Wertheim-Bestenheid : Handball – HSV Main-Tauber triumphiert im Spitzenspiel gegen DJK Waldbüttelbrunn II

Handball Herren Bezirksliga Südwest Unterfranken HSV Main-Tauber 29:23 DJK Waldbüttelbrunn II (15:8)

HSV triumphiert im Spitzenspiel

Handball Herren Bezirksliga Südwest Unterfranken HSV Main-Tauber 29:23 DJK Waldbüttelbrunn II (15:8)

Mit einem beeindruckenden 29:23 Sieg schaffte es der HSV Main-Tauber die Tabellenführung zu verteidigen und den Verfolger aus Walbüttelbrunn auf Distanz zu halten. Dabei erwischten die zuvor sechsmal in Folge siegreichen Walbüttelbrunner den besseren Start. Beim Tabellenführer haperte es zu Beginn vor allem in der Offensive. Zu fahrlässig war man in der Chancenverwertung, was auch am starken Mark Schoeler im Tor der DJK lag. Es dauerte bis zur zehnten Spielminute ehe der HSV erstmals ins Netz traf. Dieser Treffer war ein regelrechter Brustlöser denn von nun an übernahmen die Hausherren die Kontrolle über das Spielgeschehen. Die Abwehr um Rückkehrer Marcel Michel und Luis Eichelbrönner im Mittelblock präsentierte sich als echtes Bollwerk. Über 12 Minuten verhinderte man einen weiteren Waldbüttelbrunner Treffer. Auch die Offensive lief nun heiß. Begünstigt durch mehrere Überzahlsituationen fand man immer wieder Lücken die in dieser Phase vor allem von Kevin Kunzmann, welcher alle seine neun Treffer im ersten Durchgang erzielte, genutzt wurden. So gelang es den 0:3 Rückstand in eine 9:3 Führung zu verwandeln. In Folge gestaltete sich die Partie wieder ausgeglichener. Die Waldbüttelbrunner waren sichtlich bemüht den Rückstand bis zur Pause zu verkürzen, was jedoch nicht gelang. Mit 15:8 ging es in die Kabinen. Wie zu erwarten kamen die Gäste stark aus der Kabine, dass sie Comeback Qualitäten haben, haben sie schon im Hinspiel bewiesen. Nach wenigen Minuten entschloss sich DJK Trainer Dominik Lohn den bis dato besten Wertheimer Schützen Kevin Kunzmann sowie teilweise Julian Enzfelder in Manndeckung zu nehmen. Dies erwies sich zunächst als sehr effektiv. Die Wertheimer hatten im ersten Durchgang schon einige Körner gelassen, es fehlte daher oft an Spritzigkeit um die sich dadurch ergebenden Lücken zu nutzen. Auch die Tatsache das man nun selbst das eine oder andere Mal in Unterzahl spielen musste bereitete Probleme. So gelang es den „Sumpflern“ auf 20:16 zu verkürzen. Die Gäste stemmten sich nun mit aller Kraft gegen die sich androhende Niederlage. Davon ließ sich der HSV jedoch nicht beeindrucken. Man agierte nun abgeklärter gegen die offensive Deckung der DJK und auch die Defensive funktionierte weiterhin gut. So konnte man die angedeutete Aufholjagd der Gäste im Keim ersticken. Mit dem 23:16 in der 50. Minute war eine Art Vorentscheidung gefallen. Zwar warfen die Waldbüttelbrunner weiterhin alles in die Waagschale, doch die Hausherren ließen sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Letztendlich gewannen die Wertheimer mit 29:23. Der Grundstein für diesen Erfolg war sicherlich der 9:0 Lauf Mitte der ersten Hälfte. Dies waren die wahrscheinlich besten Minuten dieser Saison und der daraus resultierende Vorsprung konnte von über weite Strecken starken Waldbüttelbrunnern nicht aufgeholt werden. Durch diesen Erfolg unterstreicht der Aufsteiger von der Tauber seine Titelambitionen und liegt nun drei Punkte vor der DJK und weiterhin einen Punkt vor dem TV Großlangheim, bei welchem man kommende Woche zu Gast sein wird. Für Waldbüttelbrunn geht es dann zum Derby nach Höchberg. HSV Trainer Konrad Michel war die Zufriedenheit nach dem wichtigen Sieg anzumerken: „Ich bin natürlich sehr glücklich mit dem Ergebnis. Waldbüttelbrunn hat eine starke Mannschaft und hat von Anfang an Gas gegeben. In den ersten Minuten hatten wir im Angriff Probleme mit unserer Chancenverwertung. Diese konnten wir aber recht schnell ablegen. Besonders stolz bin ich jedoch auf unsere Defensive. In dieser Kategorie haben wir wohl unsere beste Saisonleistung abgeliefert, vor allem in der ersten Halbzeit. Vor dem Hintergrund das Marcel am Freitag zum ersten Mal mit der Mannschaft trainiert hat und wir so im Prinzip noch nicht zusammen gespielt haben ist das herausragend. Wir dürfen jetzt jedoch nicht denken das wir schon Meister sind. Großlangheim ist uns dicht auf den Fersen und auch Waldbüttelbrunn darf man noch nicht abschreiben. Wir haben noch einige schwierige Spiele, vor allem nächstes Wochenende in Großlangheim. Wenn wir diese Form beibehalten sind wir jedoch sehr schwer zu schlagen.“

Es spielten und trafen: Maximilian Schack (Tor); Kevin Kunzmann 9/2; Julian Enzfelder 7/3; Felix Braunbeck 4; Kevin Roesler-Schlueter 3; Marcel Michel 1; Luis Eichelbrönner 1; Levent Akbulut 1; Björn Brem 1; Sebastian Hingerl 1; Jonathan Witt 1; Philipp Merola; Danijel Lejic; Brandon Jamerson

 

Marcel Michel, HSV

Bildergalerie „Wertheim zeigt Flagge“ Demo gegen den Brandanschlag Lea Reinhardshof 20.09.2015