Wertheim : Biomüll wird wöchentlich geholt

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Falsch befüllte Tonnen bleiben ungeleert stehen

 

 

Mit dem Einzug des Frühlings steigen auch wieder die Temperaturen. Deshalb werden die Biotonnen im Main-Tauber-Kreis beginnend ab Mai bis Ende Oktober wöchentlich anstatt 14-tägig geleert werden. Für falsch befüllte Tonnen gibt es ab Mai außerdem die „Rote Karte“ und sie bleiben ungeleert stehen. Darauf weist der Abfallwirtschaftsbetrieb Main-Tauber-Kreis (AWMT) hin.

 

Der Inhalt der Biotonne wird im Kompostwerk Würzburg verarbeitet, wo aus den Abfällen Dünger wird. Für die Kompostierung über die Biotonne sind laut AWMT geeignet: Blumenabfälle, Eierschalen, Essensreste, Fallobst, Gemüseabfälle, Kaffeesatz, Laub, Moos, Obstabfälle, Rasen- und Heckenschnitt, Salatabfälle, Teebeutel, Unkraut, verdorbene Lebensmittel (immer ohne Verpackung) und Zitrusfrüchte.

Damit die Biotonne sauber und hygienisch bleibt, sollte sie mit einigen Seiten Zeitungspapier ausgelegt werden, damit überschüssige Nässe aufgesaugt wird. Kaffeefilter und ähnliches sollte man gut abtropfen und Rasenschnitt am besten einen Tag antrocknen lassen, bevor man sie in die Biotonne gibt. Gekochte Speiseabfälle sollten fest in Zeitungspapier gewickelt werden. Außerdem empfiehlt der AWMT einen schattigen Platz als Standort für die Biotonne.

Störstoffe in der Biotonne wie Plastiktüten, Glas, Windeln oder sogar Hausmüll erschweren die Verwertung und kosten Zeit und Geld. Diese Kosten müssen ggf. wieder auf die Müllgebühren umgelegt und sollen deshalb vermieden werden.

 

 

Seit April wird der Biomüll im Main-Tauber-Kreis von der Firma Seger Transporte aus Münnerstadt abgeholt. Nach den Vorgaben des AWMT sind deren Fahrzeuge mit einem elektronischen Detektionssystem für Störstoffe, dem „Müllsheriff“, ausgestattet.

Biotonnen, bei denen der Detektor Störstoffe erkennt, bleiben ab Mai ungeleert stehen. Sie werden deutlich sichtbar mit einer roten Karte gekennzeichnet. Für den betroffenen Bürger bedeutet dies, dass die Biotonne nachsortiert oder der Inhalt bei der nächsten Hausmüllabfuhr entsorgt werden muss. Dafür gibt es beim AWMT sowie bei den Städten und Gemeinden zusätzliche Restmüllsäcke zum Stückpreis von vier Euro zu kaufen. Auch Biotonnen, bei denen die kompostierbaren Abfälle sauber in Plastiktüten oder „kompostierbare Biomülltüten“ verpackt sind, bleiben stehen und werden nicht geleert.

„Plastiktüten verursachen unnötige Mehrkosten, da sie im Kompostwerk extra aussortiert und entsorgt werden müssen. Zweitens verunreinigen kleinteilige Plastikrückstände den Kompost, setzen so seine Qualität herab und gefährden den Verwertungsprozess. Im schlimmsten Fall landen sie über den Kompost auf Beeten oder Äckern und gelangen so in den Boden, ins Grundwasser sowie in die Nahrungskette“, erläutert der Leiter des Abfallwirtschaftsbetriebes Main-Tauber-Kreis, Dr. Walter Scheckenbach.

Zu den Störstoffen zählen ausdrücklich auch die im Handel erhältlichen „kompostierbaren Biomülltüten“. Denn die aus Maisstärke hergestellten Beutel erfüllen ihr Versprechen nur halb: Sie verrotten zwar, aber die Tüten brauchen dafür mindestens drei Monate. Der Zerfallsprozess überschreitet bei weitem die Produktionszeiten im Kompostwerk Würzburg. Deshalb dürfen Bioabfälle niemals in solchen Tüten verpackt über die Biotonne entsorgt werden.

Quelle : Wertheim.de

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