Wertheim : Auf den Spuren der jüdischen Familiengeschichte – Recherchen im Internet führten Julie Hammel nach Wertheim

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Auf den Spuren der jüdischen Familiengeschichte: Julie Hammel und ihre Tochter Prune sichten im Stadtarchiv schriftliche Quellen gemeinsam mit Dieter Fauth und Andreas Weber. Foto: privat

Julie Hammel und ihre Tochter Prune aus Südfrankreich besuchten Wertheim auf den Spuren ihrer Vorfahren. Unterstützt wurden sie von Dieter Fauth, dem Leiter des Projekts Stolpersteine. Julie ist die Tochter des 1938 in Wertheim geborenen Lot Hammel. Als Jude war er – gerade einmal zwei Jahre alt – unter den 19 Wertheimern, die am 22. Oktober 1940 von den Nazis in das Konzentrationslager Gurs in Südfrankreich nahe den Pyrenäen verschleppt wurden. Das Kleinkind konnte von französischen Nonnen eines katholischen Frauenklosters aus dem Lager geholt und bis zum Ende des Nazi-Regimes in verschiedenen Familien in Südfrankreich versteckt werden.

Nach dem Krieg wurde Lot vom französischen Kinderhilfswerk Oeuvre de Secours aux Enfants (OSE) groß gezogen. Der Junge nahm den Namen Claude an. Als Erwachsener heiratete er 1978. Seine Tochter Julie erlebte ihn zeit seines Lebens „traumatisiert“, wie die studierte Psychologin bei ihrem Besuch in Wertheim erzählte. Neben seinem persönlichen Schicksal hatte er die Ermordung seiner Eltern Leo Hammel und Hilda, geborene Fleischmann aus Dertingen, sowie zwei seiner Geschwister mit Namen Heinz-Josef und Robert Hammel zu verkraften.

Über all das Leid konnte Claude Hammel bis zu seinem Tod 2014 nicht sprechen. Julie erfuhr also nie durch die eigene Familie, sondern nur von außen und erst nach dem Tod des Vaters von der Familientragödie. Bei Recherchen im Internet stieß sie auf die Erkundungen von Dieter Fauth über die Wertheimer Opfer des NS-Regimes und nahm mit dem Leiter des Wertheimer Projektes Stolpersteine Kontakt auf. Während ihres Aufenthalts in Wertheim erkundeten sie und ihre Tochter Prune gemeinsam mit Fauth und dem französisch sprechenden Stadtführer Andreas Weber die jüdischen Spuren Wertheims und sichteten die Quellen zu den Familien Hammel und Fleischmann im Stadtarchiv in Bronnbach. Auf dem jüdischen Friedhof besuchten die Gäste das Grab von Julies Urgroßmutter Karolina Fleischmann, geb. Fröhlich, und vier weitere Gräber von Personen aus der Dertinger Familie Fleischmann. Ein Besuch der Gemeinde Dertingen vervollständigte die Erkundung der Familienspuren.

Julie möchte jetzt ihre Familiengeschichte aufschreiben und in Schulen ihrer Heimatregion in Südfrankreich erzählen. Fauth bestärkte sie in diesem Vorhaben. Er bot Julie an, gemeinsame Veranstaltungen in Schulen ihrer Heimatregion in Süd-frankreich durchzuführen. Hierbei sollte sie ihre Familiengeschichte erzählen und Fauth anhand von Quellen zur Familie Hammel allgemein über den Nationalsozialismus in Deutschland und speziell in Wertheim berichten sowie über die Erinnerungskultur heute in Deutschland. Es sei ein besonders starkes Symbol der Versöhnung, wenn Julie als Nachfahre der Opfergeneration und Fauth als Nachfahre der Tätergeneration gemeinsam auftreten. Diesen Vorschlag nahm Julie gerne auf.

Quelle : Wertheim.de

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