit“ von Pierre Augustin Caron de Beaumarchais ist ein Klassiker der französischen Theaterliteratur. Die Komödie, in der Bedienstete mit Geschick gegen die Willkür ihres adeligen Herrn aufbegehren, präsentiert die Landesbühne zum Theatersommer am 3. Juli auf der Wertheimer Burg.

Das Kinder- und Jugendtheater zeigt im Theatersommer einen Stoff, der Alt und Jung zu begeistern weiß: Otfried Preußlers „Der Räuber Hotzenplotz“ wird als Stück für die ganze Familie am 3. Juli auf der Wertheimer Burg zu sehen sein.

Das gesamte Angebot der Badischen Landesbühne wird wie gewohnt von einem umfangreichen theaterpädagogischen Programm begleitet, das sich an alle Schulen des Spielgebietes und darüber hinaus an alle theaterbegeisterten jungen und nicht mehr jungen Menschen richtet.

Das Programm der Spielzeit 2017/18 ist auf den Internetseiten der BLB und der Stadt Wertheim unter www.dieblb.de und www.wertheim.de/badische+landesbuehne zu finden.

 

Stadtverwaltung Wertheim

Bildergalerie 12. Wertheimer Dance Day in der Aula alte Steige , 16.11.2014