Wertheim : „Die Qualität des ganzen Viertels steigt“ – Steg und Wohnbau stellen aktuelle Projekte vor

 

Das ehemalige Bezirksforstamt, Foto: Steg/WBW

 

„Die Qualität des ganzen Viertels steigt“. Diese Wirkung – so die Expertenmeinung – hat es, wenn Stadtentwicklungsgesellschaft (Steg) und Wohnbau Wertheim (WBW) ein Sanierungs- oder Bauprojekt zu Ende gebracht haben. Über die aktuellen Maßnahmen informierte Geschäftsführer Edgar Beuchert den Aufsichtsrat von Stadtentwicklungsgesellschaft (Steg) und Wohnbau Wertheim (WBW) in der jüngsten Sitzung. Geleitet hat die Sitzung der stellvertretende Vorsitzende Udo Schlachter. Ein Schwerpunkt der städtischen Gesellschaften ist weiterhin die Schaffung von Wohnraum.

Zunächst nutzte Beuchert die Gelegenheit, um auf das Thema Stadtstrand näher einzugehen. Betreiber Stefan Kempf hatte sich sowohl in der Presse als auch in den Sozialen Medien unter anderem über das fehlende Entgegenkommen vonseiten der Stadt bzw. Steg beschwert. Beuchert sagte zur Klarstellung: „Herr Kempf hat den Betrieb des Stadtstrandes für 2018 von sich aus abgesagt. Ein Antrag auf Fortführung des Stadtstrandes ging bei der Steg bis heute nicht ein.“ Unverständnis äußerte auch Gremiumsmitglied Werner Kozyra. „Da wurde ein regelrechter Shitstorm gegen Stadt und Steg losgetreten. Das ging eindeutig zu weit.“

Neue Wohnungen links der Tauber

Fortschritte gibt es beim ehemaligen Mainkaufhaus in der Hospitalstraße. „Das ist eine sehr spannende Baustelle. Der Abbruch ist soweit durch“, informierte Beuchert. Aller Voraussicht nach kann die bestehende Bodenplatte bleiben. Mit Abschluss der Abrissarbeiten übernimmt ein Investor. Geplant ist die Errichtung von etwa 22 Wohnungen. Der Bauantrag ist bereits bei der Stadt Wertheim eingereicht. „Durch das neue Bauobjekt steigt die Qualität des ganzen Viertels, der Wert geht definitiv nach oben“, ist Stadtbaumeister Armin Dattler von der Maßnahme überzeugt.

Sehr erfreulich entwickelt sich auch das Wohnungsbauprojekt auf der Bestenheider Höhe. Dort entstehen zurzeit 45 Wohneinheiten. Beuchert: „Am 1. Juli wird das erste Haus mit acht Wohnungen bezogen. Sie werden gut vom Markt angenommen. Hier haben wir genau zum richtigen Zeitpunkt gebaut.“

Ehemaliges Forstamt wird saniert

Vorwärts geht es auch bei der Sanierung des ehemaligen Forstamts in der Grabenstraße. Die Steg wird das Gebäude komplett umbauen und insgesamt zehn Wohneinheiten schaffen. Sie konnte das Anwesen an der Ecke Grabenstraße 2 / Bismarckstraße 2 A nach längeren Verhandlungen mit dem Staatlichen Hochbauamt erwerben. Bei diesem Areal handelt sich um das ehemalige Fürstliche Bezirksfostamt, das ehemalige Fürstliche Finanzamt sowie die Bezirksbauinspektion.

In der Bismarckstraße 2 A befindet sich derzeit im Erdgeschoss noch die Bewährungshilfe des Landes Baden-Württemberg, die bis Ende März in das Gebäude des Amtsgerichts umzieht. Im 1. Obergeschoss gibt es eine Wohnung. Das restliche Gebäude Grabenstraße sowie der Zwischenbau stehen seit Jahren leer.

Es entstehen Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen zwischen 58 und 130 qm. Für die meisten Wohnungen sollen Balkone angebaut werden. Die Sanierungskosten belaufen sich auf etwa 1,15 Mio. Euro, der Kaufpreis schlägt mit 300.000 Euro zu Buche. Die Ausgaben sollen, unterstützt durch den Sanierungszuschuss, über die Miete refinanziert werden. „Der Bauantrag ist bei der Stadt Wertheim eingereicht. Mit der Baugenehmigung rechnen wir etwa im Juni“, berichtete Beuchert. Sanierungsbeginn ist im Herbst, für die Bauzeit sind zwölf Monate veranschlagt. Die Rückendeckung des Aufsichtsrats hat die Steg sicher, die Maßnahme wurde einstimmig befürwortet.

Umbau in der Konrad-Adenauer-Straße

 

Ein Großteil der Wohnungen in der Konrad-Adenauer-Straße soll barrierefrei werden. Foto: Steg/WBW

 

Das Anwesen in der Konrad-Adenauer-Straße 11 hat die WBW beim Kauf der Wohnsiedlung „Housing Area“ mit erworben. Das Gebäude wurde in den letzten 20 Jahren für Schulungen an verschiedene Firmen vermietet. Beuchert: „Der Bedarf ist rapide zurückgegangen, das Gebäude steht seit geraumer Zeit leer“. Aus diesem Grund wird die WBW das Gebäude für Wohnungen nutzen. Geplant sind sechs neue Einheiten. Für die Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen sind Größen zwischen 59 und 125 qm vorgesehen. Dazu kommen Kellerräume und Stellplätze für Fahrräder. Wo es umsetzbar ist, werden die Wohnungen barrierefrei gemacht, das heißt breitere Türen und größere Bäder. Ebenerdig sind die Wohnungen ohnehin. Für die Umbaukosten veranschlagt die WBW etwa 900.000 Euro, refinanziert werden sollen sie durch die Miete. Mit der Baugenehmigung ist bis Herbst zu rechnen, für die Bauzeit sind 18 Monate vorgesehen. Dem Projekt stimmte der Aufsichtsrat zu.

 

Quelle : Wertheim.de

Bildergalerie FotoShooting – Making of – mit Hardy Krüger junior und BMW designten Denim Bike im Wertheim Village , 14.09.2017