Streit um die Zukunft des Waldes Debatte hat nun Kontur – Kommentar von Matthias Bungeroth

Seaq68 / Pixabay

Bielefeld (ots)

Die Stürme, die Dürre und die Schäden durch den Borkenkäfer haben ein Gutes: Die Zukunft des deutschen Waldes ist auf der Tagesordnung der großen Politik in einer Schnelligkeit in eine Spitzenposition gerückt, die sie unter anderen Umständen – leider – nie erhalten hätte. Nun überbieten sich die Landwirtschafts- und die Umweltministerin mit Vorschlägen, wie man den Wald für die kommenden Generationen sichern kann. Das ist hervorragend, denn so gewinnt das Thema an Wertigkeit. Umweltministerin Svenja Schulze gebührt das Verdienst, initiativ inhaltliche Aussagen getroffen zu haben, die zuvor noch nicht genug Beachtung bekommen haben. Die Bedeutung des Waldes für die Verbesserung des Klimas sollte höchste Priorität haben. Diesen Faktor zu einem wichtigen Kriterium zu machen, wenn es darum geht, Milliardenbeträge an die Forstbehörden zu verteilen, ist unabdingbar. Eine Förderung nach dem Gießkannen- oder Windhundprinzip wäre fatal. Auch viele Forstfachleute wissen heute nicht recht, wie die ideale Forststruktur von übermorgen aussieht. So sind jüngst auch Baumarten zerstört worden, die man noch vor kurzer Zeit für resistent hielt. Einig sind sich beide Ministerien in einem : Es muss rasch gehandelt werden. Das ist gut so.

 

Original-Content von: Neue Westfälische (Bielefeld), übermittelt durch news aktuell

Original Quelle der Pressemitteilung

Bildergalerie Altweiberfasching Kreuzwertheim , 16.02.2012