Wertheim : Ausstellung „Verfemt und vergessen“ endet – Expressiver Realismus im Schlösschen im Hofgarten

Bruno Müller-Linow (1909 – 1997), Osterstillleben, 1971, Privatbesitz, Foto: Kurt Bauer

Über die Osterfeiertage besteht letztmals die Möglichkeit zum Besuch der Ausstellung „Verfemt und vergessen“. Das Museum “Schlösschen im Hofgarten“ zeigt noch bis Ostermontag, 22. April, die Werke des Expressiven Realismus mit Gemälden, die sich sonst in Privatsammlungen befinden.

Die Künstler des „Expressiven Realismus“ wurden in der Zeit um 1900 geboren, erhielten ihre Ausbildung kurz vor oder nach dem Ersten Weltkrieg und waren dann in den 20er Jahren bis 1933 tätig. Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurden ihre Werke meist zur „Entarteten Kunst“ erklärt, was zugleich mit einem Arbeits- und Ausstellungsverbot verbunden war. Nach dem Zweiten Weltkrieg war ihre künstlerische Darstellungsweise nicht mehr zeitgemäß. Man brachte ihren Realismus zu Unrecht mit der „Neudeutschen Kunst“ der Nationalsozialisten in Verbindung, was zum Verschweigen und Vergessen ihrer Werke führte. Unter diesen Bedingungen fiel der „Expressive Realismus“ aus der gängigen und zukünftigen Entwicklung der künstlerischen Ausdrucksweise heraus.

In der Wertheimer Ausstellung sind auch Künstler vertreten, die längere Zeit in Wertheim und Umgebung zu Malaufenthalten weilten; dazu zählen Bruno Müller-Linow, Charles Crodel, Friedrich Ahlers-Hestermann und seine Frau Alexandra Povòrina.

Öffnungszeiten des Museums „Schlösschen im Hofgarten“ im Winterhalbjahr: Freitag und Samstag 14 bis 17 Uhr, Sonn- und Feiertag 12 bis 18 Uhr. Weitere Infos unter www.schloesschen-wertheim.de.

Quelle : Wertheim.de

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