Vereinssterben auf dem Land nimmt zu – Menschlichkeit darf nicht sterben – Kommentar von Matthias Bungeroth

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Neue Westfälische (Bielefeld):

Bielefeld (ots) – Auf dem Land gibt es immer weniger Vereine. Na und – könnte man denken und die Botschaften der aktuellen Studie beiläufig zur Kenntnis nehmen und denken: Facebook & Co machen das künftig schon. Aber so einfach ist es natürlich nicht. Die 125.000 Vereine, die es im vergangenen Jahr laut der Studie im ländlichen Raum gab, sie stehen vor allem für eines: Menschlichkeit. In diesen Institutionen, vom Gesangsverein über den Anglerverein bis hin zum Imkerverein begegnen sich turnusmäßig Menschen zum Austausch und stärken so den gesellschaftlichen Zusammenhalt in einem Ort. Niemand wird ernsthaft bezweifeln, dass wir gerade in diesen Zeiten solche Podien der Begegnung brauchen. Denn die Menschlichkeit darf nicht sterben. Insofern ist es gut, dass Ostwestfalen-Lippe, wenn man den Zahlen glauben darf, noch keinen erdrutschartigen Verlust an Vereinen zu verzeichnen hat. Doch alle ländlichen Regionen müssen aufpassen, dass sie den Zug in die Neuzeit nicht verpassen. Dafür muss der Staat mit guter digitaler Infrastruktur sorgen. Die Vereine, auch wenn sie teils digital arbeiten, sind aber kein Ersatz für staatliche Verantwortung für die Schwächsten der Gesellschaft. Auch sie ist eine notwendige Form der Menschlichkeit.

 

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