Streit in Asylbewerberunterkunft – 18-jähriger Angreifer wird eingewiesen

WEIBERSBRUNN, LKR. ASCHAFFENBURG. Am Donnerstagabend gerieten zwei männliche Bewohner einer Asylbewerberunterkunft in Streit. Hierbei griff einer der Männer den anderen an und wurde durch weitere Bewohner versucht davon abzuhalten. Der Angreifer ließ jedoch nicht von seinem Opfer ab, er brach sogar eine Tür auf um ihm wieder habhaft zu werden. Der Aggressor verletzte sich bei dem Vorfall aufgrund offensichtlich psychischer Probleme sogar bewusst selbst und musste letztlich amtlich eingewiesen werden.

 

Nach bisherigen Erkenntnissen kam es gegen 21:30 Uhr zwischen den beiden 18-jährigen Afghanen wegen ihrer unterschiedlichen Ethnie zu Unstimmigkeiten. Dies gipfelte darin, dass der Eine dem Anderen ins Gesicht schlug, ihm ein Büschel Kopfhaar ausriss und ihm verbal mit dem Tod drohte. Andere Bewohner der Unterkunft versuchten den Angreifer zurückzuhalten und verhalfen dem Opfer zur Flucht in sein Zimmer.

Der Angreifer begann nun sich selbst zu verletzten, indem er sich mehrere Trinkgläser gegen den Kopf schlug. Mit leichten Schnittwunden nahm er dann ein Küchenmesser an sich und richtete es mit der Schneide gegen seinen Oberkörper. Hierdurch wollte er einen der Helfer dazu bewegen, dass dieser den Weg zur Zimmertür des Anderen freigibt. Der Weg wurde freigegeben und der völlig Aufgebrachte brach die verschlossene Tür auf. Erneut schlug er auf seinen Mitbewohner ein und riss ihm Haare aus.

Als die drei verständigten Streifen der Polizeiinspektion Aschaffenburg eintrafen, hatte die Auseinandersetzung bereits ihr Ende gefunden. Das Opfer erlitt keine behandlungsbedürftigen Verletzungen. Da sich der Aggressor offenbar in einem psychischen Ausnahmezustand befand, musste er ins Bezirkskrankenhaus eingewiesen werden.

Die Polizeiinspektion Aschaffenburg ermittelt nun gegen den 18-Jährigen wegen Körperverletzung, Bedrohung und Sachbeschädigung.

PP Unterfranken