Wertheim-Bronnbach : Sonderführungen für große und kleine Besucher im Kloster

Foto: Eigenbetrieb Kloster Bronnbach

Kloster Bronnbach mit abwechslungsreichem Angebot

Der Bronnbacher Abteigarten wird bei zwei Sonderführungen im September thematisiert. Foto: Landratsamt Main-Tauber-Kreis, Frank Mittnacht

Im September bietet das Kloster Bronnbach eine Vielzahl an Sonderführungen für große und kleine Besucher an. Auch der kürzlich sanierte Abteigarten wird wieder Bestandteil von Führungen sein. Darauf weist das Kloster Bronnbach hin.

Bei der Erlebnisführung „Erst Novize …und dann?“ am Donnerstag, 7. September, um 14 Uhr erleben Kinder das Kloster Bronnbach auf eine einzigartige Weise. Spielerisch lernen die jungen Besucher das Leben der Mönche und die Klostergeschichte kennen. Auf mitreißende und altersgerechte Weise vermittelt Gudrun Weiske Kulturgeschichte in einer interaktiven Führung für Kinder von sechs bis 14 Jahren. Die Führung wird individuell auf das Alter der teilnehmenden Kinder angepasst und dauert zirka eineinhalb Stunden. Neben einem Besuch der Klosterkirche und des Kreuzgangs wird der klösterliche Tagesablauf eines Bronnbacher Novizen in den Räumen des Klosters spielerisch erlebbar gemacht. Durch die Fantasie der Kinder werden der ehemalige Speisesaal, der Schlafsaal, die Schreibstube und die Bibliothek zum Leben erweckt werden. Der Teilnahmebeitrag pro Kind beträgt sechs Euro inklusive eines Getränkes.

Unter Leitung von Annemarie Heußlein lernen die Besucher am Freitag, 8. September, um 17 Uhr die Besonderheiten des Bronnbacher Abteigartens kennen. Durch die aufwendige, dreijährige Sanierung sind die verschiedenen Zeitschichten des Gartens für die Besucher wieder sichtbar gemacht worden. Es gibt ein modernes Parterre mit Beeten sowie einen Nutzgartenteil, in dem unter anderem Kräuter, rote Beete, Erbsen, Walderdbeeren und Rhabarber wachsen. Darüber hinaus sind zahlreiche, fachmännisch restaurierte Originalskulpturen an ihre ursprünglichen Standorte zurückgekehrt. Auch die drei Brunnen führen wieder Wasser. Bei der „Sonderführung Abteigarten“ werden verschiedene Aspekte und ihr geschichtlicher Hintergrund beleuchtet. Die Sonderführung kostet zehn Euro pro Person.

Der Eigenbetrieb Kloster Bronnbach ist Partner im Netzwerk „Papstgeschichten im Südwesten“ und kooperiert mit dem Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim. Dort können Besucher seit Mai die Ausstellung „Die Päpste“ besichtigen. Aus diesem Anlass bietet Claudia Wieland vom Archivverbund Main-Tauber die Führung „Päpstliche Geschichten aus Bronnbach“ am Mittwoch, 13. September, um 15 Uhr an. Mit der Nennung Bronnbachs in einem Privileg Papst Eugens III. vom 11. Januar 1153 wird das kurz zuvor gestiftete Kloster erstmals urkundlich fassbar. Knapp 40 weitere päpstliche Urkunden für das Zisterzienserkloster und dessen Klerus sollten dieser ersten Nennung bis zur Säkularisation 1803 folgen. Auch der neue Eigentümer der Klosteranlage, das katholische Fürstenhaus Löwenstein-Wertheim-Rosenberg, unterhielt enge Beziehungen zur Kurie in Rom. Bei der Führung, die im Archivverbund Main-Tauber stattfindet, werden einige dieser bis heute erhaltenen Urkunden neben weiteren Dokumenten zur Klostergeschichte gezeigt. Die Teilnahme kostet vier Euro. Anmeldungen nimmt der Archivverbund Main-Tauber unter der Telefonnummer 09342/915 920 oder per E-Mail an stawertheim@la-bw.de entgegen.

„Auf den Spuren der Zisterzienser“ lautet der Titel der Sonderführung im Kloster Bronnbach am Freitag, 15. September, um 17 Uhr mit Kurt Lindner. Bei einem etwa zweistündigen Rundgang durch die ehemalige Klostergemarkung können die Teilnehmer eine Kulturlandschaft entdecken, deren Entstehung mit der Ansiedelung der Zisterzienser im 12. Jahrhundert begann. Heute noch weisen Feldfluren, Weinberge, Hofanlagen und Wasserläufe in der Umgebung auf das Schaffen der Bronnbacher Mönche hin. Auf dem etwa drei Kilometer langen Rundweg trifft man auf echte Zeitzeugen klösterlichen Wirkens. Eine alte Brücke am Fischergraben, der ehemalige Klostergutshof (Schafhof), ein künstlicher Staudamm, der umgeleitete Klosterbach und der Mühlkanal im Tal sind beeindruckende Pionierleistungen der „Gärtner Gottes“, wie die Zisterzienser auch genannt wurden. Sie haben die Landschaft im Taubertal nachhaltig verändert. Die Sonderführung kostet zehn Euro pro Person. Festes Schuhwerk wird empfohlen.

Eine Sonderführung zur jüngeren Geschichte des Klosters Bronnbach mit Landrat a.D. Georg Denzer findet am Dienstag, 19. September, in der früheren Zisterzienserabtei statt. Treffpunkt ist um 17 Uhr vor dem Klosterladen am Haupteingang. Der Main-Tauber-Kreis hat die Liegenschaft Kloster Bronnbach im Jahr 1986 gekauft. Der ehemalige Landrat des Main-Tauber-Kreises wird bei dieser Führung besonders auf die Anfänge des Klostererwerbs eingehen und die Pionierzeit in den 1990er Jahren mit einigen Anekdoten würzen. Außerdem wird Georg Denzer als „Originalquelle“ die Chancen, aber auch manche Schwierigkeiten der Entwicklung aus einer durchaus persönlichen Sicht erläutern. Die Sonderführung kostet zehn Euro pro Person.

Die Steinfiguren zierten vermutlich einst sowohl den Abteigarten als auch den Saalgarten des ehemaligen Zisterzienserklosters. Bei der plastischen Ausstattung im Abteigarten handelt es sich um Tugend-, Jahreszeiten und Erdteilallegorien, ferner um Musikanten, Putten und um Zierrat in Form von Artischocken und Deckelvasen. Bei der Sonderführung „Ein Abt und sein Garten“ mit Dr. Verena Friedrich von der Universität Würzburg werden die Skulpturen des Bronnbacher Abteigartens näher in Betracht gezogen. Die Bedeutung der Figuren ist für das gartenkünstlerische Gesamtkonzept besonders wichtig. Wie in herrschaftlichen Gärten gehörten auch in Klöstern Gartenfiguren zur barocken Ausstattung, wobei weniger mythologische Figuren als vielmehr Tugendpersonifikationen bevorzugt in Steinskulpturen umgesetzt wurden. Das Figurenprogramm des Bronnbacher Abteigartens folgt allerdings nicht nur dem zeittypischen Geschmack. Die Auswahl der Allegorien deutet auf Wünsche des Auftraggebers und somit auch auf ein ikonographisches Gesamtkonzept hin, das genau auf Kloster Bronnbach zugeschnitten zu sein scheint. Die Sonderführung findet am Sonntag, 24. September, um 14 Uhr statt und kostet zehn Euro pro Person.

An der Tauber gibt es zahlreiche Spuren früherer Jakobspilger, so auch in Bronnbach. Daher bietet das Kloster Bronnbach am Freitag, 29. September, um 18 Uhr die Wanderung „Rundgang mit dem Jakobspilger“ an. Heinz Wolf schlüpft in das Gewand eines Jakobspilgers. Als Pilger wandelt er mit den Besuchern durch das Kloster, erläutert die baulichen Kostbarkeiten und moderiert eine kleine Weinprobe mit edlen Tropfen aus der Vinothek Taubertal. Die Vinothek präsentiert Weine von 20 Winzern aus dem Taubertal. Die Führung mit anschließender Weinprobe und Vesper kostet 22 Euro pro Person und dauert etwa 3,5 Stunden.

Anmeldung zu den Sonderführungen – soweit nicht anders angegeben – nimmt der Klosterladen unter der Telefonnummer 09342/935202001 und per E-Mail an info@kloster-bronnbach.de entgegen. Der Treffpunkt zu den Führungen ist am Klosterladen.

 

Stadtverwaltung Wertheim

 

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