Wertheim : Dr. Jörg Paczkowski verabschiedet – Kreisheimatpflege ab sofort im Kreisarchiv angesiedelt

Landrat Reinhard Frank (rechts) verabschiedete den langjährigen Kreisheimatpfleger Dr. Jörg Paczkowski in den Ruhestand und wünschte der Nachfolgerin Claudia Wieland viel Erfolg für ihre neue Aufgabe. Foto: Landratsamt Main-Tauber-Kreis

Kreisheimatpflege ab sofort im Kreisarchiv angesiedelt

Dr. Jörg Paczkowski verabschiedet und Claudia Wieland eingeführt

 

Landrat Reinhard Frank hat kürzlich den bisherigen Kreisheimatpfleger Dr. Jörg Paczkowski in den Ruhestand verabschiedet und der Nachfolgerin Claudia Wieland viel Erfolg für ihre Arbeit gewünscht. „Dr. Jörg Paczkowski war auch als Kreisheimatpfleger jahrzehntelang eine Institution im Main-Tauber-Kreis. Ich freue mich, dass wir eine hervorragende Nachfolgerin gefunden habe, die als langjährige Kreisarchivarin über das notwendige Fachwissen verfügt“, sagte der Landrat.

Wie es in einer Pressemitteilung des Landratsamtes Main-Tauber-Kreis weiter heißt, war Dr. Jörg Paczkowski im Hauptberuf 38 Jahre lang Leiter des Wertheimer Grafschaftsmuseums. Nachdem 1987 das Landesarchivgesetz in Kraft trat, übernahm er zusätzlich das Amt des Kreisarchivars. Dazu war Dr. Paczkowski mit 20 Prozent seiner Arbeitszeit für die Landkreisverwaltung tätig und hier der „Mann der ersten Stunde“ beim Aufbau des Kreisarchivs. Im Jahr 1990 wurde dann Claudia Wieland zur ersten hauptamtlichen Kreisarchivarin berufen und übt diese Aufgabe seitdem aus.

Dr. Jörg Paczkowski konnte seine Tätigkeit für die Kreisverwaltung nach der Bestellung der Archivarin auf zehn Prozent reduzieren und sich dabei neuen Aufgaben zuwenden. Somit wurde er 1992 zum Kreisheimatpfleger ernannt. In dieser Funktion beriet er die Städte und Gemeinden in vielen heimatkundlichen und geschichtlichen Fragen. In den vergangenen 25 Jahren wirkte er beispielsweise bei der Erstellung von Festschriften zu Ortsjubiläen und bei der Einrichtung verschiedener Museen mit. Dazu zählen das Pfeiferhannes-Museum in Niklashausen, das Museum „Külsheimer Höhe“ oder das Museum im ehemaligen Amtshaus in Grünsfeld.

Auch in der kreiseigenen Liegenschaft Kloster Bronnbach engagierte Dr. Paczkowski sich stark, beispielsweise bei der Erstellung von Schriften zu den verschiedenen Sanierungsprojekten oder zuletzt im Rahmen der Wiederherstellung des Abteigartens. „Der sanierte Abteigarten wird ein echtes Schmuckstück und verleiht dem unteren Taubertal ein Alleinstellungsmerkmal“, erklärte Dr. Paczkowski. Der Abteigarten sei etwas ganz besonderes, weil er von der Umbruchphase zwischen Renaissance und Barock geprägt sei.

Claudia Wieland hat nun zusätzlich zu ihrer Tätigkeit als Kreisarchivarin im Archivverbund Main-Tauber auch die Aufgabe der Kreisheimatpflegerin übernommen. „Die Aufgabe ist im Kreisarchiv bestens angesiedelt, da es bei beiden Institutionen um die Bewahrung der Überlieferung und um lebendige Geschichtsvermittlung geht“, erklärte Landrat Reinhard Frank. Auch Claudia Wieland selbst zeigte sich überzeugt, dass sich die Aufgaben der Kreisheimatpflegerin und der Kreisarchivarin ideal ergänzen, zum Beispiel bei der Vorbereitung von Ortsjubiläen.

„Wir arbeiten mit den Kreiskommunen seit vielen Jahren hervorragend in der Archivpflege zusammen. Durch die neue Aufgabe der Kreisheimatpflege wird diese Zusammenarbeit nun auf die gesamte historische Forschungs- und Bildungsarbeit ausgedehnt“, sagte Claudia Wieland. Sie wolle Ansprechpartnerin und Beraterin in allen Fragen der Geschichtspflege und bei der Vermittlung von historischen Sachverhalten sein. Das Angebot richtet sich an die Städte und Gemeinden im Landkreis, an Vereine und Schulen sowie auch an Einzelpersonen.

Kreisheimatpflegerin Claudia Wieland ist über den Archivverbund Main-Tauber im Kloster Bronnbach, Telefon 09342/91592-15, E-Mail: claudia.wieland@la-bw.de, erreichbar.

Stadtverwaltung Wertheim