Wertheim : Banderolen für den Restmüll entfallen ab Januar – Künftig genügt Gebührenmarke

Landrat Reinhard Frank (links) zeigt eine der Banderolen, die im Main-Tauber-Kreis ab 2018 abgeschafft werden. Künftig genügt es für die Restmüllabfuhr, wenn auf dem Deckel der Mülltonne eine gültige Jahresgebührenmarke klebt, wie AWMT-Leiter Dr. Walter Scheckenbach sie zeigt. Foto: AWMT / Markus Moll

Vereinfachung des AWMT

Für die Entleerung der Mülltonnen im Main-Tauber-Kreis werden ab dem 1. Januar keine Banderolen mehr benötigt. „Künftig genügt es für die Entleerung, wenn die Tonne mit einer gültigen Jahresgebührenmarke beklebt ist. Die Bürgerinnen und Bürger müssen keine Banderolen mehr kaufen und jeweils vor dem Entleerungstermin an der Mülltonne anbringen“, erklärt Landrat Reinhard Frank. „Dies bedeutet eine klare Vereinfachung sowohl für die Bürger als auch für die Verwaltung. Die Banderolen müssen nicht mehr hergestellt, verkauft und abgerechnet werden; und niemand muss mehr daran denken, ob er noch eine Banderole zu Hause hat“, erläutert der Landrat.

Wie es in einer Mitteilung des Abfallwirtschaftsbetriebs Main-Tauber-Kreis (AWMT) heißt, sollte mit dem Banderolen-System ursprünglich ein Anreiz geschaffen werden, damit die Bürger Wertstoffe besser trennen und weniger Restmüll produzieren. Wer seine Tonne nicht an die Straße stellte, konnte den Preis einer Banderole sparen. Dies hat auch lange gut funktioniert. „Allerdings gab es früher im Main-Tauber-Kreis eine vierzehntägige Abfuhr. Seit der Umstellung auf den vierwöchentlichen Abfuhrrhythmus ist es im Grunde üblich, dass die Haushalte im Landkreis alle Termine nutzen“, fasst Landrat Reinhard Frank zusammen. Somit fällt die Einspar-Möglichkeit für die einzelnen Haushalte gering aus.

Stattdessen wird zunehmend beobachtet, dass Bürgerinnen und Bürger Restmüll in der Biotonne entsorgen – möglicherweise auch, weil für die Biotonne keine zusätzliche Banderole erforderlich ist. „Die verursacht erhebliche Probleme, unter anderem deshalb, weil das Kompostwerk in Würzburg den Inhalt der Biotonnen nicht mehr annimmt, wenn zu viele Stoffe enthalten sind, die nicht hineingehören. Die Mehrkosten müssen dann alle Gebührenzahler tragen“, fasst der Leiter des AWMT, Dr. Walter Scheckenbach, zusammen.

Künftig genügt für die Restmüllabfuhr im Landkreis also eine gültige Jahresgebührenmarke. Diese muss rechtzeitig bei einer Verkaufsstelle erworben und auf den Deckel der Mülltonne geklebt werden. Restmüllbehälter ohne gültige Jahresgebührenmarke werden allerdings, entgegen der bisherigen Kulanzregelung, künftig bereits im Januar nicht mehr geleert.

Die Müllgebühr ist eine Jahresgebühr, die jeweils zum 1. Januar des neuen Kalenderjahres zu entrichten ist. Der AWMT bittet die Bürger des Main-Tauber-Kreises daher, die Müllmarken rechtzeitig zu erwerben. Der Verkauf für 2018 beginnt am Montag, 4. Dezember 2017.

Nicht mehr benötigte Müllbanderolen können über die Verkaufsstellen bei den 18 Städten und Gemeinden im Main-Tauber-Kreis zurückgegeben werden. Dies hat Landrat Frank mit allen Bürgermeistern vereinbart. Der Kaufpreis wird erstattet, kann aber aus haushaltstechnischen Gründen nicht mit dem Kauf der Jahresgebührenmarke verrechnet werden.

Der Barwert der Banderolen verfällt nicht. Sie können auch noch nach Jahren beim AWMT zur Gutschrift eingereicht werden.

Ab dem Jahr 2018 wird sich auch die Höhe der Müllgebühren ändern, nachdem alle Abfuhrleistungen neu ausgeschrieben werden mussten. Über die künftigen Gebührensätze muss noch der Kreistag entscheiden.

Stadtverwaltung Wertheim

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