Verzahnung mit der Bundeswehr – Deutsch-ungarische Heereszusammenarbeit entwickelt sich

Brigadegeneral Attila Takáz (l.) und Brigadegeneral Dirk Kipper (r.) unterzeichnen das Protokoll der Vereinbarung, "obs/Presse- und Informationszentrum des Heeres/Maximilian Schulz"

Strausberg/Brandenburg (ots)

Die Ungarn wollen ihre Streitkräfte modernisieren und streben langfristig eine vollständige Verzahnung mit der Bundeswehr an. Nach einer Vielzahl bilateraler Gespräche hat Mitte Juni eine elfköpfige ungarische Delegation unter Führung von Brigadegeneral Attila Takács, Inspekteur der Landstreitkräfte Ungarns, zwei Ausbildungseinrichtungen des Heeres und das Kommando Heer in Strausberg besucht. Es konstituierte sich eine deutsch-ungarische Lenkungsgruppe.

An der Unteroffizierschule des Heeres in Delitzsch erhielten die ungarischen Militärs Einblicke in die Abläufe der Ausbildung. Es ging um die Methodik der Ausbildung, die Umsetzung im Führungs- und Handlungstraining sowie die Sprachausbildung. Im Anschluss stand am 18. Juni ein Besuch der Offizierschule des Heeres (OSH) in Dresden auf dem Programm, um zusammen mit dem Kommandeur der OSH, Brigadegeneral Martin Hein, die Intensivierung der zukünftigen Zusammenarbeit zu erörtern.

Bereits am 10. Mai 2018 waren erste offizielle Bitten Ungarns um Unterstützung eingegangen. Sie reichen von der Weitergabe von Fachwissen bei der Ausbildung und Sprachausbildung und bei Übungen über die Bereitstellung von konzeptionellen Grundlagen bis hin zur Entsendung von Mobilen Trainingteams und Ausbildern für die Offizierausbildung und Etablierung von ungarischen Austausch- und Verbindungsoffizieren einschließlich gemeinsamer Übungsvorhaben.

Der offizielle Startschuss einer intensiveren deutsch-ungarischen Heereskooperation erfolgte nun vom 25. bis 27. Juni 2019 mit der konstituierenden Sitzung der deutsch-ungarischen Lenkungsgruppe, gemeinsam geleitet durch Brigadegeneral Dirk Kipper aus dem Kommando Heer und Brigadegeneral Takàcz. Aus deutscher und ungarischer Sicht bietet dieses Format die geeignete Plattform zur Koordinierung der künftigen gemeinsamen Kooperationsfelder und hebt die Zusammenarbeit auf eine neue Ebene.

 

 

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