Viele tödliche Fahrradunfalle – Höchste Zeit zum Handeln mit Abbiegeassistenten : Kommentar von Marion Koller

Stefan_Schranz / Pixabay, Notarzteinsatz Symbolbild


Mittelbayerische Zeitung:

Regensburg (ots) – Dass die Politik trotz der Radunfallzahlen so lange braucht, um den Abbiegeassistenten für Brummis vorzuschreiben, ist ein Skandal. Die deutschen EU-Vertreter sollten alle Hebel in Bewegung setzen, damit das Gesetz schnell kommt. In Bayern stirbt alle fünf Tage ein Radfahrer bei einem Unfall – auch durch abbiegende Lkw. Edeka handelt vorbildlich und stattet die eigenen Laster mit einem selbst entwickelten Abbiegeassistenten aus, auch wenn das viel Geld verschlingt. Dem Unternehmen sind Menschenleben wichtiger. Der Handelsriese schützt auch die Lkw-Fahrer, denn ohne Kamera – und Pfeifton – hätten sie keine Chance, den Radfahrer im toten Winkel zu bemerken. Andere Unternehmen sollten dem Beispiel folgen. Rasch umsetzbar wäre ein Vorschlag des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs. Der appelliert an die Kommunen, auf parallele Grünphasen von Abbiegern und Geradeausfahrern zu verzichten. Die Maßnahme würde das Radfahren sicherer machen. Am heutigen Tag der Verkehrssicherheit sollten auch die Radfahrer ihr Verhalten überdenken. Sie pochen oft rücksichtslos auf ihr Recht und vergessen, dass motorisierte Fahrer fehlbar sind.

 

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