Streit zwischen Vater und Tochter eskaliert – 43-Jähriger verletzt eigene Tochter mit Messer

Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg vom 05.09.2017

SOMMERKAHL, LKR. ASCHAFFENBURG. Ein 43-Jähriger hat am Sonntagabend seine Tochter mit einem Messer am Oberschenkel verletzt. Anschließend flüchtete der Tatverdächtige und konnte von Beamten der Polizei Aschaffenburg und Alzenau widerstandslos in seiner Wohnung festgenommen werden. Am Montagnachmittag erfolgte auf Anordnung der Staatsanwaltschaft die Vorführung beim Ermittlungsrichter.

 

Es war wohl ein verbaler Streit um das Kindergeld der 15-jährigen Tochter, die nach islamischen Recht mit einem 19-Jährigen verheiratet sein soll, der gegen 18:30 Uhr eskalierte. Anfänglich bedrohte dem Sachstand nach der 43-jährige Syrier den „Schwiegervater“ seiner Tochter mit einem Messer und verletzte ihn oberflächlich. Anschließend bedrohte er wohl seinen syrischen „Schwiegersohn“ mit einem Messer und schlug ihn mit dem Messer auf den Kopf. Bei dem Versuch den Streit zwischen ihrem Vater und der Familie ihres Lebenspartners zu schlichten, verletzte der Vater offensichtlich seine Tochter mit dem Messer im Bereich des Oberschenkels. Bevor der 43-Jähriger flüchtete, schlug er offensichtlich mit einem Stuhl auf den Rücken des „Schwiegersohns“.

Im Rahmen der sofort eingeleiteten Fahndung der Polizei konnten Beamte der Polizei Aschaffenburg und Alzenau den Tatverdächtigen in seiner Wohnung im Landkreis Aschaffenburg widerstandslos festnehmen. Der Rettungsdienst brachte das Mädchen in ein Krankenhaus zur stationären Behandlung. Der Lebensgefährte, wie auch sein Vater, erlitt leichtere Verletzungen und benötigte keine ärztliche Hilfe.

Nachdem der Tatverdächtige eine Nacht in einem Haftraum der Polizei Aschaffenburg verbracht hatte, führte die Kripo den 43-Jährigen auf Antrag der Staatsanwaltschaft dem Ermittlungsrichter vor.

Dieser erließ wegen des dringenden Tatverdachts der gefährlichen Körperverletzung in mehreren Fällen und Bedrohung einen Haftbefehl. Anschließend erfolgte die Überstellung in eine Justizvollzugsanstalt.

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