Wertheim : Den Einstieg in die Ausbildung erleichtern – Integrationsmanager Christoph Schröder organisierte Qualifizierung

Zehn junge Leute absolvierten die Qualifizierungsmaßnahme, für deren Organisation das Integrationsmanagement der Stadt die Federführung übernommen hatte. Foto: Landratsamt Main-Tauber-Kreis

Einen wichtigen Schritt in Richtung beruflicher Integration haben zehn junge Erwachsene mit Migrationshintergrund gemacht. Sie haben eine Qualifizierung durchlaufen, die ihnen den Einstieg in ein Ausbildungsverhältnis erleichtern soll. Organisiert hat das Unterstützungsangebot der städtische Integrationsmanager Christoph Schröder in Zusammenarbeit mit seinem Kollegen im Landratsamt sowie dem Integrationsnetzwerk Hohenlohe-Main-Tauber.

Ein Sprachkurs bei der VHS Wertheim war gekoppelt mit dem Praktikum im Betrieb. Foto: Landratsamt Main-Tauber-Kreis

Um die Vorbereitung auf eine Ausbildung zu fördern, gibt es von der Arbeitsagentur eine Unterstützungsmaßnahme mit dem Titel „Einstiegsqualifizierung“, kurz „EQ“. Es handelt sich um ein Langzeitpraktikum, das mindestens sechs, aber längstens zwölf Monate einem möglichen Ausbildungsverhältnis vorgeschaltet ist. Unternehmen haben so die Chance, angehende Auszubildende im Betrieb kennenzulernen und zu erproben.

Die Wertheimer Variante hat das städtische Integrationsmanagement auf junge Erwachsene mit Migrationshintergrund zugeschnitten und das Langzeitpraktikum mit einem Sprachkurs kombiniert. In diesem zusätzlichen Bildungsabschnitt absolvierten die angehenden Auszubildenden in der Volkshochschule Wertheim einen Deutschkurs auf B1/B2-Sprachniveau. So wurde aus der „EQ“ eine „EQ Plus“. Das „Plus“ ist ein Sprachkurs des Sozialministeriums des Landes Baden-Württemberg nach der Verwaltungsvorschrift „Deutsch für Flüchtlinge“ mit 300 Unterrichtseinheiten. Die Praktikanten gingen pro Woche drei Tage in den Betrieb und an zwei Tagen in die Schule.

Bei der Beantragung und Abwicklung des Kurses haben der Integrations- und Flüchtlingsbeauftragte des Landkreises, Michael Mohr, sowie das Integrationsnetzwerk Hohenlohe-Main-Tauber wichtige Aufgaben übernommen. Der Kooperations- und Organisationsaufwand einer „EQ Plus“-Maßnahme ist hoch. „Es geht um die Akquise von Praktikumsplätzen zusammen mit den jungen Menschen, um Absprachen mit der Arbeitsagentur, Volkshochschule, Ausländerbehörde, Handwerkskammer und natürlich immer wieder mit den Unternehmen“, erläutert Christoph Schröder. Er war für die Organisation vor Ort verantwortlich und ein wichtiger Ansprechpartner für die jungen Teilnehmer wie auch für die Unternehmen. „Die Steuerung dieser Maßnahme war kräftezehrend, aber auch gewinnbringend“, so Schröder.

„Eine langfristige Integration kann nur gelingen, wenn alle Beteiligten zusammen helfen“, ist der Integrationsmanager überzeugt. Der Kurs „EQ plus“ sei dafür ein gutes Beispiel. So dankt er allen, die mitgewirkt haben – von den Verantwortlichen des Landratsamts und der VHS Wertheim über die Handwerkskammer Heilbronn-Franken und die Agentur für Arbeit bis hin zum Beruflichen Schulzentrum.

Eine Garantie, dass alle Kursteilnehmer erfolgreich eine Ausbildung absolvieren werden, könne es „bei so unterschiedlichen Kandidaten mit ihren individuellen Vorgeschichten“ zwar nicht geben. Doch die Qualifizierungsmaßnahme sei auf jeden Fall ein wichtiger Schritt in Richtung Integration gewesen, betont Schröder.

 

Quelle : Wertheim.de

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